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Politik & Regierung

Sachsen-Anhalt: AfD bei 43,8 Prozent – 39 von 83 Sitzen

Vollständiges vorläufiges amtliches Ergebnis: Stimmen, Sitzverteilung und rechnerische Mehrheiten. Endgültige Feststellung für den 22. September vorgesehen.

Sitzgrafik zum vorläufigen amtlichen Ergebnis Sachsen-Anhalt 2026: AfD 39, CDU 15, SPD 8, Grüne 8, Linke 8, BSW 5. Insgesamt 83 Sitze; absolute Mehrheit ab 42. Datenstand 8. September 2026, 15:06 Uhr.
Vorläufige amtliche Sitzverteilung, Datenstand 08.09.2026, 15:06 Uhr. Jeder Punkt steht für ein Mandat; keine tatsächliche Sitzordnung. Quelle: Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt. Eigene Datengrafik: Evidico.

Kurzfazit

Alle 2.661 Wahlbezirke erfasst: AfD 43,8 Prozent, CDU 17,2 Prozent. Das vorläufige amtliche Ergebnis bringt der AfD 39 von 83 Sitzen; zur absoluten Mehrheit fehlen drei.

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Aktualisiert am 9. September 2026. Amtlicher Datenstand: 8. September 2026, 15:06 Uhr (MESZ). Alle 2.661 Wahlbezirke erfasst; vorläufiges amtliches Ergebnis.

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent der gültigen Zweitstimmen vor der CDU mit 17,2 Prozent gewonnen. Die amtliche Sitzverteilung weist der AfD 39 von 83 Mandaten zu. Zur absoluten Mehrheit von 42 Sitzen fehlen ihr drei. Das Auszählungsergebnis liegt damit landesweit vor; die Regierungsbildung ist dadurch nicht entschieden.

Mehrheiten selbst ausprobieren: In unserem interaktiven Sitzrechner kannst du Parteien an- und abwählen und prüfen, welche Kombinationen die Mehrheit von 42 Sitzen erreichen. Die Grafik zeigt rechnerische Möglichkeiten, keine vereinbarten Koalitionen.

Das vorläufige amtliche Ergebnis

Die Landesergebnistabelle der Landeswahlleiterin erfasst 2.661 von 2.661 Wahlbezirken. Verzeichnet sind 1.315.315 gültige Zweitstimmen. Die Wahlbeteiligung beträgt 77,8 Prozent. Die folgende Tabelle verbindet diesen Stimmenstand mit der separat veröffentlichten amtlichen Sitzverteilung. Beide Seiten tragen den Datenstand 8. September 2026, 15:06 Uhr.

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 – vorläufiges amtliches Ergebnis
ParteiZweitstimmenAnteilSitze
AfD576.03743,8 %39
CDU226.62217,2 %15
SPD122.3039,3 %8
Grüne117.4988,9 %8
Die Linke112.5418,6 %8
BSW69.2915,3 %5
FDP33.9692,6 %0

Gezeigt sind die sieben Parteien mit den höchsten Zweitstimmenanteilen. Weitere Parteien erhielten zusammen 57.054 Zweitstimmen und keine Sitze. Die Prozentwerte sind amtlich auf eine Nachkommastelle gerundet. Deshalb können selbst addierte Prozentwerte von einer Berechnung mit den ungerundeten Stimmenzahlen abweichen.

Vollständig ausgezählt heißt noch nicht endgültig festgestellt

„Vorläufig“ bezeichnet hier das landesweite Ergebnis nach Abschluss der Auszählung auf Basis der Schnellmeldungen. Es ist keine Hochrechnung und kein unvollständiger Wahlabend-Zwischenstand mehr. Die Landeswahlleiterin erläutert den weiteren Ablauf: Auf die Prüfung der Wahlunterlagen folgt die endgültige Feststellung durch den Landeswahlausschuss, vorgesehen für den 22. September 2026. Bis dahin bezeichnet Evidico die veröffentlichten Zahlen ausdrücklich als vorläufiges amtliches Ergebnis.

Die Zahl der ausgewiesenen Wahlbezirke beträgt in der aktuellen amtlichen Tabelle 2.661. Unsere gesicherten Abrufe vom Wahlabend wiesen noch 2.660 als Gesamtzahl aus. Diese Änderung wird nicht stillschweigend rückdatiert. Die aktuelle Gesamtzahl übernehmen wir aus der heutigen amtlichen Darstellung; eine Ursache für die Änderung lässt sich aus der Ergebnistabelle allein nicht feststellen.

83 Sitze: Welche Mehrheiten sind rechnerisch möglich?

Der AfD stehen 39 Sitze zu, der CDU 15. SPD, Grüne und Linke erhalten jeweils acht, das BSW fünf. Das ergibt zusammen 83 Sitze. Mehr als die Hälfte sind 42. Die folgende Rechnung addiert Parteisitze; sie ist keine Prognose über Koalitionen, einzelne Abgeordnete oder das tatsächliche Abstimmungsverhalten.

