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Gesundheit

Mikroplastik und Alzheimer: Was Kaugummi, Teebeutel und Kassenbons wirklich belegen

Das Video verbindet einzelne Labor- und Beobachtungsstudien zu einer weitreichenden Alzheimer-Erzählung. Einige Ausgangsdaten sind real, doch zentrale Mengenangaben werden falsch übertragen und aus Assoziationen wird mehrfach eine Ursache abgeleitet.

Redaktionelle KI-Illustration zu Mikroplastik-, Kaugummi-, Teebeutel- und Kassenbon-Behauptungen im Alzheimer-Kontext, sichtbar als KI-generiert gekennzeichnet.
Redaktionelle KI-Illustration; im Bild als KI-GENERIERT gekennzeichnet.

Kurzfazit

Mikro- und Nanoplastik wurde in menschlichem Gewebe einschließlich Gehirnproben nachgewiesen. Daraus folgt bislang nicht, dass Kaugummi, abgefülltes Wasser, Teebeutel oder Kassenbons Alzheimer verursachen. Das Video übernimmt reale Einzelbefunde, überdehnt sie aber: 240.000 Partikel wurden pro Liter abgefülltem Wasser gemessen, nicht pro Schluck; die Gehirnkonzentration stieg in den untersuchten Stichproben um rund 47 Prozent, nicht um eine individuelle Verdoppelung; und 45 Prozent potenziell beeinflussbarer Demenzfälle beziehen sich auf 14 etablierte Risikofaktoren, nicht auf das Entfernen von Mikroplastik.

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Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

Kurzurteil: Das Video greift reale Forschung zu Mikroplastik, Thermopapier, Sauna, Sulforaphan und Kreatin auf. Es verbindet diese Befunde jedoch zu einer Alzheimer-Erklärung, die die Studien nicht tragen. Nach heutigem Forschungsstand ist Mikro- und Nanoplastik im menschlichen Körper nachweisbar. Ob und in welchem Ausmaß diese Belastung Demenz verursacht, ist nicht geklärt.

Dieser Faktencheck bewertet keine persönliche Krankheitsgeschichte. Alzheimer ist eine komplexe Erkrankung mit Alter, genetischen Faktoren, Gefäßgesundheit, Lebensstil und weiteren Einflüssen. Die US-Altersforschungsbehörde NIA betont, dass derzeit keine einzelne Maßnahme sicher nachgewiesen Alzheimer verhindert. Medizinische Aussagen benötigen deshalb einen höheren Belegstandard als eine plausible Alltagserzählung.

240.000 Partikel – pro Liter, nicht pro Schluck

Im Video heißt es sinngemäß, mit jedem Schluck nähmen Menschen 240.000 Plastikpartikel auf, die sich im Gehirn ablagerten. Die zugrunde liegende Studie im Fachjournal PNAS untersuchte drei Marken abgefüllten Wassers und fand im Durchschnitt rund 240.000 Mikro- und Nanoplastikpartikel pro Liter. Etwa 90 Prozent lagen im Nanoplastikbereich. Die Zahl lässt sich weder auf jeden Schluck noch auf jede Flasche weltweit übertragen.

Die Studie verfolgte die Partikel zudem nicht vom Getränk bis in das Gehirn einzelner Menschen. Aus einer Konzentration im Wasser folgt daher nicht, dass dieselbe Menge das Gehirn erreicht oder dort dauerhaft verbleibt. Die Behauptung vermischt Expositionsmessung und Gewebenachweis.

Plastik in Gehirnproben: wichtiger Befund, aber kein Kausalbeweis

Eine 2025 in Nature Medicine veröffentlichte Studie analysierte postmortal Leber-, Nieren- und Gehirngewebe. In den Gehirnproben aus 2024 lag die mediane geschätzte Kunststoffkonzentration bei 4.917 Mikrogramm pro Gramm, in Proben von 2016 bei 3.345 Mikrogramm pro Gramm. Das entspricht in diesen verschiedenen Stichproben einem Anstieg von ungefähr 47 Prozent – nicht einer Verdoppelung bei denselben Personen.

4.917 Mikrogramm pro Gramm entsprechen rechnerisch knapp 0,5 Prozent Masse. Der häufig zitierte Wert ist damit nicht frei erfunden. Er ist aber eine methodenabhängige Schätzung aus begrenzten postmortalen Proben, kein repräsentativer Bevölkerungsdurchschnitt. Die Studie fand bei Menschen mit dokumentierter Demenz höhere Werte. Die Autoren schreiben ausdrücklich, dass das Design nur einen Zusammenhang zeigt und keine ursächliche Rolle der Partikel bei Demenz belegt. Auch umgekehrte Erklärungen sind denkbar, etwa veränderte Barrieren oder Stoffwechselprozesse im Krankheitsverlauf.

