Politik & Regierung

Faktencheck: Markus Söder über CSU-Wahlergebnisse, Pflege, Mütterrente und Bürgergeld

Viele Zahlen stimmen im Kern – bei Kommunalwahlergebnissen, Pflegeprognosen und Sozialausgaben braucht es genaue Definitionen.

Faktencheck: Markus Söder über CSU-Wahlergebnisse, Pflege, Mütterrente und Bürgergeld

Kurzfazit

Der Faktencheck prüft zentrale Aussagen aus dem Gespräch von Anne Will mit Markus Söder und Melanie Amann. Belegt sind die Bundestagswahlergebnisse 2025, die Größenordnung des CSU-Ergebnisses bei der bayerischen Kommunalwahl 2026, die Investitionsquote des bayerischen Doppelhaushalts, das Landespflegegeld, die Mütterrente III und die frühere Forderung nach einer Amtszeitbegrenzung. Einordnungsbedürftig sind Söders Darstellung, die CSU habe kommunal ungefähr ihr altes Ergebnis gehalten, die Pflegeprognose von mehr als 50 Prozent Sozialhilfequote bis 2038, die Kurzformel von 50 Milliarden Euro Bürgergeld und 30 Milliarden Euro Migrationskosten sowie die Verwechslung von Bundestags- und Landtagswahl beim CSU-Ergebnis 2018.

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Hinweis zur Prüfung

Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

Fazit: Im Gespräch mit Anne Will und Melanie Amann nennt Markus Söder zahlreiche überprüfbare Zahlen zu Wahlen, dem bayerischen Haushalt, Hightech-Investitionen, Pflege, Mütterrente, Bürgergeld und Migration. Vieles stimmt in der Größenordnung, mehrere Aussagen sind jedoch verkürzt oder vermischen unterschiedliche Bezugsgrößen.

Was wurde geprüft?

Geprüft wurden die Bundestagswahlergebnisse 2025, die bayerische Kommunalwahl 2026, kommunale Spitzenämter der CSU, Investitionen und Neuverschuldung im bayerischen Haushalt, die Hightech Agenda, Hochschulrankings, Sozialhilfe in Pflegeheimen, der Barbetrag für Heimbewohner, das bayerische Landespflegegeld, Forderungen von Wolfgang Steiger und Manfred Weber, die Mütterrente III, Bürgergeld- und Migrationsausgaben, Söders frühere Forderung nach einer Amtszeitbegrenzung, das CSU-Ergebnis 2018 und das bayerische Windkraftkonzept von 2011. Politische Wertungen über Führungsstil, AfD-Strategie oder innerparteiliche Macht wurden nicht als wahr oder falsch bewertet.

Bundestagswahl und Kommunalwahl

Die von Anne Will genannten Bundestagswahlergebnisse stimmen: CDU und CSU kamen 2025 zusammen auf 28,6 Prozent, die SPD auf 16,4 Prozent und die AfD auf 20,8 Prozent. Die AfD legte gegenüber 2021 um 10,4 Prozentpunkte zu.

Bei der bayerischen Kommunalwahl ist Söders Kurzfassung nur teilweise richtig. Die CSU erreichte bei den Gemeinderats- und Stadtratswahlen 32,5 Prozent, die AfD 12,2 Prozent. Söders gerundete Angaben von 32 bis 33 beziehungsweise 13 Prozent passen. Die CSU verlor gegenüber 2020 allerdings 1,9 Prozentpunkte und erzielte ihr schwächstes kommunales Landesergebnis seit Jahrzehnten; die AfD stieg von 4,7 auf 12,2 Prozent. Auch bei Landrats- und Oberbürgermeisterposten verlor die CSU deutlich: Eine Auswertung der Süddeutschen Zeitung nennt einen Rückgang von 66 auf 50 der 96 Spitzenämter.

