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Wirtschaft & Finanzen

TelDaFax: Wie Vorkasse ein Verlustgeschäft verdeckte

Die Handelsblatt-Rekonstruktion zeigt ein Unternehmen, das mit Billigstrom, Prominentenwerbung und immer neuen Vorauszahlungen wuchs. Die entscheidenden Zahlen halten der Prüfung weitgehend stand.

Stromzähler, Vorkasseunterlagen, Warnleuchte, Münzen und zerbrochenes Sparschwein neben einer Schutz-Checkliste.
KI-GENERIERT – Symbolbild zur Teldafax-Pleite, Vorkasse und den Warnzeichen für Verbraucher.

Kurzfazit

TelDaFax nahm früh mehr als 250 Millionen Euro Vorkasse ein, obwohl später höchstens ein Drittel der Verträge als kostendeckend galt. 2011 folgte der Insolvenzantrag mit 656 Millionen Euro Forderungen. Die Geschichte ist gut dokumentiert; einige spektakuläre Detailbeträge stammen jedoch aus internen Akten und müssen entsprechend gekennzeichnet werden.

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TelDaFax versprach günstigen Strom, verlangte häufig Vorkasse und kaufte sich mit Bayer 04 und „Wetten, dass..?“ enorme Sichtbarkeit. Handelsblatt Crime erzählt daraus eine Geschichte über prominentes Vertrauen und verdrängte Warnsignale. Der Kern hält der Prüfung stand: Das Unternehmen wuchs rasant, viele Verträge deckten die Kosten nicht, und neue Vorauszahlungen hielten das System länger liquide. Bei einzelnen Millionenbeträgen muss aber klar bleiben, ob sie aus öffentlichen Entscheidungen oder internem Aktenmaterial stammen.

Die Vorgeschichte des Gründers

Urteil: richtig. Michael Josten war vor seinem TelDaFax-Einstieg im Umfeld der Firma Secur in 176 Fällen verurteilt worden und erhielt zweieinhalb Jahre Haft. Die Handelsblatt-Rekonstruktion stützt sich dafür auf Straf- und Firmenakten. Diese Vorgeschichte ist ein relevantes Warnsignal, ersetzt aber keinen Beweis für spätere Taten. Auch die Verantwortlichkeit anderer Manager muss für jeden Zeitraum getrennt beurteilt werden.

Urteil: überwiegend richtig. Der Podcast schildert, Josten habe sich zunächst dem Strafantritt entzogen, sei in der Schweiz festgesetzt und gegen 800.000 Franken Kaution freigelassen worden. Die Abfolge folgt den ausgewerteten Akten. Weniger eindeutig ist die Herkunft der Kaution. Verbindungen zum Debi-Select-Umfeld sind Indizien, aber kein automatischer Nachweis, dass Josten persönlich Anlegergeld veruntreute. Diese Grenze zwischen belegtem Vorgang und rechtlicher Bewertung ist wichtig.

400.000 Verträge, eine Viertelmilliarde Vorkasse

Urteil: überwiegend richtig. Ende 2007 soll TelDaFax bereits etwa 400.000 Stromverträge gehalten und binnen zwölf Monaten mehr als 250 Millionen Euro Vorauszahlungen vereinnahmt haben. Die Größenordnung stammt aus internen Unterlagen und passt zum dokumentierten Wachstum. Sie beschreibt allerdings keinen Gewinn. Vorkasse ist wirtschaftlich eine Verpflichtung: Das Unternehmen erhält Geld heute, muss dafür später Strom liefern. Genau darin lag das Risiko für Kunden.

Die Bundesnetzagentur warnt bis heute, dass Vorauszahlungen bei einer Lieferanteninsolvenz regelmäßig nur als Insolvenzforderung übrig bleiben. Ein hoher Rabatt ist deshalb eine Risikoprämie. Verbraucher finanzieren den Anbieter und verlieren zugleich den Schutz kurzer monatlicher Abschläge.

Nur ein Drittel kostendeckend

Urteil: richtig. Der spätere Insolvenzverwalter kam laut den ausgewerteten Unterlagen zu dem Ergebnis, dass höchstens ein Drittel der Kundenverträge kostendeckend war. Zwei Drittel verursachten Verluste. Damit konnte starkes Wachstum die strukturelle Schieflage nicht heilen. Jeder neue Vertrag brachte zwar zunächst Liquidität, erzeugte aber eine künftige Lieferpflicht. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Cashflow und Ertrag.

Urteil: im Kern richtig. Das Modell war auf fortgesetztes Wachstum und einen späteren Verkauf ausgerichtet. Umgangssprachlich liegt der Vergleich mit einem Schneeballsystem nahe, juristisch ist er aber heikel. TelDaFax lieferte tatsächlich Strom und war kein reines Anlageprogramm. Die Ähnlichkeit liegt in der Liquiditätslogik: Neue Einzahlungen halfen, alte Verpflichtungen zu bedienen. Sobald Wachstum oder Vorauszahlung stockten, wurde die Lücke sichtbar.

