RedaktionsgrundsatzEvidico prüft öffentliche Aussagen quellenbasiert, neutral und unabhängig – ohne parteipolitische Richtung, ohne Pranger.NeuMSCI-World-ETF im Worst Case: Was wirklich geschützt istNeuMikroplastik und Alzheimer: Was Kaugummi, Teebeutel und Kassenbons wirklich belegenNeuUkraine: Sind mehr als 200.000 Soldaten wirklich Deserteure?
Energie & Umwelt

Warum Strom in Deutschland teuer ist: Verdienen Kraftwerke, Netzbetreiber oder der Staat am meisten?

Das ZDF-Video trifft die komplizierte Kostenkette besser als viele Schlagzeilen. Bei 62 Prozent Ökostrom, 30 Prozent Netzrendite und dem EU-Preisvergleich kommt es aber auf die genaue Kennzahl an.

Ein Paar prüft eine Stromrechnung mit Symbolen für Erzeugung, Netze, Staat und Vertrieb.
KI-GENERIERT – Symbolbild zu Bestandteilen und Empfängern des Haushaltsstrompreises.

Kurzfazit

Deutsche Haushalte zahlen im EU-Vergleich sehr hohe Strompreise. Der Endpreis setzt sich aus Beschaffung und Vertrieb, regulierten Netzentgelten sowie Steuern und Umlagen zusammen. Billige Wind- und Solarerzeugung senkt nicht automatisch jede Kilowattstunde auf der Rechnung: Großhandelspreis, langfristige Verträge, Netzausbau, Redispatch, Messkosten und Abgaben wirken gleichzeitig. Einen einzigen großen Profiteur gibt es nicht. Die im Video genannte 30-Prozent-Rendite von Netzbetreibern ist ohne Bezugsgröße irreführend und nicht mit der regulierten Eigenkapitalverzinsung gleichzusetzen.

Beitrag anhören

Die Wiedergabe nutzt die Sprachausgabe des Browsers. Es wird keine externe API aufgerufen.

Modus: Kurzfassung

Bereit.

Geprüftes Video

Hinweis zur Prüfung

Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

Wenn Wind- und Solarstrom inzwischen besonders günstig erzeugt werden, warum zahlen deutsche Haushalte dann rund 40 Cent je Kilowattstunde? Ein aktuelles ZDF-Video zerlegt die Rechnung in Erzeugung, Beschaffung, Vertrieb, Netze und Staat. Die zentrale Antwort stimmt: Der Endpreis ist kein direkter Aufschlag auf die Kosten des billigsten Kraftwerks. Er entsteht in mehreren Märkten und Regulierungsstufen. Einzelne Prozentzahlen im Video lassen sich dennoch nur mit sauberer Definition beurteilen.

Wie teuer ist Haushaltsstrom wirklich?

Destatis ermittelte für das zweite Halbjahr 2025 einen durchschnittlichen Endpreis von 40,55 Cent je Kilowattstunde für private Haushalte. Darin sind Grundpreis und Verbrauchspreis über alle Verbrauchsklassen enthalten. Eurostat nutzt für den Ländervergleich eine standardisierte Haushaltsgruppe mit 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Dort lag Deutschland bei 38,69 Cent, Irland bei 40,42 Cent und der EU-Durchschnitt bei 28,96 Cent.

Die Videoaussage, nur Irland sei teurer, ist für diese Eurostat-Verbrauchsklasse und diesen Zeitraum richtig. Sie ist kein Naturgesetz für jeden Tarif. Ein Haushalt mit Wärmepumpe, Nachtstrom, dynamischem Vertrag oder sehr niedrigem Verbrauch kann einen anderen effektiven Preis haben. Auch Boni, Grundpreis und regionales Netzentgelt verändern den Vergleich.

Sind schon 62 Prozent des Stroms erneuerbar?

Das hängt vom Nenner ab. SMARD, die Datenplattform der Bundesnetzagentur, weist für 2025 257,5 Terawattstunden erneuerbare Erzeugung und einen Anteil von 58,8 Prozent an der gesamten inländischen Netzstromerzeugung aus. Andere Auswertungen betrachten die öffentliche Nettostromerzeugung und kommen auf Werte um 62 Prozent, weil Eigenverbrauch von Industriekraftwerken oder andere Kategorien anders behandelt werden.

