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Politik & Regierung

Berlin-Wahl 2026: 158 Sitze und die möglichen Mehrheiten

Die Linke liegt vorn, 80 Sitze sind für eine absolute Mehrheit nötig. Der interaktive Rechner zeigt mögliche Kombinationen auf Basis des vorläufigen amtlichen Ergebnisses.

Amtliche vorläufige Berliner Sitzverteilung: Linke 47, SPD 22, Grüne 26, CDU 34, AfD 29. Mehrheit ab 80 von 158 Sitzen.
Eigene Evidico-Datengrafik. Grundlage: Landeswahlleiter Berlin, vorläufiges amtliches Ergebnis, Stand 21.09.2026, 03:33:56 Uhr MESZ.

Kurzfazit

Die Linke liegt vorn, 80 Sitze sind für eine absolute Mehrheit nötig. Der interaktive Rechner zeigt mögliche Kombinationen auf Basis des vorläufigen amtlichen Ergebnisses.

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Dieser Erklärartikel stützt sich auf die verlinkten Originaldokumente und amtlichen Daten. Zahlen, Quellenstand und die Grenzen der Einordnung sind im Artikel ausgewiesen.

Die Linke liegt bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl mit 25,7 Prozent vorn. Eine eigene Mehrheit hat sie damit nicht. Nach der amtlichen Sitzverteilung sind 158 Mandate vergeben; für eine absolute Mehrheit werden 80 benötigt. Welche Parteien diese Schwelle zusammen erreichen, lässt sich nachrechnen. Ob sie zusammen regieren wollen, ist eine andere Frage.

Datenstand: vorläufiges amtliches Ergebnis vom 21. September 2026, 03:33:56 Uhr (MESZ). Quellen geprüft am 21. September 2026. Der Landeswahlleiter hat das vorläufige Zweitstimmenergebnis um 02:14 Uhr bekannt gegeben. Die später aktualisierte Ergebnispräsentation bildet die Grundlage dieses Artikels. Die Bezeichnung „endgültiges amtliches Ergebnis“ wäre zum dokumentierten Stand falsch.

Die Stimmen und Sitze im Überblick

Die amtliche Ergebnispräsentation enthält sowohl die Stimmenzahlen als auch die Sitzverteilung. Für die hier gezeigte Verteilung ist die Zweitstimme maßgeblich. Nicht mit den Ergebnissen der zwölf gleichzeitig gewählten Bezirksverordnetenversammlungen verwechseln: Der Rechner bezieht sich ausschließlich auf das Abgeordnetenhaus.

Abgeordnetenhauswahl Berlin vom 20. September 2026 – vorläufiges amtliches Ergebnis
ParteiZweitstimmenAnteilSitze
Die Linke468.06025,7 %47
CDU342.51618,8 %34
AfD296.60116,3 %29
GRÜNE260.70014,3 %26
SPD220.93912,1 %22
BSW86.0414,7 %0
FDP46.3412,5 %0

Gezeigt sind die sieben Parteien mit den höchsten Zweitstimmenanteilen. Weitere Parteien erhielten zusammen 103.316 Zweitstimmen und keine Sitze. Insgesamt wurden 1.824.514 gültige Zweitstimmen gezählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 Prozent. Die amtlichen Prozentangaben sind auf eine Nachkommastelle gerundet; die zugrunde liegenden Stimmenzahlen stehen auch in der amtlichen Ergebnisübersicht als PDF.

Welche Kombinationen erreichen 80 Sitze?

Die folgenden Summen sind Evidicos eigene Addition der amtlich ausgewiesenen Mandate. Es werden jeweils alle Sitze der gewählten Parteien zusammengezählt. Eine politische Empfehlung ist damit nicht verbunden.

Beispiele für rechnerische Mehrheiten
KombinationSitzeAbsolute Mehrheit?
Linke + Grüne + SPD95Ja, 15 über der Schwelle
CDU + SPD + Grüne82Ja, 2 über der Schwelle
Linke + CDU81Ja, 1 über der Schwelle
Linke + Grüne73Nein, 7 fehlen
Linke + SPD69Nein, 11 fehlen
CDU + SPD56Nein, 24 fehlen
CDU + AfD63Nein, 17 fehlen

Unter den Zweierkombinationen überschreiten ausschließlich Linke und CDU gemeinsam die Schwelle: 47 plus 34 ergibt 81. Die nächstgrößere Zweierkombination, Linke und AfD, kommt auf 76. Jede andere ist kleiner. Damit ist die Aussage „Die stärkste Partei braucht nur irgendeinen Partner“ rechnerisch falsch.

Ohne Linke und ohne AfD bleiben CDU, Grüne und SPD mit zusammen 82 Sitzen. Sobald eine dieser drei Parteien herausgenommen wird, reicht die Summe nicht mehr. Umgekehrt zeigt das Beispiel Linke, Grüne und SPD mit 95 Sitzen, dass eine rechnerische Mehrheit auch ohne CDU möglich ist. Beide Feststellungen beschreiben Mandatszahlen, keine bereits abgeschlossene Regierungsbildung.