Die Behauptung, Mikroplastik sei 2024 „erstmals“ im Gehirn nachgewiesen worden, ist ebenfalls zu pauschal. Vorherige Arbeiten hatten bereits Partikel oder Polymersignale in menschlichem Gewebe und in experimentellen Modellen beschrieben. Neu und besonders beachtet war die quantitative Analyse mehrerer Gewebe und Jahrgänge.

Kaugummi und Teebeutel: Freisetzung ja, Alzheimer-Beleg nein

Die im Video erwähnte Kaugummi-Forschung existiert: Eine auf einer Tagung der American Chemical Society vorgestellte Pilotstudie fand, dass sowohl synthetische als auch als „natürlich“ vermarktete Kaugummis Partikel in Speichelproben freisetzen konnten. Untersucht wurden zehn Produkte mit nur einer Testperson. Die Arbeit war zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht begutachtet. Sie belegt eine mögliche Exposition, aber weder eine typische Langzeitdosis noch ein Alzheimer-Risiko.

Ähnlich ist es bei Teebeuteln. Eine viel zitierte Studie zu Nylon- und PET-Teebeuteln berichtete sehr hohe Partikelzahlen nach dem Aufgießen bei 95 Grad Celsius. Das betrifft ausdrücklich kunststoffhaltige Beutel, nicht automatisch Papier-, Metall- oder lose Teesysteme. Eine systematische Übersicht von 2026 bestätigt, dass Material, Temperatur und Ziehzeit die Freisetzung beeinflussen, sieht aber weiterhin Standardisierungsprobleme und unzureichende Daten zu gesundheitlichen Folgen beim Menschen.

Aus der Freisetzung von Partikeln folgt deshalb nicht, dass Tee oder Kaugummi Alzheimer verursacht. Wer vorsorglich reduzieren möchte, kann losen Tee, kunststofffreie Filter und selteneres Kaugummikauen wählen. Das ist eine Expositionsentscheidung, keine belegte Therapie.

„Fast dreimal so viele Alzheimer-Fälle bis 2050“

Die Weltgesundheitsorganisation projizierte einen Anstieg der weltweit mit Demenz lebenden Menschen von rund 55 Millionen auf etwa 139 Millionen bis 2050. Das ist ungefähr das Zweieinhalbfache und betrifft alle Demenzformen. Alzheimer macht nach WHO-Angaben schätzungsweise 60 bis 70 Prozent der Demenzfälle aus. Die Projektion ist daher keine isolierte Vorhersage, dass sich Alzheimer-Fälle exakt verdreifachen.

Auch die Aussage, 40 bis 50 Prozent der Fälle ließen sich durch das Entfernen von Mikroplastik vermeiden, ist nicht belegt. Die Lancet-Kommission von 2024 schätzt, dass bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch die Berücksichtigung von 14 beeinflussbaren Faktoren verhindert oder verzögert werden könnten. Dazu zählen etwa geringe Bildung, Hörverlust, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Bewegungsmangel, soziale Isolation, Luftverschmutzung und hoher LDL-Cholesterinwert. Mikroplastik gehört nicht zu dieser Liste.

Sulforaphan: Stoffwechselmarker statt „Plastik-Entgiftung“

Das Video nennt eine Steigerung um etwa 60 Prozent bei einer Brokkolisprossen-Intervention und deutet sie als Entgiftung von Kunststoffchemikalien. Die zugrunde liegende randomisierte Studie mit 291 Teilnehmenden in China fand bei einem Getränk aus Brokkolisprossen eine um 61 Prozent höhere Ausscheidung eines Benzol-Metaboliten im Urin. Die Studie untersuchte Benzol und Acrolein, nicht die Entfernung von Mikroplastik aus dem Gehirn und nicht die Prävention von Alzheimer. Ein veränderter Urinmarker ist kein Nachweis einer klinischen Schutzwirkung.

