Die kurze Antwort: Erst den Notebook-Anschluss prüfen
Ein USB-C-Hub ist praktisch, wenn deinem Notebook Anschlüsse für Monitor, USB-Zubehör oder Netzwerk fehlen. Entscheidend ist aber nicht nur die Zahl der Buchsen: Der USB-C-Anschluss am Notebook muss die jeweils gewünschte Funktion unterstützen. Für die HDMI-Ausgabe der hier vorgestellten Hubs braucht er DisplayPort über USB-C; zum Laden über den Hub muss das Notebook dort auch USB-C Power Delivery annehmen.
- Ein Monitor und etwas Zubehör reichen: Der Anker 332 ergänzt HDMI sowie USB-A und USB-C für Daten. Bei 4K ist sein HDMI-Ausgang auf 30 Hz begrenzt.
- 4K mit bis zu 60 Hz, LAN und Kartenleser gewünscht: Der Anker 555 bietet mehr Anschlüsse. Für 4K/60 Hz nennt Anker ein geeignetes Notebook mit DisplayPort 1.4; mit DP 1.2 sind es laut Hersteller bis zu 4K/30 Hz.
- Nur eine Maus oder ein USB-Stick fehlen: Ein vorhandener Anschluss oder ein einfacher Daten-Hub kann genügen. Für zwei zusätzliche unabhängige Monitore ist keiner der beiden hier vorgestellten Hubs die passende Lösung.
Wir vergleichen zwei konkrete Einzelgeräte anhand von Herstellerunterlagen und einem veröffentlichten Fremdtest zum Anker 555. Evidico hat die Geräte nicht selbst getestet. Ein passendes USB-C-Netzteil ist zum Laden über den Hub zusätzlich erforderlich; prüfe die konkreten Anforderungen deines Notebooks.
| Ausführung | Monitor über HDMI | Daten & Extras | Zu beachten | Angebot prüfen |
|---|---|---|---|---|
| Anker 332 · A8355 | bis 4K / 30 Hz | 1 × USB-C + 2 × USB-A, bis 5 Gbit/s | Kein LAN oder Kartenleser; Netzteil separat | Bei Amazon ansehen |
| Anker 555 · A8383 | bis 4K / 60 Hz mit geeignetem DP-1.4-Host | 1 × USB-C + 2 × USB-A, bis 10 Gbit/s; LAN, SD/microSD | Ein HDMI-Ausgang; 4K / 30 Hz mit DP 1.2 laut Anker | Bei Amazon ansehen |
Herstellerangaben und konkrete Amazon-DE-Ausführungen geprüft am 05.11.2026. Auflösung, Bildrate, Laden und Datenrate hängen auch von Notebook, Monitor, Kabel und Versorgung ab. Angebote und Lieferumfang können sich ändern.
Was dein USB-C-Anschluss können muss
USB-C beschreibt zunächst die Form des Steckers. Welche Signale darüber laufen, entscheidet die Ausstattung des jeweiligen Geräts und Anschlusses. Für den HDMI-Ausgang dieser Hubs muss der USB-C-Anschluss des Notebooks DisplayPort Alt Mode unterstützen. Hat ein Notebook mehrere USB-C-Buchsen, müssen sie nicht alle denselben Funktionsumfang bieten. Die Geräteanleitung oder das technische Datenblatt ist die bessere Grundlage als die Steckerform allein.
Auch das Laden ist eine eigene Frage: Unterstützt das Notebook die Stromaufnahme per USB-C Power Delivery an genau diesem Anschluss? Dann kann ein geeignetes separates USB-C-PD-Netzteil über den Hub Strom liefern. Ein Anschluss, der nur Daten überträgt, wird durch einen Hub nicht automatisch zum Bildschirm- oder Ladeanschluss. Frage bei unklaren Angaben beim Notebookhersteller nach.
Der Monitor benötigt den passenden HDMI-Eingang und ein geeignetes Kabel. Stelle die gewünschte Auflösung und Bildwiederholrate anschließend im Betriebssystem ein. Wenn der Bildschirm schwarz bleibt, helfen ein anderer geeigneter Notebook-Port und der Blick in die Herstelleranleitung; ein USB-C-Datenport am Hub ist bei diesen beiden Modellen kein Ersatz für HDMI.
4K mit 30 oder 60 Hz – und was es praktisch bedeutet
4K beschreibt die Auflösung, Hertz die Bildwiederholrate. Bei 60 Hz wird das Bild häufiger aktualisiert als bei 30 Hz; Mausbewegungen und Scrollen können dadurch flüssiger wirken. Welche Kombination tatsächlich auswählbar ist, hängt von der ganzen Verbindung ab: Notebook-Ausgang, Hub, HDMI-Kabel und Monitor müssen sie unterstützen.
Der Anker 332 gibt laut Hersteller über HDMI maximal 4K bei 30 Hz aus. Der Anker 555 schafft laut Hersteller bis zu 4K bei 60 Hz mit einem geeigneten DP-1.4-Notebook; bei DP 1.2 nennt Anker bis zu 4K bei 30 Hz. Das ist keine Garantie für jedes Modell oder jede Kombination. Beide geprüften Hubs haben jeweils einen HDMI-Ausgang; die zusätzlichen USB-C-Datenbuchsen geben laut Anker kein Monitorsignal aus.