Mehrheiten selbst ausprobieren

Sitzübersicht: 158 Mandate, absolute Mehrheit ab 80

  • Die Linke: 47
  • SPD: 22
  • GRÜNE: 26
  • CDU: 34
  • AfD: 29

Vorläufiges amtliches Ergebnis. Ergebnisstand: 21.09.2026, 03:33:56 Uhr MESZ. Amtliche Sitzverteilung.

Die Parteiauswahl verändert ausschließlich die zusammengezählten Mandate. Sie verändert weder das Wahlergebnis noch die Gesamtzahl von 158 Sitzen. Wer eine Partei abwählt, entfernt sie aus der gewählten Kombination, nicht aus dem Parlament. Farben helfen bei der Zuordnung; sie bewerten keine Partei und keine Kombination.

„Mehrheit“ bedeutet hier mindestens 80 von 158 Sitzen. 79 sind genau die Hälfte und reichen dafür nicht. Ein angezeigter Überschuss von zwei bedeutet zwei Sitze oberhalb dieser Schwelle; er sagt nichts darüber, wie geschlossen Abgeordnete später abstimmen. Der Rechner erlaubt auch politisch fernliegende Kombinationen, damit seine Rechenregeln für alle Parteien gleich bleiben.

Warum Stimmenanteile nicht einfach Sitzanteile sind

Berlin hat laut Artikel 38 der Landesverfassung mindestens 130 Abgeordnete. Überhang- und Ausgleichsmandate können die Größe erhöhen. Das Landeswahlamt erläutert das Sitzzuteilungsverfahren: Die Verteilung erfolgt nach Hare/Niemeyer; anschließend sind unter anderem Direktmandate und die Verteilung auf Landes- beziehungsweise Bezirkslisten zu berücksichtigen. Daher verwendet Evidico die veröffentlichte amtliche Sitzverteilung, statt gerundete Prozentwerte selbst in Mandate umzuwandeln.

Eine weitere Ursache für unterschiedliche Stimmen- und Sitzanteile ist die Sperrklausel. Artikel 39 Absatz 2 sieht grundsätzlich eine Fünfprozentgrenze vor, mit einer Ausnahme bei einem gewonnenen Wahlkreissitz. Für das BSW mit 4,7 Prozent und die FDP mit 2,5 Prozent weist das aktuelle amtliche Ergebnis jeweils null Mandate aus. Der Rechner simuliert keinen nachträglichen Einzug dieser Parteien.

Die stärkste Partei bestimmt nicht automatisch den Regierungschef

Nach Artikel 56 der Berliner Verfassung wählt das Abgeordnetenhaus den Regierenden Bürgermeister zunächst mit der Mehrheit seiner Mitglieder. Scheitert die Wahl, folgt ein zweiter Wahlgang. Kommt auch dort keine Wahl zustande, genügt im weiteren Wahlgang die höchste Stimmenzahl. Ein pauschales „Ohne 80 Sitze kann niemand gewählt werden“ wäre deshalb ebenfalls falsch.

Parteisitze sind zudem keine persönlich garantierten Stimmen. Abgeordnete sind nach Artikel 38 nur ihrem Gewissen verpflichtet. Die allgemeine Regel für parlamentarische Beschlüsse steht in Artikel 43; nicht jede Abstimmung verlangt eine absolute Mehrheit aller Mandate. Unser Rechner beantwortet bewusst die engere Frage nach einer solchen Sitzmehrheit. Er ersetzt weder die Verfassung noch die tatsächliche Wahl im Parlament.

Was vorläufig bedeutet – und was offen bleibt

Am Wahlabend hat die amtliche Darstellung die bereits gemeldeten Stimmen addiert. Sie hat fehlende Wahlbezirke nicht hochgerechnet, wie die Landeswahlleitung vorab erläuterte. Deshalb dürfen eine TV-Hochrechnung, ein amtlicher Zwischenstand und das später bekannt gegebene vorläufige Ergebnis nicht ohne Datum und Uhrzeit vermischt werden.

Hier geht es um das veröffentlichte vorläufige Landesergebnis. Eine endgültige amtliche Feststellung ist davon zu unterscheiden. Ebenso getrennt bleibt die politische Frage, welche Parteien Gespräche führen, welche Vereinbarungen entstehen und wer schließlich gewählt wird. Dafür liefert eine Sitzsumme allein keinen Beleg.

Fazit

Der Rechner macht eine überprüfbare Frage zugänglich: Welche ausgewählten Parteien erreichen zusammen mindestens 80 Mandate? Er zeigt mehrere rechnerische Wege und ebenso klar deren Grenzen. Der Wahlsieg der Linken ist keine eigene Mehrheit, eine rechnerische Mehrheit keine fertige Koalition und das vorläufige Ergebnis noch kein endgültiges amtliches Ergebnis.