  • AfD allein: 39 Sitze. Drei fehlen zur absoluten Mehrheit.
  • AfD und BSW: 44 Sitze. Auch mit jeder anderen im neuen Landtag vertretenen Partei würde die AfD rechnerisch über 42 kommen.
  • CDU, SPD, Grüne und Linke: 39 Sitze. Das reicht nicht zur absoluten Mehrheit.
  • CDU, SPD, Grüne, Linke und BSW: 44 Sitze. Eine absolute Mehrheit ohne die AfD erfordert bei einer Rechnung mit vollständigen Parteigruppen die Zusammenarbeit aller fünf übrigen Parteien.

Die Fünfprozenthürde beeinflusst die Verteilung der Listenmandate: Das BSW liegt mit 5,3 Prozent darüber, die FDP mit 2,6 Prozent darunter und erhält laut amtlicher Sitztabelle kein Mandat. Maßgeblich sind die gesetzlichen Regeln und die veröffentlichte Mandatszuteilung, nicht eine eigene Umrechnung gerundeter Prozentwerte.

Wer die Regierung bildet, entscheidet sich im Landtag

Die stärkste Partei stellt nicht automatisch den Ministerpräsidenten. Nach Artikel 65 der Landesverfassung wählt ihn der Landtag. Zunächst ist die Mehrheit seiner Mitglieder nötig; für einen möglichen dritten Wahlgang gilt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Landtag erläutert das auf seiner Seite zur Ministerpräsidentenwahl.

Ein Sitzrechner beantwortet daher zunächst nur, ob eine gewählte Kombination mindestens 42 Mandate umfasst. Politische Bereitschaft, Koalitionsverhandlungen und andere Abstimmungssituationen sind gesonderte Fragen. Aus 44 rechnerischen Sitzen folgt keine vereinbarte Koalition; aus 39 Sitzen allein folgt keine sichere Wahl eines Regierungschefs.

Was wir am ZDF-Beitrag prüfen

Ausgangspunkt dieses Sonderartikels ist das ZDFheute-Video „Hochrechnung: AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt mit großem Vorsprung vor CDU“. Seine zentrale Ergebnisbotschaft wird auch durch das vollständig ausgezählte vorläufige amtliche Ergebnis gestützt. Der Beitrag prüft diese Botschaft und ihre Einordnung, nicht sämtliche Interviews und Aussagen der mehr als zweistündigen Sendung. Die neuen amtlichen Ergebnisse sind eine nachträgliche Aktualisierung und werden nicht dem älteren Video zugeschrieben.

Warum die Zahlen am Wahlabend anders waren

Eine Hochrechnung schätzt den späteren Gesamtausgang, ein amtlicher Zwischenstand summiert die bereits gemeldeten Ergebnisse. Noch fehlende Bezirke werden in der amtlichen Zwischentabelle nicht statistisch ergänzt. Unterschiedliche Regionen und Wahlbezirke können zu verschiedenen Zeiten fertig werden. Deshalb dürfen Werte aus verschiedenen Methoden und Uhrzeiten nicht als einheitliches Ergebnis zusammengeführt werden. Die ZDF-Erklärung zu den Wahlgrafiken ordnet die Begriffe ein.

Die bisherigen Wahlabendzahlen bleiben unten zur Nachvollziehbarkeit dokumentiert. Für den aktuellen Ergebnisstand gelten ausschließlich die vollständig erfassten vorläufigen amtlichen Zahlen oben.

Fazit

Der große Vorsprung der AfD vor der CDU ist belegt: 43,8 gegenüber 17,2 Prozent der Zweitstimmen. Alle Wahlbezirke sind erfasst. Mit 39 von 83 Sitzen hat die AfD keine eigene absolute Mehrheit. Die amtlich endgültige Feststellung und die Regierungsbildung sind weitere Schritte; beides darf nicht mit dem Ergebnis der Auszählung gleichgesetzt werden.

Aktualisierungsprotokoll: Herkunft der früheren Zahlen

  • 6. September 2026, erste Fassung um 23:15 Uhr: Amtlicher Zwischenstand von 22:30 Uhr: AfD 44,8 und CDU 16,8 Prozent. Die gesicherte Landesgesamtzeile enthielt 539.506 beziehungsweise 202.552 von 1.204.156 gültigen Zweitstimmen. Das waren Teilstände und keine Endzahlen.
  • 6. September 2026, Update um 23:36 Uhr: Amtlicher Zwischenstand 23:13 Uhr: AfD 44,6 und CDU 16,9 Prozent, 2.531 von damals ausgewiesenen 2.660 Bezirken. Daneben wurde die ZDF-Hochrechnung 22:29 Uhr mit 44,2 und 17,4 Prozent ausgewiesen.
  • 9. September 2026: Laufende Ergebnisdarstellung, Titel, Metadaten, Grafik, Claims und Audiotext auf das vollständige vorläufige amtliche Ergebnis mit Datenstand 8. September 2026, 15:06 Uhr umgestellt. Amtliche Sitzverteilung und rechnerische Mehrheiten ergänzt. Die früheren Zahlen stehen nur noch als ausdrücklich historische Dokumentation hier.