Bayerischer Haushalt, Hightech und Hochschulen

Die Aussage zur Investitionsquote des bayerischen Doppelhaushalts stimmt: Für 2026 und 2027 nennt die Staatsregierung eine Investitionsquote von rund 17,1 Prozent und keine neue Kreditaufnahme. Das bedeutet jedoch nicht, dass Bayern schuldenfrei wäre, sondern dass der Doppelhaushalt ohne zusätzliche Nettokreditaufnahme geplant ist.

Auch die Hightech-Angabe hat einen belastbaren Kern. Die Staatsregierung bezifferte die Hightech Agenda zunächst auf mehr als sechs Milliarden Euro und später einschließlich weiterer Programme auf rund sieben Milliarden Euro. TUM und LMU lagen im Times-Higher-Education-Ranking 2026 tatsächlich an der Spitze der Hochschulen in der Europäischen Union. Solche Rangfolgen hängen jedoch vom verwendeten Ranking ab; die Aussage zur besten Start-up-Szene ist ebenfalls methodenabhängig.

Pflege: Sozialhilfequote, Barbetrag und Landespflegegeld

Die Zahl von 37 Prozent Pflegeheimbewohnern mit Sozialhilfebezug wird durch eine DAK-Studie für 2026 gestützt. Nicht gestützt wird dort die Behauptung, bis 2038 werde mehr als die Hälfte betroffen sein: Die Studie projiziert ohne Reformen rund 43 Prozent bis 2035. Andere Langfristmodelle können zu anderen Ergebnissen kommen, doch für die konkrete 50-Prozent-Prognose braucht es einen eigenen Beleg.

Der genannte Barbetrag von rund 152 Euro monatlich stimmt für erwachsene Sozialhilfeempfänger in stationären Einrichtungen im Jahr 2026. Er gilt nicht automatisch für jeden Pflegeheimbewohner. Das bayerische Landespflegegeld beträgt 500 Euro pro Pflegejahr für Menschen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz in Bayern; es handelt sich um eine jährliche, nicht monatliche Zahlung.

Mütterrente und innerparteiliche Kritik

Anne Will gab die Forderung des Wirtschaftsrat-Generalsekretärs Wolfgang Steiger korrekt wieder: Er verlangte die Abschaffung von Grundrente, Mütterrente und Rente mit 63 sowie eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Der Wirtschaftsrat ist allerdings ein eigenständiger Wirtschaftsverband und kein offizielles Parteigremium der CDU.

Auch das Zitat aus Manfred Webers Pfingstbrief ist belegt. Weber schrieb, wegen der Wirtschaftslage könnten keine zusätzlichen Wohltaten wie Mütterrente oder eine niedrigere Mehrwertsteuer angeboten werden. Das ist nicht identisch mit der Forderung, eine bereits bestehende Mütterrente vollständig abzuschaffen.

Söders Beschreibung der Mütterrente III ist im Kern richtig: Für vor 1992 geborene Kinder sollen künftig ebenfalls drei Jahre Kindererziehungszeit anerkannt werden. Der zusätzliche halbe Entgeltpunkt entspricht nach dem Rentenwert ab Juli 2026 rund 21,26 Euro brutto im Monat je Kind. Bei drei Kindern sind das etwa 765 Euro brutto im Jahr und damit tatsächlich mehr als 700 Euro.

Bürgergeld, Migration und weitere Rückblicke

Die Aussage von 50 Milliarden Euro für Bürgergeld stimmt nur bei breiter Definition. Der Bundeshaushalt 2026 veranschlagt rund 51 Milliarden Euro für das gesamte System der Grundsicherung für Arbeitsuchende; die eigentliche Geldleistung Bürgergeld macht davon rund 28 Milliarden Euro aus. Die migrationsbezogenen Bundesausgaben lagen 2025 bei rund 24,8 Milliarden Euro; Werte nahe 30 Milliarden gab es in früheren Jahren oder bei anderer Abgrenzung.