Anker 332: die kompakte Anschluss-Erweiterung
Der geprüfte Anker 332 A8355 in Schwarz bietet einen HDMI-Ausgang, zwei USB-A-Datenanschlüsse und einen USB-C-Datenanschluss mit jeweils bis zu 5 Gbit/s sowie einen separaten USB-C-PD-Eingang. Ein Netzteil ist beim geprüften Angebot nicht dabei. LAN und Speicherkartenleser fehlen; 4K/30 Hz kann für Präsentationen oder gelegentliche Nutzung ausreichen, ist aber nicht für jeden am Schreibtisch angenehm.
Er passt, wenn ein Bildschirm und wenige USB-Geräte genügen. Brauchst du 4K/60 Hz, LAN oder SD-Karten ohne weitere Adapter, ist der 555 das passendere Beispiel. Die 5-Gbit/s-Angabe ist eine Schnittstellenobergrenze, keine zugesicherte Kopiergeschwindigkeit.
Anker 555: mehr Anschlüsse für einen Monitor
Der geprüfte Anker 555 A8383, 8-in-1 mit einem HDMI, ergänzt zwei USB-A- und einen USB-C-Datenport mit bis zu 10 Gbit/s, Ethernet sowie SD- und microSD-Steckplätze. Dazu kommen ein HDMI-Ausgang und ein USB-C-PD-Eingang. Das Angebot zeigt auch andere Sets: Achte auf die Auswahl 8 in 1 (1 HDMI) und verwechsle sie nicht mit einer Variante mit zwei HDMI-Ausgängen.
Im Testvergleich des F.A.Z. Kaufkompass, zuletzt am 13. April 2026 aktualisiert, wird der A8383 mit einem HDMI-Ausgang beschrieben; die Redaktion nennt unter anderem das kurze Anschlusskabel und ein kratzanfälliges Gehäuse als Grenzen. Ihre Testübersicht und der Fließtext widersprechen sich beim Audioanschluss; Ankers eigene Anschlussliste führt keinen 3,5-mm-Anschluss auf. Unsere Einordnung übernimmt daher keine gegenteilige Audioangabe aus dem Testtext. Der Bericht ist ein Fremdtest, keine eigene Messung von Evidico und kein direkter Testvergleich mit dem 332.
Für 4K/60 Hz müssen Notebook und übrige Verbindung geeignet sein. Auch ein schnellerer Hub macht eine langsamere externe SSD oder einen langsameren Notebook-Port nicht automatisch schneller.
100 Watt am Eingang sind nicht 100 Watt am Notebook
Beide Modelle nehmen laut Anker bis zu 100 Watt über den PD-Eingang an und reichen bei entsprechender Versorgung bis zu 85 Watt an den Laptop weiter. Für den 555 erläutert der Hersteller, dass der Hub selbst Leistung benötigt; für die genannten 85 Watt nennt er ein geeignetes 100-Watt-PD-Netzteil und ein dafür ausgelegtes USB-C-Kabel. Ein schwächeres Netzteil lässt entsprechend weniger Spielraum. Das Notebook entscheidet selbst, welche Leistung es aufnehmen kann.
Prüfe deshalb die benötigte Ladeleistung deines Computers und den tatsächlichen Lieferumfang. Benötigt das Gerät mehr Leistung, als über den Hub ankommen kann, ist sein geeigneter direkter Ladeanschluss möglicherweise die bessere Wahl. Ein vorhandenes Netzteil kann ausreichen, wenn seine Daten zur Kombination passen. Mehr zu Steckern, Ladeleistung und Datenwegen erklären unsere Ratgeber zu USB-C-Kabeln und USB-C-Ladegeräten.
Vor dem Kauf: diese vier Punkte klären
- Notebook-Port: Kann genau dieser USB-C-Anschluss DisplayPort Alt Mode und – falls gewünscht – USB-C-PD-Laden?
- Monitor: Welche Auflösung und Bildrate unterstützt er am verwendeten Eingang? Für 4K/60 Hz müssen auch Hub und Notebook geeignet sein.
- Peripherie: Wie viele USB-A- und USB-C-Datenports brauchst du? Sind LAN oder Kartenleser sinnvoll? Die USB-C-Datenbuchsen der beiden gezeigten Modelle sind keine Videoausgänge.
- Netzteil und Platz: Reicht die Ladeleistung nach dem Durchleiten? Ist das kurze fest verbundene Hubkabel für deinen Notebook-Ständer lang genug?
Unser Fazit
Prüfe zuerst den USB-C-Anschluss deines Notebooks. Der Anker 332 bietet eine kompakte Grundausstattung mit 4K/30 Hz; der Anker 555 ergänzt LAN, Kartenleser, schnellere Datenports und bei geeigneter Verbindung 4K/60 Hz. Das größere Modell lohnt sich vor allem dann, wenn du diese Unterschiede tatsächlich nutzt.