Vertrauen durch Fußball und Fernsehen

Urteil: richtig. Das Sponsoring von Bayer Leverkusen kostete ungefähr sechs Millionen Euro im Jahr. Im Sommer 2009 blieb nach Aktenlage eine Rate von 3,8 Millionen Euro offen. Später zahlte der Verein nach einem Vergleich 10,9 Millionen Euro plus Zinsen an die Insolvenzmasse. Das beweist keine unzulässige Werbung. Die Rückzahlung folgte den besonderen Regeln der Insolvenzanfechtung, die Gläubigergleichbehandlung sichern sollen.

Urteil: richtig. Ein Vertrag mit Dolce Media sah zunächst 1,5 Millionen Euro für sechs Ausgaben von „Wetten, dass..?“ vor. Zeitgenössische Berichte beschreiben detaillierte Wünsche zur Platzierung; später wurde der Betrag offenbar auf ungefähr eine Million reduziert. Der Tagesspiegel dokumentierte den Vorgang. Für TelDaFax war die Wirkung zentral: Bekanntheit und Fernsehpräsenz konnten wirtschaftliche Solidität suggerieren, die intern längst fraglich war.

Debi Select und die Grenze öffentlicher Belege

Urteil: überwiegend richtig. Laut Handelsblatt-Unterlagen sammelte Debi Select bei rund 9.200 Anlegern 115 Millionen Euro ein; mindestens 23 Millionen sollen an TelDaFax geflossen sein. Die Zahlen beruhen auf der Auswertung von Fonds-, Bank- und Ermittlungsakten, sind in frei zugänglichen Primärdokumenten aber nicht vollständig nachrechenbar. Der Artikel muss deshalb zwischen identifizierten Transfers und ihrer rechtlichen Einordnung unterscheiden. Darlehen, Beteiligungen und zweckwidrige Verwendung sind nicht dasselbe.

Warum Behördenwissen nicht automatisch Eingriffsmacht bedeutet

Urteil: Kontext fehlt. Mehrere Stellen kannten schon 2008 oder 2009 offene Zahlungen und andere Warnsignale. Daraus folgt nicht, dass eine einzelne Behörde TelDaFax unmittelbar hätte schließen können. Netzbetreiber, Hauptzollamt, Finanzverwaltung und Bundesnetzagentur hatten unterschiedliche Aufgaben und Informationsstände. Die heutige Verbraucherinformation erklärt, dass bei einer Lieferantenpleite die Ersatzversorgung greift, die Behörde aber weder Vorauszahlungen garantiert noch jedes Geschäftsmodell wirtschaftlich genehmigt.

Spätestens 2009 war die Krise intern greifbar

Urteil: richtig im Kern. Insolvenz- und Strafverfahren gingen davon aus, dass TelDaFax spätestens 2009 zahlungsunfähig war. Der Podcast nennt eine interne Liquiditätslücke von 54 Millionen Euro und schildert, der Finanzchef habe einen Insolvenzantrag für den 27. Oktober vorbereitet, sei am Vortag aber entlassen worden. Diese Chronologie stützt den Vorwurf der verspäteten Antragstellung. Die genaue strafrechtliche Zurechnung an einzelne Vorstände blieb dennoch Gegenstand des außergewöhnlich langen Verfahrens.

Urteil: richtig laut Unternehmensunterlagen. Selbst nach kritischer Berichterstattung im Herbst 2010 soll TelDaFax im Oktober, November und Dezember jeweils ungefähr 50.000 neue Kunden gewonnen haben. Vertragsabschlüsse sind nicht zwingend identisch mit Lieferstarts oder dauerhaft aktiven Kunden. Der Trend zeigt aber, wie stark niedrige Preise und Markenwerbung wirkten. Neue Vorkasse brachte noch einmal Geld, während nicht kostendeckende Verträge die künftigen Verpflichtungen vergrößerten.

Insolvenzantrag und 656 Millionen Euro Forderungen

Urteil: richtig. TelDaFax stellte am 14. Juni 2011 Insolvenzantrag. Die im Podcast genannten 656 Millionen Euro sind als Gesamtforderung der Gläubiger dokumentiert. Das ist nicht automatisch der endgültige Verlust: Forderungen werden geprüft, bestritten oder teilweise befriedigt. Auch die Zahl der Betroffenen variiert je nach Abgrenzung. Die aktuelle Seite des Insolvenzverwalters nennt mehr als 500.000 registrierte Forderungen; ältere Berichte sprachen von bis zu 750.000 angeschriebenen Kunden und Gläubigern.