Kreatin und eine Nacht Schlafentzug

Eine kleine Crossover-Studie untersuchte nach 21 Stunden Schlafentzug eine einmalige hohe Kreatindosis von 0,35 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Ergebnisse zeigten Verbesserungen bei einigen kognitiven und metabolischen Messwerten gegenüber Placebo. Das ist ein interessanter experimenteller Befund, aber keine Empfehlung, 20 bis 25 Gramm routinemäßig gegen Schlafmangel einzunehmen. Die Studie beweist auch nicht, dass Kreatin Alzheimer verhindert oder behandelt. Hohe Dosen können Nebenwirkungen verursachen und sollten insbesondere bei Vorerkrankungen ärztlich besprochen werden.

Das Video erwähnt zusätzlich eine kleine Alzheimer-Pilotstudie. Eine Pilotstudie kann Machbarkeit, Verträglichkeit oder erste Signale untersuchen. Ohne bestätigende größere kontrollierte Studien lässt sich daraus keine Wirksamkeit ableiten. Die NIA-Übersicht warnt allgemein davor, Nahrungsergänzung als bewiesene Alzheimer-Prävention darzustellen.

Sauna: starke Assoziation, keine bewiesene Ursache

Die im Video genannte Größenordnung von 65 bis 66 Prozent geringerem Risiko stammt aus einer finnischen Kohortenstudie mit 2.315 Männern. Bei vier bis sieben Saunagängen pro Woche lag das statistische Risiko für Demenz beziehungsweise Alzheimer niedriger als bei einem Saunagang pro Woche. Die Beobachtungsstudie kann trotz Korrekturen nicht beweisen, dass Sauna die Ursache des geringeren Risikos war. Gesundheitszustand, Einkommen, Bewegung und weitere Lebensgewohnheiten können mitwirken. Sie belegt außerdem keine „Ausleitung“ von Mikroplastik oder Schwermetallen aus dem Gehirn.

Kassenbons: BPA-Regel geändert, BPS bleibt Thema

Thermopapier kann Bisphenole enthalten. Die Aussage, heutige Kassenbons bestünden regelmäßig zu ein bis zwei Prozent aus BPA, ignoriert jedoch die europäische Regulierung. Seit Januar 2020 ist BPA in Thermopapier in der EU stark beschränkt. Nach Angaben der Europäischen Chemikalienagentur ECHA wurde es vielfach durch Bisphenol S ersetzt. Auch BPS wird kritisch bewertet; zugleich gibt es bisphenolfreie Papiere. Ohne Analyse lässt sich aus einem beliebigen Bon nicht auf den konkreten Stoff schließen.

Eine Humanstudie zeigte, dass Handdesinfektionsmittel die Aufnahme von BPA aus Thermopapier stark erhöhen kann, besonders wenn anschließend Lebensmittel mit den Händen gegessen werden. Im Versuch lagen maximale Serum- und Urinwerte innerhalb von etwa 90 Minuten. Die Studie stützt jedoch nicht die präzise Behauptung, bereits fünf Sekunden Kontakt führten sicher zu BPA „im Blut“. Sie untersuchte eine spezielle Abfolge mit Desinfektionsmittel, Bonkontakt und Nahrungsaufnahme.

Bisphenol-A-Exposition ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Das Umweltbundesamt berichtet aus HBM4EU-Untersuchungen von Nachweisen in nahezu allen untersuchten Proben. Ein Nachweis sagt aber nicht, aus welcher einzelnen Quelle die Belastung stammt oder dass Kassenbons Alzheimer verursachen.

Was sich verantwortungsvoll sagen lässt

Weniger Einwegplastik, lose statt kunststoffhaltige Teebeutel und Händewaschen vor dem Essen sind risikoarme Vorsorgemaßnahmen. Sie sollten nicht als Heilversprechen verkauft werden. Für Demenzprävention sind derzeit vor allem etablierte Faktoren relevant: Blutdruck, Bewegung, Nichtrauchen, Hörversorgung, Diabeteskontrolle, soziale Aktivität und weitere in der Lancet-Kommission zusammengefasste Bereiche.

Bei Gedächtnisproblemen ist eine medizinische Abklärung wichtiger als Selbstexperimente mit hohen Supplementdosen. Der wissenschaftlich korrekte Zwischenstand lautet: Expositionen sind real, mögliche Mechanismen werden untersucht, der direkte Kausalnachweis für Alzheimer fehlt.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte AussageZeitstempel: 55–105

Mit jedem Schluck würden 240.000 Plastikpartikel aufgenommen und im Gehirn abgelagert.

