Fazit: Die Sendung mischt belegbare aktuelle Nachrichten mit Spekulationen und stark wertenden Einschätzungen. Belegt ist: Die US-Regierung veröffentlichte im Mai 2026 erste UAP-Akten, Trump postete KI-generierte Alien- und Weltraumkriegsbilder, und die INSA-Umfragen zeigen ein Rekordhoch der AfD bei gleichzeitig schwacher Union und SPD. Belegt ist auch, dass US-Medien und Reuters über eine Geheimdienstbewertung zu mehr als 300 kubanischen Militärdrohnen berichteten – zugleich bestreitet Kuba den Vorwurf. Nicht belegt ist dagegen, dass die UFO-Akten außerirdisches Leben beweisen, dass Kuba tatsächlich einen Angriff auf Florida geplant hat oder dass die USA bereits einen konkreten Invasionsplan gegen Kuba beschlossen haben.
Was wurde geprüft?
Geprüft wurden ausgewählte Aussagen zu Trumps veröffentlichten UAP-Akten, KI-Alienbildern, Space Force, AARO- und NASA-Befunden, Nimitz-UAP-Fällen, Artemis-II- und Ariane-6-Kontext, neuen INSA-Umfragen, Sachsen-Anhalt, Koalitionskrise, Kuba-Drohnen, Ratcliffe-Besuch in Havanna, kubanischer Energiekrise, Iran-Krieg, Umfragen gegen den Iran-Krieg, Hormus-Blockade und Ölpreisrisiken. Reine Wertungen wie „Gespenster wählen“, „Muffensausen“, „einbeiniger Hürdenläufer“ oder „Trump hat sich verrannt“ wurden nicht als wahr oder falsch bewertet.
UFO-Akten und Trump-Postings
Der Kern stimmt: Trump ordnete im Februar 2026 eine Freigabe beziehungsweise Prüfung von Akten zu UAP, UFOs, Aliens und extraterrestrischem Leben an. Am 8. Mai 2026 veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium eine erste Sammlung von UAP-Dateien über ein Regierungsportal. Kurz darauf postete Trump KI-generierte Bilder, darunter ein Bild mit einem gefesselten Alien und weitere Weltraumkriegs-Motive. Das Bild ist aber kein echtes Foto und belegt keinen Alien-Kontakt. Auch die veröffentlichten UAP-Dateien enthalten nach Medien- und Fachberichten keine belastbaren Beweise für außerirdisches Leben.
AARO, NASA und die Grenze der UAP-Belege
Die Einschätzung, dass es ungeklärte UAP-Fälle gibt, ist richtig. NASA und AARO betonen jedoch, dass bislang keine schlüssigen beziehungsweise empirischen Belege für außerirdische Herkunft, geborgene Alien-Technologie oder Rückentwicklungsprogramme vorliegen. Die bekannten Navy-Videos aus den Jahren 2004 und 2015 sind offiziell als historische Navy-Videos anerkannt und zeigen ungelöste Beobachtungen. „Ungelöst“ bedeutet aber nicht automatisch „außerirdisch“.
Space Force und europäische Raumfahrt
Die US Space Force existiert tatsächlich und wurde 2019 gegründet. Ihre offizielle Aufgabe ist, US- und alliierte Interessen im, aus dem und zum Weltraum zu sichern und Weltraumfähigkeiten für die Streitkräfte bereitzustellen – nicht Aliens zu jagen. Zur europäischen Raumfahrt stimmt ebenfalls der Kern: Das Europäische Servicemodul von ESA/Airbus liefert Orion bei Artemis-Missionen Energie, Antrieb und Lebenserhaltung; Ariane 6 startete 2026 Amazon-Leo-Satelliten. Diese Aussagen zeigen reale Weltraum- und Sicherheitskontexte, aber keine Alien-Beweise.
INSA: AfD 29, Union 22, SPD 12
Die zentralen INSA-Zahlen stimmen. Laut INSA/BILD am Sonntag vom 16. Mai 2026 lag die AfD bei 29 Prozent, die Union bei 22 Prozent und die SPD bei 12 Prozent. Die AfD gewann gegenüber der Vorwoche einen Punkt, die Union verlor einen Punkt; die SPD blieb sehr schwach. Auch die Aussage, die Regierungsparteien lägen zusammen nur noch bei 34 Prozent, ist damit belegt. Umfragen sind aber Momentaufnahmen und keine Wahlergebnisse.
