RedaktionsgrundsatzEvidico prüft öffentliche Aussagen quellenbasiert, neutral und unabhängig – ohne parteipolitische Richtung, ohne Pranger.NeuLeschs Angst-Doku: Was Hirnscans über Politik verratenNeuKlimakosten im Check: Was hinter den Milliarden stecktNeuNSU-Gedenken: Was in Chemnitz besteht und in Nürnberg fehlt
Politik & Regierung

Sachsen-Anhalt: Welche Mehrheiten sind möglich?

Der interaktive Sitzrechner zur Landtagswahl 2026: Parteien auswählen, Mandate vergleichen und die Mehrheit von 42 Sitzen prüfen.

Sitzgrafik zum vorläufigen amtlichen Ergebnis Sachsen-Anhalt 2026: AfD 39, CDU 15, SPD 8, Grüne 8, Linke 8, BSW 5. Insgesamt 83 Sitze; absolute Mehrheit ab 42. Datenstand 8. September 2026, 15:06 Uhr.
Vorläufige amtliche Sitzverteilung, Datenstand 08.09.2026, 15:06 Uhr. Jeder Punkt steht für ein Mandat; keine tatsächliche Sitzordnung. Quelle: Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt. Eigene Datengrafik: Evidico.

Kurzfazit

Welche Kombination erreicht 42 von 83 Sitzen? Der interaktive Rechner zeigt die rechnerischen Mehrheiten auf Basis der vorläufigen amtlichen Sitzverteilung.

Beitrag anhören

Die Wiedergabe nutzt die Sprachausgabe des Browsers. Es wird keine externe API aufgerufen.

Modus: Kurzfassung

Bereit.

Geprüftes Video

Hinweis zur Prüfung

Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

39 Sitze für die AfD, 44 für alle anderen Parteien zusammen: Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hängt die Mehrheitsfrage an wenigen Mandaten. Mit dem Sitzrechner kannst du selbst Parteien kombinieren. Du siehst sofort, wie viele Sitze sie zusammen haben und ob sie die Schwelle von 42 der insgesamt 83 Mandate erreichen.

Datenstand: Vorläufiges amtliches Ergebnis vom 8. September 2026, 15:06 Uhr; redaktionell geprüft am 9. September. Die endgültige Feststellung des Landesergebnisses ist für den 22. September vorgesehen. Die Grafik zeigt rechnerische Möglichkeiten, keine bereits vereinbarten Koalitionen.

Sitze im Überblick

Die Linke: 8 · SPD: 8 · Grüne: 8 · BSW: 5 · CDU: 15 · AfD: 39

Insgesamt 83 Mandate. Absolute Mehrheit: 42. Diese Übersicht bleibt auch ohne interaktive Grafik lesbar.

So benutzt du den Sitzrechner

Klicke oder tippe auf die Parteien, die du zusammenrechnen möchtest. Ein weiterer Klick nimmt eine Partei wieder aus der Auswahl. Die farbigen Punkte zeigen die ausgewählten Parteisitze, die übrigen Mandate werden blasser. Ohne Auswahl sind alle Parteifarben zur Orientierung sichtbar; der Zähler beginnt bei null. Die Parteischalter funktionieren auch mit der Tastatur.

Über einem Sitz erfährst du, zu welcher Partei er gehört und wie viele Mandate diese insgesamt hat. Ein Klick auf einen Punkt wählt die gesamte Partei aus. Es werden keine einzelnen Abgeordneten angewählt. Die Beispielknöpfe laden typische Rechenfälle, die du anschließend verändern kannst. Die Reihenfolge und Anordnung der Punkte ist eine grafische Darstellung, keine tatsächliche Sitzordnung im Plenarsaal.

Welche Zahlen hinter der Grafik stehen

Grundlage ist die amtliche Sitzverteilung der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt: AfD 39, CDU 15, SPD acht, Grüne acht, Linke acht und BSW fünf. Die Summe beträgt 83. Die amtliche Ergebnistabelle erfasst alle 2.661 Wahlbezirke. Sie weist für die AfD 43,8 Prozent und für die CDU 17,2 Prozent der gültigen Zweitstimmen aus.

Stimmenanteile und Sitzanteile sind unterschiedlich. Für die Grafik werden deshalb die veröffentlichten Mandate übernommen. Sie werden nicht aus gerundeten Prozentwerten neu berechnet. Die FDP ist im Rechner nicht auswählbar, weil ihr die amtliche Sitztabelle kein Mandat zuweist. Die vollständigen Stimmenzahlen und den Übergang von den Hochrechnungen zum ausgezählten Ergebnis dokumentiert unser aktualisierter Ergebnis-Faktencheck.