Rückforderungen sind kein nachträgliches Schuldspruchsystem

Urteil: richtig. Der Verwalter holte Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe in die Masse zurück. Dazu gehörten Vergleiche mit Bayer und Forderungen gegen Behörden oder Energiekonzerne. Grundlage sind die Regeln der Insolvenzordnung. Eine erfolgreiche Anfechtung bedeutet nicht automatisch, dass der Empfänger Teil eines Betrugs war. Sie soll verhindern, dass einzelne Gläubiger kurz vor der Verfahrenseröffnung zulasten aller anderen bevorzugt werden.

Warum die strafrechtliche Bilanz so klein wirkt

Urteil: richtig. Ein Teil des Prozesses musste wegen einer fehlerhaft eingerichteten Kammer neu beginnen. Das Verfahren gegen Michael Josten wurde im November 2016 gegen 20.000 Euro Geldauflage eingestellt. Klaus Bath und Gernot Koch erhielten 2017 Bewährungsstrafen von 16 und elf Monaten. JUVE beschreibt mehr als hundert Verhandlungstage. Eine Einstellung ist kein Freispruch, aber ebenso wenig eine Verurteilung wegen der ursprünglichen gesamten Anklage.

Auch 2026 noch kein endgültiger Schlussstrich

Urteil: richtig. Die Insolvenzverwaltung meldet weiterhin laufende Verwertung. Eine belastbare Quote könne erst nach deren Abschluss berechnet werden. Der Podcast darf deshalb sagen, der Komplex sei noch nicht beendet. Falsch wäre nur die weitergehende Gewissheit, Kunden erhielten endgültig nichts. Ob, wann und in welcher Höhe eine Ausschüttung erfolgt, ist offen. Die lange Dauer zeigt zugleich, wie aufwendig Rückforderungen und die Prüfung hunderttausender Ansprüche sind.

Welche Warnsignale Verbraucher erkennen konnten

Der Fall zeigt, warum nicht nur der niedrigste Jahrespreis zählt. Hohe Vorkasse, außergewöhnliche Boni, häufige Tarifwechsel, plötzlich geänderte Zahlungswege und öffentliche Berichte über offene Netzentgelte ergeben gemeinsam ein Risikobild. Kein einzelnes Merkmal beweist eine bevorstehende Pleite. Je mehr davon zusammentreffen, desto weniger sollte ein Haushalt dem Anbieter für ein ganzes Jahr Kredit geben. Monatliche Abschläge begrenzen das Verlustrisiko; Preisvergleich und Vertragslaufzeit müssen zusammen betrachtet werden.

Was Aufsicht aus dem Fall lernen kann

TelDaFax war kein Problem fehlender Einzelinformationen, sondern ihrer Verteilung. Netzbetreiber sahen Zahlungsrückstände, Steuerbehörden kannten Abgaben, Verbraucherschützer beobachteten Beschwerden und Ermittler prüften andere Geldflüsse. Ein belastbares Frühwarnsystem müsste rechtssichere Signale bündeln, Zuständigkeiten festlegen und abgestufte Reaktionen ermöglichen, ohne jedes junge Billigangebot zu blockieren. Ebenso wichtig ist klare Kundeninformation: Ersatzversorgung hält den Stromfluss aufrecht, ersetzt aber keine verlorene Vorauszahlung. Wettbewerb funktioniert nur, wenn der Preis das übernommene Insolvenzrisiko nicht verdeckt.

Gesamturteil

Handelsblatt Crime erklärt die TelDaFax-Mechanik überzeugend: Ein niedriger Tarif machte Verlust, Vorkasse brachte sofort Geld, und prominente Werbung hielt das Wachstum in Gang. Die meisten Schlüsseldaten sind durch Verwalter-, Gerichts- oder zeitgenössische Quellen gestützt. Wo Zahlen nur aus internem Aktenmaterial stammen, muss diese Herkunft sichtbar bleiben. Die wichtigste Lehre ist zeitlos: Hohe Vorauszahlung verwandelt einen vermeintlichen Rabatt in ein Kredit- und Insolvenzrisiko des Kunden.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:14–00:01:31

Michael Josten war vor seinem Einstieg bei TelDaFax in 176 Fällen wegen Betrugs verurteilt worden.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
fröhlichen Werbespot, hinter einfach günstigerem Strom, da steht ein Mann, der schon wegen 176fachen [musik] Betrugs verurteilt ist, als er Telfax gerade noch führt. Das ist ein Mann, [musik] der sich der Haft entzieht, der sich in die Schweiz absetzt, der später zwar im Gefängnis sitzt, aber trotzdem Einfluss auf ein Unternehmen mit
Einordnung