Geprüfte Aussagen

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Geprüfte Aussage

Die AfD liegt am Wahlabend mit großem Vorsprung vor der CDU.

Kontext öffnenPrüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Hochrechnung: AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt mit großem Vorsprung vor CDU
Einordnung

Die Titelbotschaft wird durch das vollständige vorläufige amtliche Ergebnis bestätigt: AfD 576.037 Zweitstimmen (43,8 Prozent), CDU 226.622 (17,2 Prozent), bei 1.315.315 gültigen Zweitstimmen und 2.661 von 2.661 erfassten Wahlbezirken. Amtlicher Datenstand: 08.09.2026, 15:06 Uhr; geprüft am 09.09.2026. Die Zahlen sind ein nachträgliches Update und kein Zitat aus dem älteren ZDF-Video. Die Wahlabend-Hochrechnungen und Teilstände sind im Artikel nur noch historisch dokumentiert. Amtlich endgültige Feststellung ist für den 22.09.2026 vorgesehen.

Quellen zu dieser Aussage (4)
  1. PrimärquelleZDFheute Nachrichten
    Veröffentlicht 06.09.2026Abgerufen 06.09.2026
  2. PrimärquelleZDFheute / Forschungsgruppe Wahlen
    Veröffentlicht 06.09.2026Abgerufen 06.09.2026
  3. StatistikLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 09.09.2026
  4. StatistikLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 06.09.2026
Geprüfte Aussage

Eine Hochrechnung und ein amtlicher Zwischenstand sind unterschiedliche Datenarten.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Eigenständige Einordnung, kein Zitat aus dem Video: Eine Hochrechnung schätzt das Gesamtergebnis; der amtliche Teilstand summiert bisherige Meldungen. Die Zahlen können daher abweichen, ohne dass dies einen Fehler belegt.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquelleZDFheute / Forschungsgruppe Wahlen
    Veröffentlicht 06.09.2026Abgerufen 06.09.2026
  2. BehördeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 18.08.2026
  3. StatistikLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 09.09.2026
Geprüfte Aussage

Die ZDF-Sitzhochrechnung weist der AfD 39 von 83 Mandaten zu.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Die historische ZDF-Sitzhochrechnung vom Wahlabend wird inzwischen durch die amtliche Sitzverteilung bestätigt. Vorläufiges amtliches Ergebnis, Stand 08.09.2026, 15:06 Uhr, geprüft am 09.09.2026: AfD 39, CDU 15, SPD 8, Grüne 8, Linke 8, BSW 5; insgesamt 83 Sitze. Die absolute Mehrheit liegt bei 42, der AfD fehlen allein drei Sitze. Die aktuelle Sitzverteilung ist eine nachträgliche amtliche Ergänzung und wird nicht als Aussage aus dem älteren Video ausgegeben. Rein rechnerische Parteikombinationen belegen keine Koalitionsvereinbarung.

Quellen zu dieser Aussage (4)
  1. PrimärquelleZDFheute / Forschungsgruppe Wahlen
    Veröffentlicht 06.09.2026Abgerufen 06.09.2026
  2. SonstigeLandtag von Sachsen-Anhalt
    Veröffentlicht 10.03.2026Abgerufen 04.08.2026
  3. SonstigeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 04.08.2026
  4. StatistikLandeswahlleiterin / Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 08.09.2026
Geprüfte Aussage

Der stärksten Partei fällt das Amt des Ministerpräsidenten nicht automatisch zu.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Eigenständige rechtliche Einordnung, keine Behauptung über den Wortlaut der Sendung: Nach Artikel 65 wählt der Landtag den Ministerpräsidenten; zunächst Mehrheit der Mitglieder, im dritten Wahlgang Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Koalition oder Wahl ins Amt ist damit nicht vorweggenommen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. GesetzLandtag von Sachsen-Anhalt
    Veröffentlicht 01.10.2025Abgerufen 08.08.2026
  2. SonstigeLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung vorbereitet. Die finale Prüfung, Bewertung und Veröffentlichung erfolgt redaktionell.

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Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und sorgfältiger Quellenprüfung, jedoch ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Gesamtfazit

Die AfD gewinnt mit 43,8 Prozent vor der CDU mit 17,2 Prozent. Alle Wahlbezirke sind erfasst. Mit 39 von 83 Sitzen fehlt ihr eine eigene absolute Mehrheit. Die endgültige amtliche Feststellung und die Regierungsbildung sind davon getrennte nächste Schritte.