Warum 39 Sitze noch keine eigene Mehrheit sind

Eine absolute Mehrheit der 83 Mitglieder beginnt bei 42. Die AfD ist mit 39 Mandaten die größte Parteigruppe, bleibt aber drei Sitze darunter. Mit dem BSW ergeben sich rechnerisch 44, mit SPD, Grünen oder Linken jeweils 47 und mit der CDU 54 Sitze. Damit würde bereits jede Zweierkombination der AfD mit einer anderen vertretenen Partei die Schwelle überschreiten.

Das sagt ausschließlich etwas über die Addition der Sitze. Es ist keine Aussage darüber, ob die jeweilige Partei eine Zusammenarbeit will, ob sie diese ausgeschlossen hat oder ob alle ihre Abgeordneten bei einer geheimen Abstimmung gleich stimmen. Der Rechner weist deshalb keine Kombination als politisch wahrscheinlich, empfohlen oder beschlossen aus.

Eine Mehrheit ohne AfD: Warum alle fünf zählen

CDU, SPD, Grüne und Linke kommen gemeinsam auf 15 + 8 + 8 + 8 = 39 Sitze. Mit den fünf Mandaten des BSW werden daraus 44. Schon wenn man die kleinste dieser fünf Parteigruppen weglässt, bleibt die Summe unter 42. Eine absolute Mehrheit ohne AfD erfordert bei einer Rechnung mit vollständigen Parteigruppen somit alle fünf übrigen Parteien.

„Zusammen 44 Sitze“ bedeutet trotzdem nicht zwingend eine förmliche Fünfparteienkoalition. Parteien können sich beispielsweise über die Wahl einer Person verständigen, ohne anschließend alle Minister zu stellen. Auch eine Minderheitsregierung mit Unterstützung von außen ist als Modell von einer festen Koalition zu unterscheiden. Die Erläuterung des Landtags zur Bildung einer neuen Landesregierung beschreibt diese unterschiedlichen Möglichkeiten.

Was der Rechner über die Ministerpräsidentenwahl nicht verrät

Der Regierungschef wird vom Landtag gewählt, nicht automatisch durch den ersten Platz seiner Partei bestimmt. Artikel 65 der Landesverfassung verlangt im ersten und zweiten Wahlgang die Mehrheit der Mitglieder. Kommt sie nicht zustande und wird die vorzeitige Beendigung der Wahlperiode nicht beschlossen, folgt ein weiterer Wahlgang; dort gilt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Der Sitzrechner zeigt die feste Schwelle der Mitgliedermehrheit. Er simuliert keine Ja- und Nein-Stimmen, Enthaltungen, Abwesenheiten oder abweichenden Stimmen einzelner Abgeordneter. Eine Parteikombination mit weniger als 42 Sitzen beantwortet deshalb noch nicht abschließend jede mögliche Abstimmungssituation. Ebenso wenig garantiert eine Kombination über 42 ein späteres Wahlergebnis.

Wie belastbar ist dieser Stand?

Alle Wahlbezirke sind erfasst, aber die amtliche Prüfung ist damit nicht abgeschlossen. Laut den FAQ der Landeswahlleiterin wird das endgültige Landesergebnis am 22. September festgestellt. Bis dahin bleiben Übersicht und Rechner als vorläufig gekennzeichnet. Der Datenstand ist fest angegeben; die Grafik behauptet keine laufende automatische Aktualisierung.

Fazit: Die entscheidende Zahl ist 42. Der Rechner macht die Sitzarithmetik sichtbar: Die AfD liegt allein darunter; jede Kombination mit einer weiteren vertretenen Partei liegt darüber. Ohne AfD braucht eine absolute Mehrheit rechnerisch alle fünf übrigen Parteigruppen. Ob daraus eine Regierung entsteht, entscheiden politische Verständigungen und die tatsächlichen Abstimmungen.