Die frühere Verurteilung ist in den vom Podcast ausgewerteten Straf- und Firmenakten dokumentiert und wird in der aktuellen Handelsblatt-Rekonstruktion ausdrücklich benannt. Josten erhielt im Zusammenhang mit der Firma Secur eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Für die TelDaFax-Geschichte ist das relevant, beweist aber allein weder eine spätere Tat noch die Verantwortung anderer Vorstände; diese muss jeweils separat belegt werden.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeStaatsanwaltschaft Bonn
    Abgerufen 23.08.2026
  3. MediumHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:14:48–00:15:40

Josten entzog sich zunächst dem Strafantritt, wurde in der Schweiz festgesetzt und gegen 800.000 Franken Kaution freigelassen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Schweiz. Das ist ja echt der Wahnsinn, wie sowas geht und na ja, dann ist er halt verurteilt, aber kann einfach verschwinden und dann lebt er da einfach seelenruhig in der Schweiz oder wie? Und am Strich ja, also meldet sich in Landzf ab, meldet sich in Berlin weiß nicht richtig an. Jedenfalls findet der Postbote ihn nicht und die zuteigen Stellen, also das nötige Dokument wird erst einfach nicht zugestellt und diese Zeit, die er da gewinnt, die nutzt er zum Umzug in die Schweiz dann vergehen fast zwei Jahre. Also zeitlich sind wir jetzt im März 2009, da gibt es dann internationalen Haftbefehl und im Mai 2009 kommt Herr Josten dann auch in die Schweiz in Auslieferungshaft. Und bleibt er dann da erstmal oder wird er dann zurück nach Deutschland? überwiesen. Erstmal möchte er nicht da bleiben. Er zahlt jedenfalls 800. 000 Franken, Schweizer Frankenkaution. Und das ist auch wieder so ein Detail,
Einordnung

Die Abfolge aus Abmeldung, Schweizer Festnahme, Auslieferungsverfahren und hoher Kaution folgt den im Podcast zitierten Akten. Die Höhe von 800.000 Franken ist dort konkret belegt, in frei zugänglichen Behördenmitteilungen aber nur eingeschränkt nachvollziehbar. Vorsicht ist bei der Herkunft des Kautionsgeldes nötig: Verbindungen zu Debi-Select-Mitteln sind ein Indizienkomplex, kein automatisch rechtskräftiger Nachweis persönlicher Veruntreuung durch Josten.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeStaatsanwaltschaft Bonn
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeJUVE
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:19:49–00:20:01

TelDaFax verfügte Ende 2007 über rund 400.000 Stromverträge und nahm binnen zwölf Monaten mehr als 250 Millionen Euro Vorkasse ein.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
schnell, ne, Jürgen? Ja, wirklich sehr schnell. Also Ende 2007 hat Helderfx schon 400. 000 Stromverträge gehabt. Also in nur 12 Monaten allein hat das Unternehmen mehr als eine viertel Milliarde Euro an Vorkasse kassiert. Also wirklich richtig schnell richtig viel Geld gemacht.
Einordnung

Die Größenordnungen stammen aus der Handelsblatt-Auswertung interner Unterlagen und passen zum dokumentierten rasanten Kundenwachstum des Anbieters. Öffentliche Insolvenzquellen bestätigen hunderttausende Kunden, führen diese frühe Zwölfmonatsrechnung aber nicht immer separat aus. Der Betrag beschreibt zudem vereinnahmte Vorauszahlungen, nicht Gewinn oder frei verfügbares Vermögen. Ein erheblicher Teil musste künftige Energielieferungen finanzieren und war damit wirtschaftlich gebunden und gegenüber den Kunden geschuldet.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeVerivox
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:20:48–00:21:09

Nach späterer Prüfung war höchstens ein Drittel der TelDaFax-Verträge kostendeckend.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
sondern als Bedingung fürs Überleben. Genau. Uns lag später mal Gutachten vor, indem das Prinzip sogar offen beschrieben worden ist. äh wie dieser neue Billiktarif, den Tellerfax damals geplant hat, funktionieren sollte. Darin stand ganz klar, dass die Geschäftsführung in Kauf nimmt, dass der Tarif voraussedlich nicht kostende ist. Der Insolvenzverwalt hat später mal festgestellt, dass maximal ein Drittel der Kundenverträge kostendeckend war. Zwei Drittel waren defizitär.
Einordnung

Die Quote wird dem Insolvenzverwalter zugeschrieben und erklärt die Grundschwäche des Geschäftsmodells. Wer Strom dauerhaft unter Beschaffungs- und Vertriebskosten verkauft, erzeugt mit jedem zusätzlichen Vertrag keine Sanierung, sondern weiteren Finanzierungsbedarf. Vorkasse verschiebt den Liquiditätsengpass lediglich in die Zukunft. Die Aussage betrifft Vertragskalkulationen, nicht zwingend jede einzelne Kundenbeziehung; unterschiedliche Laufzeiten, Boni und Einkaufspreise konnten Ergebnisse abweichend beeinflussen.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  3. MediumHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:21:10–00:21:37

