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Gesellschaft

Ganztag und PISA: El-Mafaalanis Thesen im Faktencheck

PISA-Abwärtstrend und soziale Ungleichheit sind belegt. Aussagen über eine einzige Migrationskategorie und die Zeit bei Eltern brauchen Korrekturen.

KI-generierte Illustration: Klassenzimmer mit Lernmaterialien und symbolischen Bildungsdiagrammen.
KI-generierte redaktionelle Symbolillustration, keine dokumentarische Aufnahme.

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PISA-Abwärtstrend und soziale Ungleichheit sind belegt. Aussagen über eine einzige Migrationskategorie und die Zeit bei Eltern brauchen Korrekturen.

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PISA-Abwärtstrend und soziale Ungleichheit sind belegt. Aussagen über eine einzige Migrationskategorie und die Zeit bei Eltern brauchen Korrekturen.

Aladin El-Mafaalani diskutiert mit Anne Will, wie Schule auf veränderte Kindheit reagieren sollte. Grundlage dieses Checks ist die vollständige, 1:56:02 Stunden lange Folge, veröffentlicht am 17. September 2026 und laut Abspann am 15. September aufgezeichnet. Evidico prüft ausgewählte Tatsachenbehauptungen und Schlussfolgerungen zu PISA, Zuwanderungskategorien, Betreuungszeit und Startchancen. Persönliche Erlebnisse und die ausführliche parteipolitische Debatte werden nicht als vollständig überprüft dargestellt. Belegstand: 18. September 2026.

Der neue PISA-Tiefstand ist belegt, eine einzige Ursache nicht

Das Gespräch bezieht sich auf die am 8. September 2026 veröffentlichten Ergebnisse der Erhebung von 2025. Die Technische Universität München als Standort der nationalen Studienleitung bestätigt neue Tiefstände in den drei klassischen Bereichen. Deutschland erreichte 486 Punkte in Naturwissenschaften, 465 im Lesen und 464 in Mathematik. Rund ein Fünftel verfehlt die grundlegende Kompetenzstufe in allen drei Bereichen. Der Rückgang läuft bereits seit etwa einem Jahrzehnt.

El-Mafaalanis Einwand gegen eine ausschließliche Pandemieerklärung ist deshalb berechtigt: Ein Trend, der vorher begann, kann nicht vollständig durch ein späteres Ereignis entstanden sein. Das schließt erhebliche Pandemiefolgen nicht aus. Es erlaubt auch nicht, aus der Fortsetzung des Trends abzuleiten, diese Folgen seien inzwischen verschwunden.

Die Beschreibung des Untersuchungsdesigns beim ZIB macht den Prüfgegenstand klar: PISA misst ausgewählte Kompetenzen von 15-Jährigen und erhebt Angaben zu ihren Lernbedingungen. Die Studie ist kein Experiment, das einzelne gesellschaftliche Veränderungen nacheinander an- und ausschaltet. Familie, Armut, Digitalisierung oder Unterricht als mögliche Faktoren zu diskutieren ist legitim; ihre exakten Ursachenanteile folgen aus einem historischen Gleichlauf noch nicht.

Der Zusammenhang mit sozialer Herkunft ist stark – kein Schicksal für jedes Kind

Die Kernaussage zur sozialen Ungleichheit passt zur aktuellen Untersuchung. Der OECD-Länderbericht für Deutschland nennt bei den Naturwissenschaften einen Abstand von 125 Punkten zwischen dem oberen und unteren Viertel der sozialen Herkunftsverteilung, gegenüber 85 Punkten im OECD-Mittel. Der Herkunftsindex erklärt statistisch 19 Prozent der Leistungsstreuung in Deutschland, verglichen mit 12 Prozent im OECD-Durchschnitt.

Die TUM hebt die soziale Lage auch bei gemeinsamer Betrachtung mit Geschlecht und Zuwanderungshintergrund als stärksten dieser Faktoren hervor. Das rechtfertigt es, eine einfache Erklärung nach dem Muster „mehr Zuwanderung gleich schlechtere PISA-Leistung“ zurückzuweisen. Sprache, Ressourcen und schulische Bedingungen müssen getrennt betrachtet werden.