Söder setzte sich 2018 tatsächlich für eine Begrenzung der Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten auf zehn Jahre ein. Die dafür nötige Verfassungsänderung scheiterte jedoch im Landtag. Ungenau war seine spätere Erinnerung an 37 Prozent bei der Bundestagswahl 2018: 2018 fand in Bayern eine Landtagswahl statt, bei der die CSU 37,2 Prozent erreichte. Bei der Bundestagswahl 2017 kam die CSU in Bayern auf 38,8 Prozent.

Beim Energiekonzept von 2011 ist die Größenordnung nachvollziehbar, aber die Formulierung verkürzt. Offiziell geplant waren 1.000 bis 1.500 zusätzliche Windenergieanlagen bis 2021. Zusammen mit bereits bestehenden und projektierten Anlagen ergab sich eine Gesamtgröße um ungefähr 2.000 Anlagen.

Geprüfte Aussagen

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Geprüfte AussageZeitstempel: 00:28:20–00:29:07

Das ist richtig. Die amtlichen Ergebnisse bestätigen sämtliche genannten Werte.

Richtig
Originalauszug
Die Union ... landet bei 28,6 Prozent. Die SPD kommt auf 16,4 Prozent ... Die AfD gewinnt um 10 Prozentpunkte hinzu ... landet bei 20,8 Prozent.
Einordnung

Die Bundeswahlleiterin weist für die Bundestagswahl 2025 CDU 22,6 Prozent und CSU 6,0 Prozent aus, zusammen 28,6 Prozent. Die SPD erreichte 16,4 Prozent, die AfD 20,8 Prozent. Gegenüber 2021 legte die AfD um 10,4 Prozentpunkte zu.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDie Bundeswahlleiterin
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:48:39–00:49:28

Die Rundungen stimmen, die Einordnung eines fast unveränderten CSU-Ergebnisses ist aber zu günstig. Amtlich erreichte die CSU 32,5 Prozent und verlor 1,9 Punkte; die AfD kam auf 12,2 Prozent und legte um 7,5 Punkte zu.

Teilweise richtig
Originalauszug
Wir sind mit 33, 32 Prozent rausgegangen, ungefähr gleich wie das letzte Mal. Die AfD hat 13.
Einordnung

Das Bayerische Landesamt für Statistik nennt 32,5 Prozent für die CSU und 12,2 Prozent für die AfD. Gegenüber 2020 sank die CSU von 34,4 auf 32,5 Prozent, während die AfD von 4,7 auf 12,2 Prozent stieg. Die gerundeten Werte stimmen, die Entwicklung wird aber verharmlost.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerisches Landesamt für Statistik
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:22:04–01:22:56

Der Rückgang von 66 auf 50 ist durch eine Auswertung belegt. Mathematisch sind das 16 weniger, weshalb die zugleich genannte Zahl von 14 ohne engere Abgrenzung nicht dazu passt.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Vorher hatte die CSU 66 der insgesamt 96 Landrats- und Oberbürgermeisterposten. Jetzt sind es nur noch 50.
Einordnung

Eine Auswertung der Süddeutschen Zeitung nennt vor der Wahl 66 von 96 Landrats- und Oberbürgermeisterposten für die CSU und danach 50. Die Differenz beträgt 16. Die im gleichen Gesprächsabschnitt genannte Zahl von 14 verlorenen Spitzenämtern kann sich nur auf eine enger definierte Teilmenge beziehen und sollte vor Veröffentlichung am Originalmaterial beziehungsweise an einer Kandidatenliste geprüft werden.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeSüddeutsche Zeitung
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeBayerisches Landesamt für Statistik
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:46:16–00:47:08

Das ist richtig mit Einordnung. Der Doppelhaushalt 2026/2027 nennt eine Investitionsquote von 17,1 Prozent und keine neue Kreditaufnahme.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Wir haben eine Investitionsquote von 17 Prozent im Bayerischen Haushalt ohne Schulden, die wir machen trotz Länderfinanzausgleich.
Einordnung