Das Verlustmodell benötigte fortlaufendes Wachstum und sollte durch einen späteren Unternehmensverkauf aufgelöst werden.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Zwei Drittel waren defizitär. Okay, dann ist damit ja aber auch klar, warum Telerf so viel Werbung machen musste, weil die brauchten ja immer wieder neue Kunden, um die alten Löcher zu schließen. Genau. Das ist dann ein irrer Wettlauf. Und natürlich fragt sich der Hörer jetzt wahrscheinlich, ja, aber warum macht man dann sowas überhaupt, ne? Also was ist das Ziel? Und das Ziel, das haben wir dann auch mitbekommen, war offenbar Telterdaf zu verkaufen. Also, wenn du sozusagen eine Fassade aufbauen kannst und sagst, ich habe hier 100. 000 von
Einordnung

Interne Unterlagen und die spätere Insolvenzrekonstruktion stützen den Befund, dass neue Vorauszahlungen laufende Löcher deckten und Wachstum zur Liquiditätsbedingung wurde. Ein erhoffter Verkauf kann dabei als Exit-Strategie gedient haben. Das Wort Schneeballsystem sollte dennoch nur rechtlich vorsichtig verwendet werden: TelDaFax lieferte real Strom und war kein reines Anlagekonstrukt, auch wenn die Zahlungslogik strukturell ähnliche Risiken erzeugte.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  3. PrimärquelleHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:25:09–00:25:23

Das Bayer-04-Sponsoring kostete etwa sechs Millionen Euro jährlich; 2009 blieb eine Rate von 3,8 Millionen offen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
kritisch geworden. Haben Zahlungen gestockt und eben halt auch an Bayer 04. Das heißt, Bayer 04 hat das im eigenen Geschäft praktisch erlebt. So am 10. Juli 2009, das wissen wir aus Unterlagen, ist TFX Bayer eine Rate von 3,8 Millionen Euro schuldig geblieben. Das passt natürlich überhaupt nicht zu
Einordnung

Die Beträge sind durch Vertrags- und Insolvenzunterlagen sowie den späteren Vergleich mit Bayer Leverkusen gestützt. Der Verein zahlte nach einer Anfechtung 10,9 Millionen Euro plus Zinsen an die Masse zurück. Das bedeutet nicht, dass Sponsoring an sich unzulässig war. Entscheidend war, ob Zahlungen in der Krise Gläubiger benachteiligten und deshalb nach Insolvenzrecht anfechtbar waren; darüber wurde verglichen.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. Sonstigetz
    Abgerufen 23.08.2026
  3. GesetzBundesministerium der Justiz
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:27:08–00:27:36

Ein Vertrag sah 1,5 Millionen Euro für Produktplatzierungen in sechs Ausgaben von Wetten, dass..? vor.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
das sechs Sendungen haben wird, in denen Telterfax eine Rolle spielt. Der Vertrag regelt also erstens mal, dass 1,5 Millionen Euro dafür fließen. Und das ist jetzt interessant, das wird später auch noch zu sehr, sehr vielen Fragen führen. Diese 1,5 Millionen Euro fließen nicht ans ZDF, woher weiten das dann erscheint, ne? Die fließen halt an diese Gottschalk Firma. Ah, Ah, Ah, und in dem Vertrag steht nicht nur, dass 1,5 Millionen Euro fließen sollen, sondern auch was Telfach dafür bekommt, ne? Da steht ganz explizit drin, was der
Einordnung

Zeitgenössische Berichte bestätigen den Vertrag mit Dolce Media über zunächst 1,5 Millionen Euro für sechs Sendungen, inklusive detaillierter Platzierungswünsche. Später soll die Vergütung auf rund eine Million Euro reduziert worden sein. Der Vorgang zeigt aggressive Markenbildung, nicht automatisch einen Rechtsverstoß des Senders oder Moderators. Für die Insolvenzfrage ist relevant, ob und wann Zahlungen trotz erkannter Zahlungsunfähigkeit erfolgten.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. MediumTagesspiegel
    Abgerufen 23.08.2026
  3. MediumSüddeutsche Zeitung
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:33:20–00:33:42

Debi Select sammelte bei 9.200 Anlegern 115 Millionen Euro ein; mindestens 23 Millionen flossen an TelDaFax.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
richtig große Sicherheit versprochen und vor allem 8,25% Rendite. Das klingt ja jetzt schon mal ziemlich gut. 8,25% äh ziemlich attraktiv oder? Ja, wobei tatsächlich sind halt 23 Millionen Euro, mindestens 23 Millionen Euro aus diesem Fo direkt an Telfax geflossen. geflossen. geflossen. Genau. Und warum warum ist das so? DB Select, da war halt Geld da, ne? Also da haben 9200 Anleger, ich glaube 115
Einordnung