Die Prozentangabe bedeutet zugleich nicht, dass 19 Prozent der Kinder durch Herkunft festgelegt seien. Sie bezieht sich auf statistische Unterschiede der Testwerte. Ebenso wenig beweist der Zusammenhang, dass allein eine Geldzahlung sämtliche Unterschiede beseitigen würde. Der soziale Index bündelt verschiedene Lebensbedingungen. El-Mafaalanis Forderung nach passender Unterstützung kann daraus begründet werden; die optimale Maßnahme muss jedoch gesondert auf Wirkung geprüft werden.

PISA fasst Zugewanderte gerade nicht nur in einer einzigen Gruppe zusammen

An dieser Stelle ist eine Korrektur nötig. Der nationale PISA-2025-Bericht, Seite 26 und Kapitel 6 unterscheidet ausdrücklich zwischen zweiter Zuwanderungsgeneration und selbst Zugewanderten. Bei der ersten Generation trennt er zusätzlich nach Zuzug vor dem elften Lebensjahr und ab diesem Alter. Die Behauptung, alle Jugendlichen mit Migrationshintergrund würden in einer einzigen Kategorie zusammengefasst, trifft deshalb auf diese Auswertung nicht zu.

Das beseitigt nicht den berechtigten Kern seiner pädagogischen Kritik. Eine statistische Kategorie kann nicht jede Sprache, Familiengeschichte, Aufenthaltssituation und individuelle Erfahrung eines Klassenraums enthalten. Auch eine differenzierte Tabelle ist kein vollständiges Porträt jedes Kindes. Es wäre aber falsch, aus dieser unvermeidlichen Begrenzung zu schließen, die Studie verzichte auf relevante Unterteilungen.

Für den praktischen Umgang ist die Trennung wichtig: Man kann die Daten als Orientierung nutzen und zugleich zusätzliche Informationen für die Arbeit vor Ort benötigen. Ein Hinweis auf komplexe Klassenbedingungen widerlegt keine gemessenen Leistungsunterschiede. Umgekehrt löst deren genaue Messung noch nicht das pädagogische Problem. Der methodische Einwand im Interview vermischt diese beiden Ebenen.

Der Ausbau ist sichtbar, eine Weltrekordbehauptung bleibt unbelegt

Der institutionelle Wandel ist real. Für den 1. März 2025 weist Destatis eine Betreuungsquote von 95,0 Prozent bei den Drei- bis unter Sechsjährigen und 37,8 Prozent bei den unter Dreijährigen aus. Die Werte umfassen Kindertagesbetreuung und müssen nach Altersgruppen gelesen werden: „Fast alle“ passt zur älteren Gruppe, aber nicht pauschal zu sämtlichen Kindern unter sechs Jahren.

Auch die Ganztagsschulstatistik der Kultusministerkonferenz dokumentiert Angebot und Teilnahme im Zeitverlauf. Aus einer Schule mit Ganztagsangebot folgt allerdings nicht, dass jedes dort angemeldete Kind täglich den ganzen Tag bleibt. Angebotsquote, Teilnahmequote und tatsächliche Anwesenheitsdauer sind unterschiedliche Größen.

Die darüber hinausgehende Aussage, kein anderes Land habe sich so schnell verändert, würde einen systematisch vergleichbaren internationalen Datensatz benötigen: gleiche Altersgrenzen, gleiche Definition von Betreuung und derselbe Zeitraum. Ein solcher Nachweis wird im Gespräch nicht genannt und liegt dieser Prüfung nicht vor. Der Ausbau lässt sich somit bestätigen; der Superlativ bleibt unbelegt. Das ist relevant, weil eine starke deutsche Veränderung auch ohne einen Weltrekord eine politische Herausforderung sein kann.

Mehr Zeit in der Schule als bei den Eltern: der Durchschnitt ist nicht nachgewiesen

Diese Formulierung klingt wie ein statistisches Ergebnis, bleibt im Interview aber ohne benannte Berechnung. Für ein einzelnes Kind mit langem Schultag kann sie unter bestimmten Definitionen plausibel sein. Für das durchschnittliche Grundschulkind in Deutschland benötigt man mehr: tatsächliche Nutzung des Ganztags, Alter, Ferien, Wochenenden und die Definition gemeinsamer Zeit.

Die Zeitverwendungserhebung von Destatis untersucht die Zeitverwendung von Personen ab zehn Jahren. Sie ist damit keine unmittelbar passende Vollerhebung des gesamten Grundschulalters. Auch die KMK-Daten zur Ganztagsteilnahme messen nicht ohne Weiteres, wie viele Stunden Kinder im gleichen Raum mit ihren Eltern verbringen oder wie lange Eltern sich ausschließlich mit ihnen beschäftigen.