Die Bayerische Staatsregierung nennt für den Doppelhaushalt 2026/2027 eine Investitionsquote von 17,1 Prozent und erklärt, dass keine neuen Kredite aufgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass der Freistaat schuldenfrei ist, sondern dass der Haushalt ohne zusätzliche Nettokreditaufnahme geplant ist.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerische Staatsregierung
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:18:37–00:19:28

Das ist im Kern richtig. Die Hightech Agenda wurde zunächst mit mehr als sechs Milliarden Euro beziffert und später auf rund sieben Milliarden Euro erweitert. TUM und LMU waren im Times-Higher-Education-Ranking 2026 die bestplatzierten Hochschulen der EU.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Wir haben in den letzten sechs, acht Jahren sechs Milliarden Euro ... für den Bereich Hightech entwickelt. Und wir haben heute die zwei besten Unis der Europäischen Union bei uns.
Einordnung

Die Staatsregierung bezifferte die Hightech Agenda Bayern zunächst auf mehr als sechs Milliarden Euro und später einschließlich weiterer Mittel auf rund sieben Milliarden Euro. Im Times-Higher-Education-Ranking 2026 belegten TUM und LMU die besten Plätze unter Hochschulen mit Sitz in der EU. Andere Rankings können zu anderen Reihenfolgen kommen.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerische Staatsregierung
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeBayerische Staatsregierung
    Abgerufen 21.06.2026
  3. SonstigeTimes Higher Education
    Abgerufen 21.06.2026
  4. SonstigeTimes Higher Education
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:08:30–01:09:21

Die aktuelle Quote ist belegt. Die konkrete 50-Prozent-Prognose für 2038 wird von der geprüften DAK-Studie jedoch nicht gestützt; sie projiziert rund 43 Prozent bis 2035.

Teilweise richtig
Originalauszug
37 Prozent aller, die in den Pflegeheimen sind, sind inzwischen schon auf Sozialhilfe angewiesen. Man sagt, das ist bald 2038 mehr als die Hälfte.
Einordnung

Eine DAK-Studie nennt für 2026 eine Sozialhilfequote von 37 Prozent unter Pflegeheimbewohnern. Ohne Reformen erwartet sie rund 43 Prozent bis 2035. Für mehr als 50 Prozent bis 2038 wurde in den geprüften Quellen kein belastbarer Beleg gefunden.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDAK-Gesundheit
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:08:30–01:09:21

Das ist richtig für anspruchsberechtigte erwachsene Personen in stationären Einrichtungen. Der Barbetrag beträgt 2026 mindestens 152,01 Euro monatlich.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Der Mann ... bekommt 152 Euro Taschengeld.
Einordnung

Der Barbetrag zur persönlichen Verfügung für erwachsene Sozialhilfeempfänger in stationären Einrichtungen beträgt 2026 mindestens 152,01 Euro monatlich. Der Betrag gilt nicht automatisch für jeden Pflegeheimbewohner, sondern im Rahmen der Sozialhilfe nach dem SGB XII.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeThüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:09:21–01:10:11

Das ist richtig, aber es handelt sich um 500 Euro pro Pflegejahr und nicht pro Monat. Voraussetzung sind mindestens Pflegegrad 2 und Hauptwohnsitz in Bayern.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Wir haben in Bayern noch so Dinge wie Pflegegeld ... auch wenn 500 Euro allein nicht dazu führen, dass ich die Lage ... komplett entlaste.
Einordnung

Das Bayerische Landesamt für Pflege nennt 500 Euro Landespflegegeld je Pflegejahr. Anspruch haben grundsätzlich Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnsitz in Bayern. Der Betrag wurde ab dem Pflegegeldjahr 2026 auf 500 Euro festgelegt.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerisches Landesamt für Pflege
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeBayernPortal
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:13:01–01:13:47