Die Zahlen folgen der Handelsblatt-Rekonstruktion von Fonds-, Bank- und Ermittlungsunterlagen. Sie beschreiben aggregierte Anlegergelder und identifizierte Transfers, nicht zwingend einen einzigen direkten Zahlungsvorgang. Für die rechtliche Bewertung muss zudem zwischen Darlehen, Beteiligungen, Zwischenkonten und möglicherweise zweckwidriger Verwendung unterschieden werden. Weil öffentlich zugängliche Primärunterlagen lückenhaft sind, sollte der Artikel die Angaben klar dem Aktenmaterial des Podcasts zuschreiben.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeStaatsanwaltschaft Bonn
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeJUVE
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:35:40–00:36:17

Behörden erkannten frühe Warnsignale, stoppten das Unternehmen aber nicht rechtzeitig.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Kontext fehlt
Originalauszug
Geburtstag. Die war im Juni 2009. Äh, und da hatten man auf dem Parkplatz der Zentrale gegrillt. Würstchen wirten aufgelegt und ähm die Feier wurde gestört, weil plötzlich die Wirtschaftsprüfer rauskamen und gesagt haben, wir müssen dringend sprechen. Oh Gott. Okay. So ein Geburtstag möchte ich mir aber nicht vorstellen. Was haben die denn da gesagt, die Wirtschaftsprüfer? Äh ziemlich drastische Worte. Die haben gesagt, dass der Bestand von Telterfx gefährdet ist und äh einen Tag später gab es dann tatsächlich auch eine Sondersitzung des Vorstands. Genau. Also Juni 29, also genau zu der Zeit, als die Goldschabrüder da ihren Vertrag mit dem ZDF machen, also Sondersitzung, Existenz, Gefährdung, all das steht im Raum. Und bei dieser Vorstandssitzung, dieser Sondersitzung
Einordnung

Netzentgelt- und Steuerprobleme waren verschiedenen Stellen bekannt, und 2009 gab es öffentliche Warnungen. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine einzelne Behörde TelDaFax ohne Weiteres hätte schließen können. Bundesnetzagentur, Hauptzollamt, Finanzbehörden und Netzbetreiber hatten unterschiedliche Zuständigkeiten und Informationsstände. Die heutige Bundesnetzagentur erklärt zudem ausdrücklich, dass sie bei Lieferanteninsolvenzen weder Entschädigung garantiert noch jedes Geschäftsmodell vorab wirtschaftlich genehmigt.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeBund der Energieverbraucher
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:40:48–00:41:31

Im Sommer 2009 war eine erhebliche Liquiditätslücke bekannt; ein geplanter Insolvenzantrag wurde nach Entlassung des Finanzchefs nicht gestellt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
um 9 Uhr an und die Fragen sollten bis 10 beantwortet werden und dann kommt mitten in unserer Konferenz kommt die Antwort. Ja, lieber Eversen, wir werden natürlich lieber Flauger, wir natürlich wollen wir ihre Fragen beantworten, aber das ist uns so wichtig, das möchten wir im persönlichen Gespräch machen. So und dann, das weiß ich auch noch ganz genau, da hat der damalige Chefredakteur gesagt, na ja, wenn die mit uns sprechen wollen, dann sollen sie halt herkommen, ne? Die waren ja in Trostdorf, das war der Sitz von Telterfax, also wie viel zwei Stunden ungefähr. Und dann haben wir denen geschrieben, ja, dann kommen sie jetzt bitte. Dann sind die auch gekommen. gekommen. gekommen. Dann sind die tatsächlich gekommen. Das hat ein bisschen länger gedauert als zwei Stunden. Die mussten sich wohl auch erstmal zusammenraufen. Es kam dann also um 15 Uhr kamen die an, aber nicht nicht ein oder zwei, da kam eine ganze Delegation, also Vorstand und Sprecher und Manager und wir haben dann
Einordnung

Strafverfahren und Insolvenzunterlagen gingen davon aus, dass TelDaFax spätestens 2009 zahlungsunfähig war. Der Podcast datiert eine interne 54-Millionen-Lücke und schildert, der Finanzchef habe für den 27. Oktober einen Antrag vorbereitet, sei aber am Vortag entlassen worden. Das stützt den Vorwurf verspäteter Antragstellung. Die exakte Schadenswirkung einzelner Vorstandshandlungen und ihr jeweiliger Vorsatz blieben jedoch Gegenstand des langwierigen und mehrfach veränderten Strafverfahrens.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeStaatsanwaltschaft Bonn
    Abgerufen 23.08.2026
  3. Primärquellen-tv
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:43:50–00:44:18