Gerade die letzte Unterscheidung kann ein Ergebnis stark verändern. Gemeinsames Abendessen, Anwesenheit zu Hause und aktive Hausaufgabenhilfe sind nicht identische Kategorien. Für einen fairen Vergleich müsste auf beiden Seiten dieselbe Logik gelten. Evidico bewertet die behauptete bundesweite Durchschnittsrelation deshalb als unbelegt, nicht als widerlegt. El-Mafaalanis politische Forderung nach mehr schulischer Verantwortung kann auch unabhängig von dieser ungesicherten Zahl diskutiert werden.

Startchancen setzt tatsächlich an Geld, Lernumgebung und Personal an

Die Programmbeschreibung im Gespräch ist im Kern korrekt. Nach den offiziellen Fragen und Antworten zum Startchancen-Programm stellen Bund und Länder über zehn Jahre insgesamt 20 Milliarden Euro bereit. Das Programm startete im Schuljahr 2024/25 und richtet sich an etwa 4.000 Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Die Gesamtsumme ist eine mehrjährige Finanzierungszusage, kein bereits vollständig ausgegebener Betrag.

Die drei Programmsäulen passen zu mehreren der diskutierten Probleme: Investitionen sollen Lernorte verbessern, Chancenbudgets ermöglichen bedarfsgerechte Schul- und Unterrichtsentwicklung, zusätzliches Personal soll multiprofessionelle Teams stärken. Damit geht es tatsächlich über die reine Anschaffung von Unterrichtsmaterial hinaus.

Diese Konstruktion beantwortet aber noch nicht die Wirkungsfrage. Ein bewilligtes Budget, ein eingestellter Mitarbeiter und ein messbarer Lernfortschritt sind verschiedene Stationen. Ob eine konkrete Schule die Unterstützung sinnvoll einsetzen kann, hängt auch von Umsetzung und Zusammenarbeit ab. Die im Interview positive Bewertung des Aufbaus ist deshalb eine begründbare Einschätzung, aber kein Nachweis, dass sämtliche Ziele bereits erreicht sind.

Vier Jahre bis zur Trendwende sind eine bedingte Prognose

Zum Schluss relativiert El-Mafaalani die Zeitangabe selbst: Er spricht zunächst über Grundschulkinder und bezeichnet vier Jahre als günstigen Fall. Bei PISA wäre der Horizont länger, weil die getesteten Jugendlichen älter sind. Es wäre deshalb unfair, ihm pauschal das Versprechen zuzuschreiben, Deutschland werde in vier Jahren in jedem Bildungsbereich bessere Ergebnisse erzielen.

Die PISA-Methodik bestätigt den Altersbezug von 15 Jahren. Aus dem Abstand zwischen Einschulung und späterem Test ergibt sich eine plausible Überlegung über Wartezeiten. Er liefert aber keine feste Mindestwirkung einer Reform. Eine Kohorte kann lange einem Programm ausgesetzt sein, ohne dass dessen Umsetzung oder Ergebnis überall gleich ausfällt.

Die offizielle Programmbeschreibung sieht wissenschaftliche Begleitung und Weiterentwicklung vor. Genau dort müsste sich zeigen, welche Maßnahmen wirken, für welche Kinder und unter welchen Bedingungen. Die Vierjahresperspektive bleibt daher eine bedingte fachliche Prognose. Ein verfehlter Wunschzeitpunkt wäre nicht automatisch der Nachweis, dass jede Förderung nutzlos ist; ein besserer Testwert wiederum wäre allein noch kein sauberer Kausalnachweis für ein einzelnes Programm.

Bessere Testwerte erklären noch kein Wahlergebnis

Die Titelfrage der Folge verbindet Bildung und Demokratie. Im Gespräch widerspricht El-Mafaalani jedoch ausdrücklich einer simplen Gleichung: Menschen wählten nicht allein aufgrund guter oder schlechter Bildung eine bestimmte Partei. Diese Einschränkung gehört zur fairen Darstellung seiner Position.