Quellen und Methode

Die Mandate wurden aus der amtlichen Sitztabelle übernommen, ihre Summe und alle 64 möglichen Parteiauswahlen geprüft. Der Rechner führt ausschließlich Additionen durch. Als Hintergrund ist die MDR-Sendung „Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Wie geht’s weiter?“ vom 7. September eingebunden. Unsere Rechenbeispiele und die interaktive Darstellung sind eigenständige Ergänzungen auf Grundlage der amtlichen Daten, keine wörtlichen Aussagen aus der Sendung.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte Aussage

Die amtliche Sitzverteilung umfasst 83 Sitze; 39 entfallen auf die AfD.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Die vorläufige amtliche Sitztabelle, Stand 8. September 2026, 15:06 Uhr, nennt 39 Sitze für die AfD, 15 für die CDU, jeweils acht für SPD, Grüne und Linke sowie fünf für das BSW. Zusammen sind das 83 Mandate. Die veröffentlichten Sitzzahlen wurden direkt übernommen und nicht aus gerundeten Stimmenanteilen errechnet.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. StatistikLandeswahlleiterin / Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 08.09.2026
Geprüfte Aussage

Für die absolute Mehrheit von 83 Mitgliedern sind 42 Sitze nötig.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Die Hälfte von 83 ist 41,5; die kleinste ganze Zahl darüber ist 42. Mit 39 Sitzen fehlen der AfD drei Mandate zur absoluten Mehrheit. Gemeint ist die Mehrheit aller Mitglieder, nicht die Schwelle jeder denkbaren Abstimmung.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikLandeswahlleiterin / Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 08.09.2026
  2. GesetzLandtag von Sachsen-Anhalt
    Veröffentlicht 01.10.2025Abgerufen 08.08.2026
Geprüfte Aussage

Die AfD überschreitet mit jeder anderen vertretenen Partei rechnerisch die absolute Mehrheit.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Die kleinste weitere Parteigruppe ist das BSW mit fünf Sitzen: 39 + 5 = 44. Mit SPD, Grünen oder Linken ergeben sich jeweils 47 Sitze, mit der CDU 54. Das sind eigenständige Rechenbeispiele und keine politischen Prognosen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. StatistikLandeswahlleiterin / Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 08.09.2026
Geprüfte Aussage

Ohne die AfD werden rechnerisch alle fünf übrigen Parteigruppen für eine absolute Mehrheit benötigt.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

CDU, SPD, Grüne, Linke und BSW kommen auf 15 + 8 + 8 + 8 + 5 = 44 Sitze. Ohne die kleinste Gruppe bleiben 39; das reicht nicht für 42. Die Rechnung setzt vollständige Parteigruppen voraus und erzwingt keine förmliche Koalition aller fünf.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikLandeswahlleiterin / Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 08.09.2026
  2. PrimärquelleLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte Aussage

Die Schwelle von 42 Sitzen bildet nicht jede mögliche Ministerpräsidentenwahl ab.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Artikel 65 verlangt zunächst die Mehrheit der Mitglieder. Unter den dort geregelten Voraussetzungen gilt in einem weiteren Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Rechner simuliert keine Enthaltungen oder individuellen Stimmen.

Quellen zu dieser Aussage (1)
  1. GesetzLandtag von Sachsen-Anhalt
    Veröffentlicht 01.10.2025Abgerufen 08.08.2026
Geprüfte Aussage

Das vollständig erfasste Ergebnis ist weiterhin vorläufig.

Prüfstatus: Quelle geprüft
Richtig
Einordnung

Der amtliche Datenstand vom 8. September 2026, 15:06 Uhr, erfasst alle 2.661 Wahlbezirke. Die endgültige Feststellung des Landesergebnisses ist laut Landeswahlleiterin für den 22. September 2026 vorgesehen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 09.09.2026
  2. BehördeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 18.08.2026

Transparenzhinweis

Redaktioneller Erklärartikel mit KI-Unterstützung. Daten aus amtlichen Originalquellen, Rechenbeispiele und Funktionsprüfung durch Evidico.

Vorläufiges amtliches Ergebnis. Rechnerische Kombinationen sind keine Koalitionsprognose und keine Simulation einer geheimen Abstimmung.

Bei einer Änderung der amtlichen Sitzverteilung ist eine neue Datenfassung erforderlich.

Gesamtfazit

39 AfD-Sitze reichen allein nicht zur absoluten Mehrheit von 42. Mit jeder weiteren vertretenen Partei ergibt sich rechnerisch eine Mehrheit; ohne AfD werden alle fünf übrigen Parteigruppen benötigt. Eine Sitzsumme ist keine Koalitionsvereinbarung oder Vorhersage einer geheimen Abstimmung.