Nach einem kritischen Handelsblatt-Bericht gewann TelDaFax Ende 2010 weiterhin etwa 50.000 Neukunden pro Monat.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Es passiert was. Wir haben sogar damals, weiß ich noch, eine Volontärein nach Trostdorf zu Telterfax geschickt. Die hätte er uns anrufen sollen, wenn die Polizei kommt. Und ist sie gekommen? Nee, jetzt wird's wieder richtig absurd. Also die Volontärin stand da glaube ich um 7 Uhr morgens schon, weil wir wussten, die, wenn die Polizei kommt, kommt die ziemlich früh und dann habe ich sie um um 8 Uhr angerufen und war und sie sagt: "Nee, hier ist niemand und" und um 10 Uhr und um 12 Uhr. So und irgendwann nachmittags haben wir sie dann zurückgeholt und am nächsten Tag wieder hingeschickt und da kam aber auch niemand und dann habe ich einfach, weil ich ich habe es einfach nicht
Einordnung

Die Zahl stammt aus der vom Handelsblatt ausgewerteten internen Entwicklung und illustriert die Reichweite von Werbung und Billigtarifen trotz öffentlicher Warnsignale. Sie sollte nicht mit dauerhaft belieferten oder zahlenden Kunden gleichgesetzt werden; Vertragsabschlüsse, Widerrufe und Lieferstarts können auseinanderfallen. Für die wirtschaftliche Logik ist der Trend entscheidend: Neue Vorkasse konnte kurzfristig Liquidität zuführen, während defizitäre Verträge künftige Verpflichtungen erhöhten.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  3. PrimärquelleHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:46:35–00:46:58

TelDaFax beantragte am 14. Juni 2011 Insolvenz; Gläubigerforderungen summierten sich auf 656 Millionen Euro.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
2011 hatte Fax dann selbst wirklich Insolvenzantrag gestellt. Das ist ja jetzt krass, weil eigentlich hätte der Insolvenzantrag ja fast zwei Jahre vorher gestellt werden sollen, als der Finanzchef da der Assadi äh das machen wollte und dann kalt gestellt wurde. Das ist ja krass, dass es noch so lange gehalten hat. Also später steht dann da die Gesamtforderung der Gläubiger von 656 Millionen Euro.
Einordnung

Der Insolvenzantrag vom 14. Juni 2011 ist eindeutig dokumentiert. Die 656 Millionen Euro bezeichnen angemeldete beziehungsweise festgestellte Forderungen im Insolvenzkomplex, nicht zwingend den endgültigen Auszahlungsverlust. Angaben zur Zahl der Betroffenen schwanken je nach Verfahrensabgrenzung: Der Verwalter spricht aktuell von mehr als 500.000 registrierten Forderungen, ältere Berichte von bis zu 750.000 angeschriebenen Kunden, Vertragspartnern und sonstigen Gläubigern.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StudieHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeVerivox
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:55:03–00:56:02

Der Insolvenzverwalter holte hohe Zahlungen von Behörden, Energiekonzernen und Werbepartnern in die Masse zurück.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
steht das Unternehmen still. Okay. Und insgesamt sind es dann 750. 000 Gläubiger und ähm der Insolvenzverwalter stellt jetzt fest, was natürlich niemand hören will, Telfax hat rund 500 Millionen Euro Schulden und nur 7 Millionen Euro Vermögen, was er quasi verteilen kann. Wo setzt er denn da an, Jürgen? Jürgen? Jürgen? An einem ganz wichtigen Punkt was aber auch Standard ist, wenn du ein Insolvenzverfahren hast, du guckst erstmal, wann waren Unternehmen insolvenzreif? Und das war bei Telterdaf spätestens Mitte 2009 äh der Fall. Und ab dem Fall durfte Telterfax eigentlich keinen einzelnen Gläubiger mehr, Kunden, Geschäftspartner mehr bevorzugen. Was heißt das? Also, wer quasi noch und noch Geld bekommen hat, der muss das vielleicht zurückzahlen. Genau. Und das waren einige. Also das Hauptsamt z. B. wusste, wie wir ja beschrieben haben, relativ früh Bescheid. Paale Leverkusen hat die Zahlungsaufschübe gewährt, die wussten bescheid. Ähm, also niemand konnte sagen, dass er wirklich von der Insolvenz von Telerfax völlig überrascht worden ist. Und genau mit diesem
Einordnung

Öffentliche Berichte dokumentieren Rückflüsse in dreistelliger Millionenhöhe, darunter Vergleiche und Anfechtungszahlungen. Bayer Leverkusen zahlte 10,9 Millionen Euro plus Zinsen; weitere große Beträge kamen unter anderem vom Hauptzollamt und Energieunternehmen. Eine Rückzahlung bedeutet nicht automatisch schuldhaftes Verhalten des Empfängers. Insolvenzanfechtung soll vor allem die Gleichbehandlung der Gesamtgläubigerschaft sichern, wenn einzelne Gläubiger kurz vor Verfahrenseröffnung bevorzugt befriedigt wurden.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  2. Sonstigetz
    Abgerufen 23.08.2026
  3. GesetzBundesministerium der Justiz
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:03:54–01:04:31

Das Verfahren gegen Josten endete 2016 gegen 20.000 Euro; zwei frühere Manager erhielten 2017 Bewährungsstrafen.