Der Untersuchungsauftrag von PISA liefert dafür eine klare methodische Grenze. Aus den Testwerten einer Altersgruppe lässt sich nicht ableiten, warum einzelne Menschen später eine Partei wählen. Dafür bräuchte man andere Daten und eine Untersuchung, die unter anderem soziale Lage, politische Einstellungen und Veränderungen über die Zeit berücksichtigt. Nationale Mittelwerte direkt mit einem regionalen Wahlergebnis zu verbinden würde diese Schritte überspringen.

Das bedeutet nicht, dass Bildung für demokratische Teilhabe belanglos sei. Es bedeutet, dass eine allgemeine gesellschaftliche Bedeutung und eine konkret bewiesene Wahlursache zwei verschiedene Aussagen sind. Die in der langen Folge ebenfalls diskutierten Parteiprogramme, Wahlanteile und gesellschaftspolitischen Diagnosen sind nicht Gegenstand dieses Checks. Er prüft die bildungsbezogenen Belege, ohne das ganze Interview mit einem pauschalen Urteil zu versehen.

Fazit

El-Mafaalanis Forderung nach früher, gezielter Förderung knüpft an dokumentierte Probleme an. Seine Beschreibung der PISA-Kategorien ist jedoch zu grob: Der neue Bericht differenziert Zuwanderung deutlich. Auch ein bundesweiter Zeitvergleich zwischen Schule und Eltern ist nicht nachgewiesen. Startchancen besitzt die genannten strukturellen Elemente; eine Trendwende in vier Jahren bleibt eine bedingte Prognose. Aus PISA allein folgt keine einfache Erklärung eines Wahlergebnisses.

Geprüfte Aussagen

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Geprüfte AussageZeitstempel: 00:04:24–00:10:20

PISA 2025 setze den Leistungsrückgang fort; die Pandemie allein könne ihn nicht erklären.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Sinngemäß: PISA 2025 setze den Leistungsrückgang fort; die Pandemie allein könne ihn nicht erklären.
Einordnung

Die nationalen Ergebnisse zeigen einen seit rund zehn Jahren bestehenden Abwärtstrend. Damit begann der Rückgang vor der Pandemie. Die jeweilige Größe einzelner Ursachen lässt sich aus dem Zeitverlauf allein nicht bestimmen.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. PrimärquelleTechnische Universität München
    Veröffentlicht 08.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  3. PrimärquelleZentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien
    Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:50:03–00:52:12

Die sozioökonomische Situation sei für die Leistungsunterschiede bedeutsamer als die pauschale Unterscheidung nach Zuwanderung.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Sinngemäß: Die sozioökonomische Situation sei für die Leistungsunterschiede bedeutsamer als die pauschale Unterscheidung nach Zuwanderung.
Einordnung

Die deutschen PISA-Auswertungen weisen soziale Herkunft als besonders starken Faktor aus. Statistische Zusammenhänge sind keine vollständige Kausalerklärung und gelten nicht deterministisch für einzelne Jugendliche.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. PrimärquelleOECD
    Abgerufen 08.09.2026
  3. PrimärquelleTechnische Universität München
    Veröffentlicht 08.09.2026Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:52:12–00:53:18

Die Studie packe alle Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in eine einzige Kategorie und erfasse dadurch die Vielfalt unzureichend.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Teilweise richtig
Originalauszug
Sinngemäß: Die Studie packe alle Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in eine einzige Kategorie und erfasse dadurch die Vielfalt unzureichend.
Einordnung

Der konkrete Kategorienvorwurf stimmt für den nationalen PISA-2025-Bericht nicht: Dieser differenziert nach Generation sowie frühem und spätem Zuzug. Die allgemeine Aussage, dass statistische Kategorien die vollständige Vielfalt einer Klasse nicht darstellen, ist berechtigt.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. StudieZIB / Waxmann
    Veröffentlicht 08.09.2026Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:47:53–00:48:23

Die Kindheit habe sich schnell in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verlagert; kein Land habe einen vergleichbar schnellen Kita-Ausbau erlebt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Teilweise richtig
Originalauszug
Sinngemäß: Die Kindheit habe sich schnell in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen verlagert; kein Land habe einen vergleichbar schnellen Kita-Ausbau erlebt.
Einordnung

Hohe Betreuungsquoten und der Ausbau von Ganztagsangeboten sind dokumentiert. Der weltweite Geschwindigkeitsrekord wird im Gespräch nicht mit einem vergleichbaren internationalen Datensatz belegt; zudem müssen Altersgruppen unterschieden werden.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. StatistikStatistisches Bundesamt
    Abgerufen 18.09.2026
  3. StatistikKultusministerkonferenz
    Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:48:26–00:48:49