62 Prozent sind deshalb nicht einfach falsch. Die Zahl muss aber mit der verwendeten Definition genannt werden. Für die amtliche SMARD-Gesamtrechnung sind 58,8 Prozent die passendere Kennzahl. Klar bestätigt ist eine zweite Videoaussage: Photovoltaik speiste 2025 mit 74,1 Terawattstunden erstmals mehr ein als Braunkohle mit 67,2 Terawattstunden.

Warum billige Erzeugung nicht gleich billige Rechnung ist

Fraunhofer ISE berechnet für neue Wind- und Photovoltaikanlagen niedrige Stromgestehungskosten. Das sind modellierte Kosten über Bau, Finanzierung, Betrieb und Lebensdauer. Sie lassen sich nicht direkt mit dem Haushalts-Endpreis vergleichen. Dieser enthält Beschaffung zu verschiedenen Zeitpunkten, Bilanzierung, Vertrieb, Risikoaufschläge, Netze, Messstellenbetrieb, Steuern und Umlagen.

Auch neue fossile Kraftwerke erscheinen in solchen Vollkostenrechnungen teuer. Am Großhandelsmarkt bieten bestehende Anlagen jedoch anhand ihrer kurzfristigen Grenzkosten. Eine bereits gebaute Anlage muss dort nicht in jeder Stunde ihre gesamten historischen Baukosten zurückverdienen. Wer Erzeugungskosten von vier bis neun Cent neben einen Haushaltswert von 39 Cent stellt, vergleicht daher verschiedene Ebenen.

Was macht die Merit Order?

Im Day-Ahead-Markt werden Kraftwerke nach ihren Geboten sortiert. Das teuerste noch benötigte Gebot setzt für die betreffende Stunde und Preiszone den Marktpreis. Häufig sind flexible Gaskraftwerke preisbestimmend, wenn Nachfrage und erneuerbare Einspeisung dies erfordern. Produzenten mit niedrigeren Grenzkosten können in dieser Stunde denselben Börsenpreis erhalten.

Das bedeutet nicht, dass jede Kilowattstunde auf jeder Haushaltsrechnung immer vom teuersten Gaskraftwerk bestimmt wird. Versorger beschaffen über Terminmärkte, langfristige Lieferverträge, eigene Erzeugung und kurzfristigen Handel. Manche Erzeuger verkaufen über feste Power-Purchase-Agreements oder erhalten Marktprämien. Der Merit-Order-Preis ist wichtig, aber nur ein Baustein der späteren Rechnung.

Werden Erzeuger dadurch reich?

In Hochpreisphasen können Anlagen mit niedrigen Grenzkosten hohe sogenannte Inframarginalrenten erzielen. Davon gehen jedoch Finanzierung, Betrieb, Vermarktung, Absicherung und bei geförderten Anlagen Wechselwirkungen mit der Marktprämie ab. In Niedrigpreis- oder Negativpreisphasen sinken Erlöse. Eine pauschale Gewinnquote für alle Wind-, Solar-, Kohle- und Kernkraftbetreiber gibt es nicht.

Auch beim Stromvertrieb ist der Abstand zwischen Beschaffung und Endpreis nicht gleich Gewinn. Energieanbieter tragen Personal-, IT-, Ausfall-, Marketing- und Hedgingkosten. Das Video nennt typischerweise einstellige Margen. Diese Größenordnung kann für etablierte Vertriebe plausibel sein, schwankt aber stark; öffentliche Endpreisbestandteile erlauben keine genaue Gewinnrechnung eines einzelnen Unternehmens.

Warum kosten die Netze so viel?

Stromnetze müssen Erzeugung und Verbrauch jederzeit verbinden. Mehr Windstrom im Norden, Photovoltaik in Verteilnetzen, Wärmepumpen, Elektroautos und neue Industrieanschlüsse verlangen Ausbau und Digitalisierung. Netzentgelte finanzieren Betrieb, Wartung und Investitionen. Sie unterscheiden sich regional und machen bei einem typischen Haushalt einen erheblichen Teil des Preises aus.