Quellen und Methode

Evidico hat die amtliche Stimmen- und Sitzdarstellung sowie die folgenden Originaldokumente geprüft. Die Mehrheiten sind eigene Additionen der veröffentlichten Parteimandate. Dieser Beitrag prüft keine einzelne Rede oder Fernsehsendung. Die Farben und die Sitzmengen sind aus der amtlichen Darstellung übernommen; die Anordnung im Rechner ist keine politische Wertung.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte Aussage

Das vorläufige Ergebnis weist insgesamt 158 Sitze aus.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Das vorläufige Ergebnis weist insgesamt 158 Sitze aus.
Einordnung

Die amtliche Sitzgrafik nennt CDU 34, SPD 22, Grüne 26, Linke 47 und AfD 29. Das ergibt 158. Ein früheres oder fremdes Modell mit 159 Sitzen wird nicht übernommen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Eine absolute Mehrheit umfasst mindestens 80 der 158 Sitze.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Eine absolute Mehrheit umfasst mindestens 80 der 158 Sitze.
Einordnung

Eigene Rechnung aus amtlichen Mandaten: Hälfte von 158 ist 79; mehr als die Hälfte sind mindestens 80.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Linke, Grüne und SPD erreichen 95; CDU, SPD und Grüne 82 Sitze.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Linke, Grüne und SPD erreichen 95; CDU, SPD und Grüne 82 Sitze.
Einordnung

Eigene Addition: 47+26+22=95 beziehungsweise 34+22+26=82. Es handelt sich um Rechenbeispiele, nicht um Koalitionsprognosen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Nur Linke und CDU erreichen als Zweierkombination die absolute Sitzmehrheit.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Nur Linke und CDU erreichen als Zweierkombination die absolute Sitzmehrheit.
Einordnung

47+34=81. Die zweitgrößte Zweierkombination erreicht 47+29=76; alle weiteren liegen darunter.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

BSW und FDP erhalten im vorläufigen Ergebnis keine Mandate.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: BSW und FDP erhalten im vorläufigen Ergebnis keine Mandate.
Einordnung

Die amtliche Sitzgrafik zeigt für beide Parteien null Sitze; ihre Zweitstimmenanteile betragen 4,7 und 2,5 Prozent. Die Berliner Sperrklausel hat eine Wahlkreismandatsausnahme; eine pauschale Regel ohne Ausnahme wird nicht behauptet.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
  2. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
  3. PrimärquelleSenatskanzlei Berlin
    Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Die stärkste Partei stellt automatisch den Regierenden Bürgermeister.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Falsch
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Die stärkste Partei stellt automatisch den Regierenden Bürgermeister.
Einordnung

Artikel 56 verlangt eine Wahl im Abgeordnetenhaus. Nach zwei erfolglosen Wahlgängen genügt in einem weiteren Wahlgang die höchste Stimmenzahl. Der Wahlsieg allein begründet das Amt nicht.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. PrimärquelleSenatskanzlei Berlin
    Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Das veröffentlichte Ergebnis ist bereits endgültig amtlich festgestellt.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Falsch
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Das veröffentlichte Ergebnis ist bereits endgültig amtlich festgestellt.
Einordnung

Die Landeswahlleitung bezeichnet den Stand ausdrücklich als vorläufig. Der Artikel verwendet daher keine endgültige Ergebnisbehauptung.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
  2. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
Geprüfte Aussage

Eine rechnerische Parteisumme beweist eine vereinbarte Koalition oder garantiert das Abstimmungsverhalten.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Falsch
Originalauszug
Prüffrage zur Einordnung, kein einer Person zugeschriebenes Zitat: Eine rechnerische Parteisumme beweist eine vereinbarte Koalition oder garantiert das Abstimmungsverhalten.
Einordnung

Die Addition zeigt nur eine Sitzmehrheit. Nach Artikel 38 sind Abgeordnete nicht an Aufträge oder Weisungen gebunden. Koalitionsbereitschaft wird hier nicht untersucht.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. PrimärquelleLandeswahlleiter Berlin / Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
    Veröffentlicht 21.09.2026Abgerufen 21.09.2026
  2. PrimärquelleSenatskanzlei Berlin
    Abgerufen 21.09.2026

Transparenzhinweis

Dieser datenbasierte Erklärartikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Grundlage sind die verlinkten amtlichen Originaldaten und Verfassungsregeln. Die Sitzsummen wurden nachgerechnet. Die Prüffragen sind redaktionelle Einordnungsfragen und keine Behauptungen, die einer bestimmten Person zugeschrieben werden. Politische Koalitionsbereitschaft wird nicht aus den Zahlen abgeleitet.

Dieser Artikel dient der Information und Einordnung. Der Rechner zeigt mathematische Sitzmehrheiten, keine Koalitionsprognose. Alle Ergebnisangaben beziehen sich auf den ausdrücklich genannten vorläufigen amtlichen Stand.

Trotz sorgfältiger Prüfung können Fehler oder spätere amtliche Korrekturen nicht ausgeschlossen werden. Begründete Hinweise werden geprüft und wesentliche Änderungen kenntlich gemacht.

Gesamtfazit

158 Sitze sind im vorläufigen amtlichen Ergebnis verteilt. Die absolute Mehrheit liegt bei 80. Rechnerische Kombinationen und tatsächliche Regierungsbildung bleiben getrennt.