Das ist richtig wiedergegeben. Einordnung nötig ist, dass der Wirtschaftsrat ein eigenständiger Wirtschaftsverband und kein offizielles Parteigremium der CDU ist.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Zu einer grundlegenden Neuausrichtung ... gehört, kostspielige Leistungsausweitungen wie Grundrente, Mütterrente und Rente mit 63 wieder abzuschaffen und das Renteneintrittsalter ... an die steigende Lebenserwartung zu koppeln.
Einordnung

Der Wirtschaftsrat veröffentlichte die entsprechende Forderung wörtlich. Steiger ist Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU e. V. Dieser Verband steht der Union nahe, ist aber organisatorisch kein offizieller Parteiverband der CDU.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeWirtschaftsrat der CDU e. V.
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeDIE ZEIT
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:13:01–01:14:18

Das Zitat ist richtig. Es bezieht sich auf zusätzliche Leistungen und ist nicht automatisch eine Forderung nach vollständiger Abschaffung der bereits bestehenden Mütterrente.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Aufgrund der Wirtschaftslage ist klar: Wir werden diesen Gruppen nicht zusätzlich Wohltaten wie Mütterrente oder eine geringere Mehrwertsteuer anbieten können.
Einordnung

Der Pfingstbrief enthält die zitierte Passage. Der Text kritisiert zusätzliche finanzielle Versprechen. Daraus folgt nicht zwingend, dass Weber alle bestehenden Mütterrentenleistungen abschaffen wollte.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeManfred Weber / EVP-Fraktion
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:14:18–01:15:08

Das ist richtig. Für vor 1992 geborene Kinder soll die anrechenbare Kindererziehungszeit von zweieinhalb auf drei Jahre steigen.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Es ist jetzt die Mütterrente III ... für Frauen, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben.
Einordnung

Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, dass mit der Mütterrente III für vor 1992 geborene Kinder künftig drei statt zweieinhalb Jahre Kindererziehungszeit berücksichtigt werden. Rechtlich können auch Väter oder andere erziehende Elternteile anspruchsberechtigt sein; die Leistung ist nicht ausschließlich eine Frauenleistung.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDeutsche Rentenversicherung
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:21:14–01:22:04

Das ist richtig. Der zusätzliche halbe Entgeltpunkt je Kind ergibt beim Rentenwert ab Juli 2026 rund 21,26 Euro monatlich; bei drei Kindern sind das rund 765 Euro brutto jährlich.

Richtig
Originalauszug
Was gibt es so im Jahr bei drei Kindern? ... Sind über 700 Euro.
Einordnung

Die Mütterrente III erhöht die Anrechnung für vor 1992 geborene Kinder um einen halben Entgeltpunkt. Beim aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro ab Juli 2026 entspricht das 21,26 Euro brutto monatlich je Kind. Drei Kinder ergeben 63,78 Euro monatlich beziehungsweise 765,36 Euro im Jahr.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDeutsche Rentenversicherung
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeDeutsche Rentenversicherung
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:18:35–01:19:18

Das ist nur bei breiter Definition teilweise richtig. Rund 51 Milliarden Euro betreffen 2026 das gesamte System der Grundsicherung für Arbeitsuchende; die eigentliche Bürgergeld-Geldleistung liegt bei rund 28 Milliarden Euro. Migrationsbezogene Bundesausgaben lagen 2025 bei rund 24,8 Milliarden Euro, in früheren Jahren nahe 30 Milliarden.

Teilweise richtig
Originalauszug
Wir geben 50 Milliarden für Bürgergeld aus. Wir haben bis zu 30 Milliarden für Migrationskosten.
Einordnung

Der Bundeshaushalt 2026 veranschlagt rund 51,0 Milliarden Euro für die Grundsicherung für Arbeitsuchende insgesamt. Davon entfallen rund 28,1 Milliarden Euro auf Bürgergeldzahlungen und weitere Mittel unter anderem auf Unterkunft, Verwaltung und Eingliederung. Die Bundesregierung bezifferte migrationsbezogene Bundesausgaben für 2025 auf rund 24,8 Milliarden Euro; 2023 lagen sie bei rund 29,6 Milliarden Euro.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDeutscher Bundestag
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeDeutscher Bundestag
    Abgerufen 21.06.2026
  3. SonstigeBundeszentrale für politische Bildung
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:32:59–01:34:14

Das ist richtig. Die erforderliche Verfassungsänderung erhielt im Landtag jedoch nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit.