Das Video nennt etwa elf Cent von 39 Cent. Als Größenordnung ist das plausibel, aber kein bundeseinheitlicher Tarif. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht Stichtagswerte und Bestandteile; tatsächlich hängt das Entgelt vom Netzgebiet, Verbrauchsprofil, Zähler und Jahr ab. Politische Zuschüsse können einen Teil zeitweise in den Bundeshaushalt verschieben, beseitigen die Kosten aber nicht.

Kassieren Netzbetreiber 30 Prozent Rendite?

Hier ist besondere Vorsicht nötig. Eine Studie kann Renditen aus Konzernabschlüssen, Ergebnis im Verhältnis zu Eigenkapital oder andere betriebswirtschaftliche Kennzahlen berechnen. Die Bundesnetzagentur reguliert dagegen zulässige Erlöse und setzt Eigenkapitalzinssätze für bestimmte regulatorische Vermögensanteile fest. Diese Sätze liegen im einstelligen Bereich und sind keine Rendite auf den gesamten Umsatz.

Die Aussage durchschnittlich 30 Prozent Rendite ist ohne genaue Bezugsgröße irreführend. Sie widerlegt weder mögliche Übergewinne einzelner Unternehmen noch beweist sie diese. Für einen Faktencheck müssten Unternehmensgruppe, Zeitraum, Eigenkapitaldefinition, Fremdkapital, stille Reserven und regulatorische Basis offengelegt werden. Aus dem Video allein lässt sich nicht ableiten, dass Haushalte wegen pauschal 30 Prozent Netzgewinn hohe Preise zahlen.

Was kostet fehlender Netzausbau?

Wenn Leitungen überlastet sind, ordnen Netzbetreiber Redispatch an: Kraftwerke oder Anlagen vor dem Engpass reduzieren, andere dahinter erhöhen. Abregelung und Ersatzproduktion verursachen Kosten, die letztlich über Netzentgelte beziehungsweise staatliche Regeln verteilt werden. SMARD berichtet für 2025 ein insgesamt stabiles Maßnahmenvolumen, obwohl Ausbau und Netzmanagement weiter nötig bleiben.

Die im Video genannten 650 Milliarden Euro Investitionsbedarf bis 2045 sind eine Szenario- und Planungsgröße, keine fertige Rechnung für Haushalte. Umfang, Zinsen, Inflation, Offshore-Anbindungen und Verteilnetze entscheiden. Ein Teil ersetzt ohnehin alternde Infrastruktur. Richtig ist: Verzögerter Ausbau kann ebenfalls teuer werden, weil Engpassmanagement und nicht nutzbare Erzeugung zunehmen.

Wie groß ist der Staatsanteil?

Auf Strom fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Weil sie auf fast alle anderen Preisbestandteile erhoben wird, wächst ihr Centbetrag mit dem Endpreis. Hinzu kommen Stromsteuer und mehrere Umlagen. Die frühere EEG-Umlage wird seit 2022 nicht mehr direkt über die Stromrechnung erhoben, sondern aus dem Bundeshaushalt finanziert. Das senkte einen sichtbaren Bestandteil, verlagert aber gesamtwirtschaftliche Kosten.

Ein Anteil von ungefähr einem Drittel für Steuern, Abgaben und Umlagen ist als Stichtagsgröße plausibel. Er variiert mit Preis, Verbrauch und Jahr. Eine Senkung von Stromsteuer oder Mehrwertsteuer würde die Rechnung arithmetisch reduzieren; sie kostet den Staat Einnahmen und garantiert ohne Wettbewerbsaufsicht nicht, dass jede Entlastung vollständig an Kunden weitergegeben wird.

Was Verbraucher selbst tun können

Seit 2025 müssen Stromlieferanten dynamische Tarife anbieten. Sie können Haushalten mit steuerbaren Verbrauchern helfen, Laden, Wärmepumpe oder Speicher in günstige Stunden zu verlagern. Voraussetzung sind passende Mess- und Steuertechnik sowie die Bereitschaft, Preisschwankungen zu tragen. Ohne flexiblen Verbrauch kann ein dynamischer Tarif sogar riskanter sein als ein fester Preis.