Falsch
Originalauszug
Mit jedem Schluck ... 240.000 Partikel ... lagern sich in deinem Gehirn ab.
Einordnung

Die Studie berichtet einen Mittelwert von rund 240.000 Partikeln pro Liter in drei Marken abgefüllten Wassers. Sie verfolgte diese Partikel nicht bis ins menschliche Gehirn.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeProceedings of the National Academy of Sciences
    Veröffentlicht 30.11.-0001
  2. SonstigeNational Institutes of Health
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 105–126

Mikroplastik sei 2024 erstmals im menschlichen Gehirn gefunden worden.

Irreführend
Originalauszug
Erstmals wurde 2024 Mikroplastik im menschlichen Gehirn gefunden.
Einordnung

Die viel beachtete Analyse umfasste 2024er Proben und wurde 2025 publiziert. Frühere Arbeiten hatten bereits Hinweise auf Plastikpartikel oder Polymersignale in menschlichem Gewebe und experimentellen Gehirnmodellen geliefert. Die Formulierung „erstmals 2024“ ist zu absolut.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeNature Medicine
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 126–154

Die Plastikmenge im Gehirn habe sich innerhalb von acht Jahren verdoppelt.

Irreführend
Originalauszug
Die Konzentration hat sich in acht Jahren verdoppelt.
Einordnung

Die berichteten Medianwerte lagen bei 3.345 Mikrogramm pro Gramm für 2016 und 4.917 für 2024, ein Unterschied von etwa 47 Prozent. Es waren unterschiedliche postmortale Stichproben, keine Langzeitmessung derselben Menschen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeNature Medicine
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 140–160

Im Gehirn seien im Mittel ungefähr 0,5 Gewichtsprozent Kunststoff gemessen worden.

Teilweise richtig
Originalauszug
Im Durchschnitt 0,5 Prozent des Gehirngewichts Plastik.
Einordnung

Der 2024er Median von 4.917 Mikrogramm pro Gramm entspricht rechnerisch knapp 0,5 Prozent. Er ist eine methodenabhängige Schätzung aus begrenzten Proben und kein gesicherter Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeNature Medicine
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 150–184

Höhere Kunststoffwerte in Demenzgehirnen bewiesen, dass Mikroplastik Alzheimer verursacht.

Falsch
Originalauszug
Bei Alzheimer war die Belastung noch höher – der Zusammenhang ist eindeutig.
Einordnung

Die Studie fand eine Assoziation und weist selbst darauf hin, dass keine Kausalität festgestellt werden kann. Krankheitseffekte oder andere Faktoren können die Werte beeinflussen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeNature Medicine
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 346–395

Kaugummi kann Mikroplastikpartikel in den Speichel abgeben.

Teilweise richtig
Originalauszug
Kaugummi ist eine Mikroplastikquelle.
Einordnung

Eine kleine Tagungspilotstudie fand Partikelfreisetzung bei zehn Produkten. Nur eine Testperson wurde verwendet; die Arbeit belegt keine Alzheimerwirkung und war noch nicht peer-reviewed.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeAmerican Chemical Society
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 709–785

Kunststoffhaltige Teebeutel können beim Aufgießen große Mengen Mikro- und Nanoplastik freisetzen.

Teilweise richtig
Originalauszug
Ein Teebeutel setzt sofort Milliarden Partikel frei.
Einordnung

Für Nylon- und PET-Beutel wurden hohe Werte berichtet. Das gilt nicht für alle Teebeutel; Methoden und Gesundheitsrelevanz sind weiter Gegenstand der Forschung.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeEnvironmental Science & Technology
    Veröffentlicht 30.11.-0001
  2. SonstigePubMed-indexierte Fachliteratur
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 663–710

Alzheimer-Fälle würden sich bis 2050 nahezu verdreifachen.

Irreführend
Originalauszug
Bis 2050 werden sich die Alzheimerfälle fast verdreifachen.
Einordnung

Die WHO-Projektion betrifft alle Demenzformen und steigt von etwa 55 auf 139 Millionen. Alzheimer macht geschätzt 60 bis 70 Prozent der Demenzen aus; die Videoformulierung verengt die Bezugsgröße.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeWorld Health Organization
    Abgerufen 22.08.2026
  2. SonstigeWorld Health Organization
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 709–758

40 bis 50 Prozent der Demenzfälle ließen sich durch das Entfernen von Mikroplastik vermeiden.

Falsch
Originalauszug
40 bis 50 Prozent wären vermeidbar, wenn man solche Faktoren entfernt.
Einordnung

Die 45-Prozent-Schätzung der Lancet-Kommission bezieht sich auf 14 etablierte modifizierbare Risikofaktoren. Mikroplastik ist nicht darunter.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeThe Lancet
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 1194–1241

Sulforaphan erhöhe die Entgiftung von Plastikchemikalien um rund 60 Prozent und schütze vor Alzheimer.