Ein durchschnittliches Grundschulkind verbringe heute wegen des Ganztags mehr Zeit im Schulgebäude als bei seinen Eltern.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Unbelegt
Originalauszug
Sinngemäß: Ein durchschnittliches Grundschulkind verbringe heute wegen des Ganztags mehr Zeit im Schulgebäude als bei seinen Eltern.
Einordnung

Ganztagsangebot und Betreuungsquote belegen diesen bundesweiten Zeitvergleich nicht. Die Aussage benötigt eine Definition von Elternzeit und Zeitraumbasis sowie repräsentative Daten gerade für Grundschulkinder.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. StatistikStatistisches Bundesamt
    Abgerufen 18.09.2026
  3. StatistikKultusministerkonferenz
    Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:09:13–01:10:28

Das Startchancen-Programm laufe seit 2024 und stelle über zehn Jahre 20 Milliarden Euro für Schulen mit vielen sozial benachteiligten Kindern bereit.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Sinngemäß: Das Startchancen-Programm laufe seit 2024 und stelle über zehn Jahre 20 Milliarden Euro für Schulen mit vielen sozial benachteiligten Kindern bereit.
Einordnung

Die offiziellen Programmangaben bestätigen Laufzeit, Gesamtvolumen von Bund und Ländern und Zielgruppe. Die drei Säulen umfassen Lernumgebung, Chancenbudgets und multiprofessionelle Teams.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. BehördeBundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Abgerufen 18.09.2026
  3. BehördeBundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:52:10–01:55:17

Mit wirksamer Basiskompetenzförderung könne der Abwärtstrend in der Grundschule im besten Fall in vier Jahren gestoppt werden; bessere PISA-Werte kämen später.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Nicht überprüfbar
Originalauszug
Sinngemäß: Mit wirksamer Basiskompetenzförderung könne der Abwärtstrend in der Grundschule im besten Fall in vier Jahren gestoppt werden; bessere PISA-Werte kämen später.
Einordnung

El-Mafaalani formuliert ausdrücklich einen günstigen Fall und unterscheidet Grundschulstudien von PISA. Programmziele und Kohortenabstand sind kein bereits erbrachter Wirkungsnachweis oder garantierter Termin.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. BehördeBundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    Abgerufen 18.09.2026
  3. PrimärquelleZentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien
    Abgerufen 18.09.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 01:22:27–01:25:15

Aus schlechter Bildung könne man nicht unmittelbar erklären, warum Menschen eine bestimmte Partei wählen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Sinngemäß: Aus schlechter Bildung könne man nicht unmittelbar erklären, warum Menschen eine bestimmte Partei wählen.
Einordnung

PISA misst Kompetenzen und Lernbedingungen, keine individuelle kausale Erklärung des Wahlverhaltens. Die Zurückweisung einer einfachen Eins-zu-eins-Erklärung ist methodisch begründet; weitere politische Thesen des Gesprächs werden hier nicht überprüft.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. PrimärquellePolitik mit Anne Will
    Veröffentlicht 17.09.2026Abgerufen 18.09.2026
  2. PrimärquelleZentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien
    Abgerufen 18.09.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde KI-gestützt erstellt. Aussagen werden sinngemäß wiedergegeben; Prognosen und Bewertungen sind von überprüfbaren Tatsachen getrennt.

Dieser Artikel dient der Information und Einordnung. Er ersetzt keine individuelle fachliche Beratung. Bewertungen beziehen sich auf die genannten Aussagen und den dokumentierten Quellenstand.

Trotz sorgfältiger Prüfung können Fehler oder spätere Änderungen nicht ausgeschlossen werden. Begründete Korrekturhinweise werden geprüft und wesentliche Aktualisierungen kenntlich gemacht.

Gesamtfazit

El-Mafaalanis Forderung nach früher, gezielter Förderung knüpft an dokumentierte Probleme an. Seine Beschreibung der PISA-Kategorien ist jedoch zu grob: Der neue Bericht differenziert Zuwanderung deutlich. Auch ein bundesweiter Zeitvergleich zwischen Schule und Eltern ist nicht nachgewiesen. Startchancen besitzt die genannten strukturellen Elemente; eine Trendwende in vier Jahren bleibt eine bedingte Prognose. Aus PISA allein folgt keine einfache Erklärung eines Wahlergebnisses.