Der Smart-Meter-Rollout kommt dabei nicht überall planmäßig voran. Die Bundesnetzagentur leitete 2026 gegen zahlreiche grundzuständige Messstellenbetreiber Aufsichtsverfahren wegen Zielverfehlungen ein. Der praktische Rat lautet daher: Nicht nur Werbepreise vergleichen, sondern Grundpreis, Laufzeit, Preisgarantie, Netzgebiet, Messkosten und eigenes Lastprofil prüfen.

Fazit

Deutschlands hoher Strompreis hat keinen einzelnen Schuldigen. Beschaffung, Merit Order, Netze, Steuern und der langsame Umbau wirken zusammen. Das ZDF-Video erklärt diese Kette im Kern gut. Seine 62 Prozent erneuerbarer Strom sind definitorisch möglich, während SMARD für die gesamte Netzstromerzeugung 58,8 Prozent ausweist. Die 30-Prozent-Netzrendite ist ohne Bezugsgröße nicht belastbar. Und billiger Solarstrom kann den Endpreis nur senken, wenn Netze, Speicher, Flexibilität und Wettbewerb mitwachsen.

Warum die 400-Euro-Mehrkosten nur ein Rechenbeispiel sind

Das Video rechnet für einen Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden ungefähr 400 Euro Mehrkosten gegenüber dem EU-Durchschnitt vor. Mit einer Preisdifferenz von rund zehn Cent je Kilowattstunde ist diese Rechnung mathematisch nachvollziehbar. Sie ist aber kein Betrag, den jeder deutsche Haushalt zusätzlich überweist: Eurostat vergleicht standardisierte Bruttopreise, während reale Verträge Grundpreise, Boni, regionale Netzentgelte und unterschiedliche Verbrauchsmengen enthalten.

Für einen Tarifvergleich ist deshalb der persönliche Jahrespreis entscheidend, nicht nur der Arbeitspreis. Ein günstiger Centwert kann durch einen hohen Grundpreis aufgehoben werden; ein Neukundenbonus wirkt oft nur im ersten Jahr. Wer den Vertrag wechselt, sollte außerdem Preisgarantie, Laufzeit und Kündigungsfrist prüfen. So wird aus der makroökonomischen EU-Differenz eine belastbare individuelle Rechnung – und aus dem Faktencheck ein konkreter Verbrauchernutzen.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte AussageZeitstempel: 53–82

Deutsche Haushalte zahlten im zweiten Halbjahr 2025 rund 39 bis 41 Cent je Kilowattstunde.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Im Schnitt knapp 39 Cent.
Einordnung

Eurostat nennt 38,69 Cent für die Standard-Verbrauchsgruppe; Destatis 40,55 Cent über alle Haushaltsklassen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeStatistisches Bundesamt
    Veröffentlicht 31.03.2026
  2. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 53–90

Nur Irland hatte im EU-Vergleich einen höheren Haushaltsstrompreis.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Nur in Irland ist Strom noch teurer.
Einordnung

H2 2025: Irland 40,42 Cent, Deutschland 38,69 Cent, EU 28,96 Cent; andere Verbrauchsklassen können abweichen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 16–45

2025 kamen 62 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Nicht überprüfbar
Originalauszug
Rund 62 Prozent erneuerbar.
Einordnung

SMARD weist 58,8 Prozent der gesamten inländischen Netzstromerzeugung aus; Auswertungen der öffentlichen Nettostromerzeugung kommen auf Werte um 62 Prozent.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeSMARD / Bundesnetzagentur
    Veröffentlicht 05.01.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 81–110

Photovoltaik erzeugte 2025 erstmals mehr Strom als Braunkohle.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Solar überholt Braunkohle.
Einordnung

SMARD meldet 74,1 Terawattstunden Photovoltaik gegenüber 67,2 Terawattstunden Braunkohle.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeSMARD / Bundesnetzagentur
    Veröffentlicht 05.01.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 102–138

Neue Wind- und Solaranlagen erzeugen Strom für vier bis neun Cent je Kilowattstunde.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Teilweise richtig
Originalauszug
Wind kostet vier bis neun Cent.
Einordnung