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Originalauszug
deine Erklärung verlesen und äh hat eingeräumt, dass er als Manager versagt hat, äh dass es ihm nicht gelungen sei, auch nur eine ordentliche Bilanz in all den Jahren für Telterfx aufzustellen. Okay, also er entschuldigt sich dann tatsächlich. Ja, genau. Und er hat sogar gesagt, ich übernehme dafür die Verantwortung und dafür könnten sich die Kunden natürlich auch nichts kaufen, aber er hat zumindestens gesagt, es tut ihm leid, dass Kunden zu Schaden gekommen sind. Und wie ist das Verfahren dann zu Ende gegangen? gegangen? gegangen? Ja, das Ende war auch bitter, weil im Juni 2016 hat das Gericht eigentlich fast alle wesentlichen Vorwürfe fallen gelassen. Das Verfahren gegen Josten ist im November 2016 gegen Zahlung von 20. 000 € eingestellt worden. 2017 sind Bad und Koch zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ja. Ja. Ja. Und dann haben wir noch eine Absurdität.
Einordnung

Das Bonner Verfahren gegen Michael Josten wurde im November 2016 gegen eine Geldauflage von 20.000 Euro eingestellt. Im März 2017 erhielten Klaus Bath und Gernot Koch Bewährungsstrafen von 16 beziehungsweise elf Monaten. Zuvor musste ein Teil des Prozesses wegen fehlerhafter Gerichtsbesetzung neu beginnen. Einstellung und Bewährungsurteile sind keine Freisprüche, aber auch nicht mit den ursprünglichen, umfassenderen Vorwürfen gleichzusetzen.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. SonstigeJUVE
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleHandelsblatt
    Abgerufen 23.08.2026
  3. SonstigeLegal Tribune Online
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:05:48–01:06:17

Der TelDaFax-Insolvenzkomplex ist 2026 noch nicht vollständig abgeschlossen; eine endgültige Quote steht aus.

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Originalauszug
ihr Unternehmen pleite war. Trotzdem noch 100ta000ende Kunden wus. Wusste ich nicht. nicht. nicht. Sie wussten es. Sie haben einen Brief geschrieben im Juni 2009 an Ihren Vorstand an Ihren Aufsichtsrad. Entschuldigung. Der hat doch einen völlig anderen Hintergrund gehabt, nämlich, dass sie zahlungsunfähig waren. Ja. Ja. Ja. Wie fühlt man sich 700. 000 Gläubiger zu hinterlassen? Herr Bart, können Sie noch ruhig schlafen? Ja, sicherlich. Okay, also wenigstens er kann noch ruhig schlafen. Die Gläubiger vermutlich nicht. Sönk Jürgen, wenn wir jetzt diese
Einordnung

Die aktuelle Informationsseite des Insolvenzverwalters meldet weiterhin laufende Verwertung und mehr als 500.000 registrierte Forderungen. Eine belastbare Insolvenzquote könne erst nach Abschluss der Verwertung berechnet werden. Damit ist die Aussage des Podcasts aktuell. Sie sollte aber nicht in die Behauptung übersetzt werden, Gläubiger erhielten sicher nichts: Höhe und Zeitpunkt einer späteren Ausschüttung sind gerade noch nicht endgültig festgestellt.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquelleWhite & Case Insolvenzverwaltung
    Abgerufen 23.08.2026
  2. SonstigeVerivox
    Abgerufen 23.08.2026
  3. BehördeBundesanzeiger
    Abgerufen 23.08.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung aus Volltranskript und dokumentierten Quellen erstellt.

Allgemeine Information, keine individuelle Finanz-, Energie- oder Rechtsberatung.

Neue Daten, Urteile oder amtliche Veröffentlichungen können Bewertungen verändern.

Gesamtfazit

Die Rekonstruktion ist insgesamt belastbar. TelDaFax wuchs mit Vorkasse, obwohl viele Verträge Verluste erzeugten; der Insolvenzantrag kam erst 2011. Detailbeträge aus internen Akten brauchen Quellenetiketten, ändern aber nichts an der klar belegten Grundmechanik.