Überwiegend richtig
Originalauszug
In Ihrer Anfangsphase als Ministerpräsident 2018 ... haben Sie sich sehr für eine Amtszeitbeschränkung eingesetzt und gesagt: zehn Jahre.
Einordnung

Söder kündigte 2018 an, die Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten auf zehn Jahre begrenzen zu wollen. Ein entsprechender CSU-Vorstoß scheiterte im Landtag an der nötigen Zweidrittelmehrheit. Später erklärte Söder, auch über 2028 hinaus antreten zu können.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeDIE ZEIT
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeHandelsblatt
    Abgerufen 21.06.2026
  3. Sonstigetagesschau.de
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:27:55–01:28:14

Das ist falsch bezeichnet. 2018 erreichte die CSU bei der bayerischen Landtagswahl 37,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 kam sie in Bayern auf 38,8 Prozent.

Falsch
Originalauszug
Ergebnis 2018, das ist das Ergebnis der CSU bei der Bundestagswahl: 37 Prozent.
Einordnung

2018 fand in Bayern keine Bundestagswahl, sondern die Landtagswahl statt. Dort erzielte die CSU 37,2 Prozent. Das vorausgehende Bundestagswahlergebnis 2017 betrug für die CSU in Bayern 38,8 Prozent.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerisches Landesamt für Statistik
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeBayerisches Landesamt für Statistik
    Abgerufen 21.06.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:09:27–00:10:16

Die Größenordnung ist als Gesamtbestand plausibel, die offizielle Zielzahl lautete jedoch 1.000 bis 1.500 zusätzliche Windenergieanlagen bis 2021.

Überwiegend richtig
Originalauszug
Damals übrigens mit fast 2.000 Windrädern in der Planung.
Einordnung

Das bayerische Energiekonzept von 2011 sah 1.000 bis 1.500 zusätzliche Windenergieanlagen bis 2021 vor. In zeitgenössischen Planungsunterlagen wurden zugleich rund 684 bestehende beziehungsweise projektierte Anlagen genannt. Zusammen ergibt sich eine Größenordnung von etwa 1.700 bis 2.200 Anlagen.

Quellen zu dieser Aussage
  1. SonstigeBayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
    Abgerufen 21.06.2026
  2. SonstigeStadt Augsburg
    Abgerufen 21.06.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung vorbereitet. Die finale Prüfung, Bewertung und Veröffentlichung erfolgt redaktionell.

Trotz sorgfältiger Bearbeitung können Fehler oder Auslassungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Maßgeblich bleiben das Originalvideo und die verlinkten Quellen.

Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und sorgfältiger Quellenprüfung, jedoch ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Gesamtfazit

Die meisten konkreten Zahlen im Gespräch haben einen realen Kern. Richtig sind die Bundestagswahlergebnisse, die Investitionsquote des bayerischen Doppelhaushalts, Landespflegegeld und Mütterrente III sowie Söders frühere Forderung nach zehn Jahren Amtszeit. Teilweise irreführend oder ungenau sind die Darstellung eines nahezu unveränderten CSU-Kommunalwahlergebnisses, die Prognose von mehr als 50 Prozent Sozialhilfebezug in Pflegeheimen bis 2038, die Kurzformel von 50 Milliarden Euro Bürgergeld und 30 Milliarden Euro Migration sowie die Bezeichnung des CSU-Ergebnisses von 2018 als Bundestagswahlergebnis.