Fraunhofer weist je nach Technologie und Annahmen niedrige einstellige bis höhere einstellige Werte aus. Diese Vollkosten sind nicht mit Haushalts-Endpreisen gleichzusetzen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. StudieFraunhofer ISE
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 165–215

Das teuerste noch benötigte Kraftwerk setzt den stündlichen Börsenpreis.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Irreführend
Originalauszug
Das letzte Kraftwerk bestimmt den Preis für alle.
Einordnung

Die Merit Order setzt den zonalen Stundenpreis; Haushaltslieferanten beschaffen zusätzlich langfristig und über eigene Portfolios.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeSMARD / Bundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 130–181

Beschaffung und Vertrieb machen ungefähr 16 von 39 Cent aus.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Nicht überprüfbar
Originalauszug
16 Cent für Einkauf und Vertrieb.
Einordnung

BNetzA-Preisblätter zeigen ähnliche Größenordnungen; tatsächliche Anteile variieren nach Tarif, Beschaffungszeitpunkt und Verbrauch.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 15.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 221–270

Netzentgelte machen etwa elf Cent pro Kilowattstunde aus.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Elf Cent gehen ins Netz.
Einordnung

Netzentgelte sind regional und nach Verbrauch unterschiedlich; es gibt keinen bundeseinheitlichen Haushaltswert.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 15.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 335–425

Netzbetreiber erzielen durchschnittlich 30 Prozent Rendite.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Irreführend
Originalauszug
Eine Studie komme auf rund 30 Prozent Rendite.
Einordnung

Bilanz-Eigenkapitalrenditen sind nicht mit der von der BNetzA regulierten Verzinsung des anerkannten Kapitals vergleichbar. Die zulässigen regulatorischen Sätze liegen im einstelligen Bereich.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 246–335

Fehlender Netzausbau verursacht über Redispatch zusätzliche Kosten.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Für Engpässe zahlen am Ende die Kunden.
Einordnung

Redispatch und Abregelung werden finanziert und verteilt. Investitionen kosten ebenfalls Geld; entscheidend ist der kosteneffiziente Ausbau.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. SonstigeSMARD / Bundesnetzagentur
    Veröffentlicht 01.03.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 429–520

Steuern, Abgaben und Umlagen machen ungefähr ein Drittel des Haushaltsstrompreises aus.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Teilweise richtig
Originalauszug
32 Prozent gehen an den Staat.
Einordnung

Mehrwertsteuer, Stromsteuer und Umlagen ergeben ungefähr diese Größenordnung; der Anteil variiert mit Endpreis und Jahr.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 15.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 530–600

Dynamische Tarife senken für jeden Haushalt automatisch die Stromkosten.

Originalstelle öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Nicht überprüfbar
Originalauszug
Verbrauch in günstige Zeiten verschieben.
Einordnung

Tarife können mit E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher sparen; ohne Flexibilität tragen Kunden Preisspitzen. Smart-Meter-Verfügbarkeit bleibt regional ein Hindernis.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeBundesnetzagentur
  2. SonstigeBundesnetzagentur
    Veröffentlicht 27.03.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung aus Originalvideo beziehungsweise Transkript und 11 dokumentierten Quellen erstellt. Prüfstand: 2026-08-25.

Dieser Faktencheck ordnet öffentlich dokumentierte Aussagen und Quellen ein. Er ersetzt keine individuelle Rechts-, Anlage- oder medizinische Beratung.

Trotz sorgfältiger Prüfung können sich Quellenlagen ändern. Korrekturen werden transparent kenntlich gemacht.

Gesamtfazit

Der Haushaltsstrompreis ist das Ergebnis mehrerer Kostenstufen, nicht der Gewinn eines einzigen Akteurs. Deutschland war im standardisierten EU-Vergleich 2025 nach Irland am teuersten. Erneuerbare senken die Erzeugungskosten, doch Netze, Beschaffung, Risiko und Steuern bleiben. Besonders die pauschale Behauptung von 30 Prozent Rendite für Netzbetreiber ist ohne Bezugsgröße irreführend.