Irreführend
Originalauszug
60 Prozent mehr Benzol in 24 Stunden ausgeschieden – Detox von BPA und Plastik.
Einordnung

Die Studie fand 61 Prozent mehr eines Benzol-Metaboliten im Urin nach einem Brokkolisprossengetränk. Sie untersuchte weder Mikroplastik im Gehirn noch Alzheimerprävention.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeCancer Prevention Research
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 1472–1518

Eine hohe Kreatindosis könne nach 21 Stunden Schlafentzug die Leistung sogar über den ausgeruhten Ausgangswert heben.

Teilweise richtig
Originalauszug
20 bis 25 Gramm ... danach besser als ausgeschlafen.
Einordnung

Eine kleine Crossover-Studie mit 0,35 Gramm pro Kilogramm fand Verbesserungen einzelner Messwerte gegenüber Placebo. Sie begründet keine allgemeine Dosisempfehlung und keinen Alzheimer-Schutz.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeScientific Reports
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 1517–1563

Eine kleine Alzheimer-Pilotstudie mit Kreatin belege eine wirksame Behandlung.

Nicht überprüfbar
Originalauszug
Bei Alzheimer hat eine Pilotstudie mit 20 Gramm schon Wirkung gezeigt.
Einordnung

Ohne eindeutige Studienangabe lässt sich die konkrete Behauptung nicht vollständig zuordnen. Pilotdaten wären unabhängig davon kein Wirksamkeitsnachweis für die Routinebehandlung.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeNational Institute on Aging
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 2180–2226

Vier bis sieben Saunagänge pro Woche seien mit 65 bis 66 Prozent weniger Demenz beziehungsweise Alzheimer verbunden.

Teilweise richtig
Originalauszug
Vier bis sieben Mal Sauna: 66 Prozent weniger Demenz, 65 Prozent weniger Alzheimer.
Einordnung

Die Zahlen entsprechen einer finnischen Beobachtungsstudie bei Männern. Sie zeigen eine Assoziation, nicht eine bewiesene Schutzwirkung oder Entgiftung.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeAge and Ageing
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 2413–2463

Kassenbons enthielten heute regelmäßig ein bis zwei Prozent BPA.

Irreführend
Originalauszug
Kassenbons bestehen zu ein bis zwei Prozent aus BPA.
Einordnung

BPA ist seit Januar 2020 in EU-Thermopapier stark beschränkt und wurde häufig durch BPS ersetzt. Zusammensetzung und Alternativen variieren; die Aussage ist als heutige Pauschale überholt.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeEuropean Chemicals Agency
    Veröffentlicht 30.11.-0001
  2. SonstigeEuropean Chemicals Agency
    Veröffentlicht 30.11.-0001
Geprüfte AussageZeitstempel: 2612–2689

Fünf Sekunden Bonkontakt reichten für BPA im Blut; Handcreme erhöhe die Aufnahme um das Zehnfache.

Irreführend
Originalauszug
Nach fünf Sekunden ist BPA im Blut; mit Handcreme zehnfach.
Einordnung

Eine Humanstudie zeigte stark erhöhte Aufnahme nach Handdesinfektionsmittel, Bonkontakt und anschließendem Essen. Sie belegt keine universelle Fünf-Sekunden-Regel; Maximalwerte wurden innerhalb etwa 90 Minuten beobachtet.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigePLOS ONE
    Veröffentlicht 30.11.-0001
  2. SonstigeUmweltbundesamt
    Veröffentlicht 30.11.-0001

Transparenzhinweis

KI-gestützte Recherche und Redaktion mit medizinisch erhöhtem Prüfstandard.

Keine medizinische Beratung.

Forschungsstand zum Prüfzeitpunkt; spätere Studien können die Bewertung verändern.

Gesamtfazit

Der Faktencheck findet keine belastbare Grundlage für die im Video suggerierte Kausalkette von Kaugummi, Teebeuteln oder Kassenbons zu Alzheimer. Mehrere Studien zeigen Expositionen oder statistische Zusammenhänge, aber keine Erkrankungsursache. Sinnvoll ist es, vermeidbare Kunststoff- und Bisphenolkontakte vorsorglich zu reduzieren; medizinische Prävention oder Behandlung sollte sich jedoch an belegten Risikofaktoren und ärztlicher Beratung orientieren. Nahrungsergänzung, Kreatin oder Sauna sind kein nachgewiesener Alzheimer-Schutz.