Unzufriedenheit mit der Bundesregierung
Auch die weiteren BILD/INSA-Werte aus der Sendung sind belegt: 84 Prozent äußerten Sorge um die Lage in Deutschland, 64 Prozent hielten keine Koalition für fähig, die Probleme zu lösen. Bei der Frage nach Verantwortung für die Schwäche der Bundesregierung sahen 37 Prozent die Hauptverantwortung bei CDU/CSU, 14 Prozent bei der SPD und 42 Prozent bei beiden etwa gleich. Je 50 Prozent sahen CDU/CSU beziehungsweise SPD als Blockadepartei. Für den Fall scheiternder Reformen wünschten sich 67 Prozent einen Kanzlerwechsel. Als bessere Alternative zu Merz nannten 29 Prozent Boris Pistorius, 25 Prozent Markus Söder, 13 Prozent Hendrik Wüst und 33 Prozent keinen der Genannten.
Sachsen-Anhalt: AfD 42 Prozent
Die Aussage, die AfD liege in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent, stimmt als INSA-Umfragewert. DAWUM und WELT dokumentieren eine INSA-Umfrage vom 13. Mai 2026 mit AfD 42 Prozent und CDU 24 Prozent. Eine kurz zuvor veröffentlichte Infratest-dimap-Umfrage sah die AfD bei 41 Prozent. Diese Zahlen erklären die Debatte über mögliche Mehrheiten, sind aber keine sichere Prognose für die Landtagswahl.
Kuba: 300 Drohnen und US-Druck
Die Aussage zu mehr als 300 kubanischen Drohnen hat einen realen Quellenkern, muss aber vorsichtig formuliert werden. Reuters berichtete über einen Axios-Bericht, wonach US-Geheimdienstinformationen behaupteten, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen erworben und mögliche Angriffe auf Guantanamo Bay, US-Militärschiffe oder Key West erwogen. Kuba weist diese Vorwürfe zurück und spricht von einer erfundenen Begründung für US-Druck oder mögliche Militärmaßnahmen. Belegt ist auch, dass CIA-Direktor John Ratcliffe Havanna besuchte und eine Trump-Botschaft überbrachte, wonach die USA nur bei grundlegenden Veränderungen mit Kuba zusammenarbeiten wollten. Ein konkreter, beschlossener US-Invasionsplan ist damit aber nicht bewiesen.
Kubas Energiekrise
Die Beschreibung einer schweren kubanischen Energiekrise ist belegt. Reuters, Associated Press, The World und El País berichten über Treibstoffmangel, Blackouts, knappe Versorgung, US-Druck auf Öllieferungen und humanitäre Hilfe aus Mexiko und Uruguay. Die Aussage, Kuba habe praktisch den letzten Tropfen Öl verbraucht, ist als journalistische Zuspitzung einer sehr realen Krise plausibel, aber nicht als buchstäbliche amtliche Bestandsangabe zu verstehen.
Iran-Krieg und US-Umfragen
Mehrere Umfragen zeigen deutliche Skepsis oder Ablehnung gegenüber Trumps Iran-Krieg. Die im Video genannte Zahl von 64 Prozent, die den Krieg für falsch halten, und 73 Prozent der Unabhängigen wird in Sekundärberichten wiedergegeben. Andere belastbare Umfragen liegen in ähnlicher, aber nicht identischer Richtung: Ipsos meldete 58 Prozent Ablehnung der US-Militärschläge, Al Jazeera berichtete über 61 Prozent, die militärische Gewalt gegen Iran für einen Fehler hielten, und Quinnipiac sah 53 Prozent gegen US-Militäraktion. Die exakten 64/73-Werte sollten deshalb mit der genannten New-York-Times-Quelle direkt gegengeprüft werden.
Hormus, Öl und das 200-Dollar-Szenario
Die Sorge vor hohen Ölpreisen ist real. Reuters und andere Quellen berichten, dass die blockierte beziehungsweise stark eingeschränkte Straße von Hormus rund ein Fünftel des globalen Ölhandels betrifft. Das Wall Street Journal berichtete, dass bis zu 14 Millionen Barrel pro Tag an Produktion betroffen sein könnten. Die im Video genannten 13 Millionen Barrel pro Tag liegen damit in der Größenordnung. Axios berichtete, Öl könne in einem Worst-Case-Szenario bei dauerhaft geschlossener Straße von Hormus auf 200 Dollar pro Barrel steigen. Das ist jedoch ein Risikoszenario, keine sichere Prognose.
Bewertung
Der Faktencheck zeigt: Die harten Umfragezahlen zur deutschen Innenpolitik sind überwiegend korrekt. Bei den internationalen Themen ist die Lage gemischter. Die UAP-Akten und Trumps KI-Postings sind real, beweisen aber keine Aliens. Die Kuba-Drohnenmeldung ist ein US-Geheimdienstvorwurf, den Kuba bestreitet. Die Umfragen zum Iran-Krieg zeigen klaren Gegenwind für Trump, aber die exakten Zahlen hängen vom Institut ab. Der Hormus-Ölpreisschock ist plausibel, aber stark von der weiteren Entwicklung abhängig.
