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Wirtschaft & Finanzen

Deutschlands Strompreis: Was die ZDF-Erklärung trifft – und wo Zahlen verrutschen

39 Cent pro Kilowattstunde, elf Cent fürs Netz und fast ein Drittel für den Staat: Das ZDF erklärt den Strompreis anschaulich. Der Faktencheck findet viele richtige Kernaussagen, aber auch eine veraltete Ökostromquote und mehrere fehlende Methodendetails.

Illustrativer Hausquerschnitt zwischen Kraftwerken, Windrädern, Stromnetz und Münzfluss.
KI-GENERIERT – Symbolbild zur Zusammensetzung von Strompreisen und zur Rolle verschiedener Erzeugungsarten.

Kurzfazit

Die Preisstruktur und das Merit-Order-Prinzip erklärt das Video weitgehend korrekt. Irreführend sind vor allem die 62 Prozent Erneuerbare im 2025er Kontext; zudem sind 650 Milliarden Euro Netzausbau eine Studienprojektion und Lieferantenmargen aus den gezeigten Daten nicht ablesbar.

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Hinweis zur Prüfung

Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

Deutschlands Haushalte zahlen im europäischen Vergleich sehr viel für Strom. Das ZDF-Video sucht deshalb nach dem großen Profiteur – und kommt zu einem grundsätzlich richtigen Ergebnis: Den einen Empfänger der gesamten Rechnung gibt es nicht. Erzeugung und Beschaffung, Netzbetrieb, staatliche Bestandteile und Marktregeln greifen ineinander. Viele Zahlen stammen erkennbar aus Daten für 2025. Genau deshalb ist wichtig, nicht zwischen Jahren, Durchschnittsdefinitionen und Zukunftsschätzungen zu springen.

So wurde geprüft

Wir haben das vollständige Transkript in einem Durchgang ausgewertet und 15 eigenständige Aussagen festgelegt. Preise wurden mit Eurostat, Destatis und der BDEW-Aufteilung abgeglichen. Für Strommix, Erzeugungskosten, Redispatch und Regulierung dienten Fraunhofer ISE, Bundesnetzagentur, Gesetzgebung und öffentliche Gutachten als Hauptquellen. Eine zweite Prüfung gab es nur bei strittigen Zahlen, Rechts- und Kausalitätsfragen.

Strommix und Preisvergleich

62 Prozent Erneuerbare: ein Wert aus dem falschen Jahr

Urteil: irreführend. Das Video sagt, mittlerweile kämen rund 62 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. Fraunhofer ISE meldete 62,7 Prozent für die öffentliche Nettostromerzeugung 2024. Für 2025, auf das sich die folgenden Aussagen beziehen, waren es nach derselben Methodik 55,9 Prozent. Andere Nenner liefern nochmals andere Quoten. Der Wert ist also real, aber ohne Bezugsjahr und Definition im 2025er Zusammenhang veraltet.

39 Cent und EU-Rang zwei

Urteil: richtig nach Eurostat-Definition. Für das zweite Halbjahr 2025 weist Eurostat im üblichen Haushalts-Verbrauchsband 38,69 Cent je Kilowattstunde aus; nur Irland lag mit 40,42 Cent höher. Destatis kommt über alle Verbrauchsklassen auf 40,55 Cent. Das ist kein Widerspruch, sondern eine andere Gewichtung. Das ZDF hätte sein Verbrauchsband nennen sollen.

Knapp 400 Euro über dem EU-Durchschnitt

Urteil: richtig gerechnet. Der EU-Mittelwert lag bei 28,96 Cent. Die Differenz zu 38,69 Cent beträgt 9,73 Cent. Bei 4.000 Kilowattstunden ergeben sich 389,20 Euro, also knapp 400 Euro. Der Betrag ist ein transparentes Beispiel, kein gemessener Aufschlag jeder vierköpfigen Familie: Vertrag, Grundpreis, Bonus, Region und tatsächlicher Verbrauch unterscheiden sich.

Photovoltaik vor Braunkohle und günstigere Neuanlagen

Urteil: überwiegend richtig. Photovoltaik erzeugte 2025 erstmals mehr öffentlichen Nettostrom als Braunkohle. Auch die genannten Größenordnungen für neue Anlagen passen zur Fraunhofer-Studie zu Stromgestehungskosten: Onshore-Wind liegt häufig im niedrigen einstelligen Centbereich, neue Braunkohle einschließlich CO₂-Kosten deutlich höher. Solche Lebensdauerkosten sind aber nicht dasselbe wie der heutige Börsenpreis eines bestehenden Kraftwerks.

Beschaffung, Börse und Lieferanten

16 von 39 Cent für Beschaffung und Vertrieb

Urteil: richtig für 2025. Die BDEW-Strompreisanalyse weist 39,80 Cent Gesamtpreis und 16,12 Cent für Beschaffung und Vertrieb aus. Dieser Block enthält Energieeinkauf, Service, Vertrieb und Marge. Er zeigt deshalb nicht, welcher Teil davon Gewinn ist, und er ist kein unveränderlicher Bestandteil jedes Tarifs.

Das letzte benötigte Kraftwerk setzt den Preis

Urteil: richtig, aber vereinfacht. Im Day-ahead-Markt werden Gebote nach Kosten geordnet. Das zuletzt benötigte akzeptierte Angebot setzt grundsätzlich den einheitlichen Preis der Preiszone – der Kern der Merit Order. Häufig ist ein Gas- oder Kohlekraftwerk preissetzend. Haushaltskunden zahlen diesen Stundenpreis jedoch nicht direkt, weil Lieferanten langfristig beschaffen und Netz, Steuern sowie Umlagen hinzukommen.

Einstellige Lieferantenmargen

Urteil: mit den gezeigten Daten nicht belegt. Dass Lieferanten Preisrisiken tragen, stimmt. Aus dem gebündelten BDEW-Block lässt sich aber keine repräsentative Nettomarge errechnen. Dafür bräuchte es eine definierte Kennzahl und Unternehmensdaten über den Markt hinweg. Die Aussage kann plausibel sein, sollte ohne diese Grundlage jedoch nicht als gesicherter Durchschnitt erscheinen.

Netze: teurer Ausbau, teures Nichtstun

Elf Cent Netzentgelt und 650 Milliarden Euro

Urteil: richtig mit wichtiger Einordnung. Rund 10,96 Cent Netzentgelt passen zum BDEW-Wert. Die 650 Milliarden Euro sind dagegen keine feststehende Rechnung, sondern eine langfristige Projektion. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung schätzt bis 2045 etwa 328 Milliarden für Übertragungs- und 323 Milliarden für Verteilnetze. Die Monopolkommission nennt ähnliche Größenordnungen, warnt aber vor hoher Unsicherheit.

Redispatch landet über Netzentgelte bei den Kunden

Urteil: richtig. Wenn Leitungen überlastet sind, wird Erzeugung vor dem Engpass gesenkt und dahinter erhöht. Die Bundesnetzagentur beziffert das Engpassmanagement 2025 auf rund 3,06 Milliarden Euro. Redispatch, Gegenhandel und Reservekraftwerke werden über Netzentgelte refinanziert. Mehr Netz kann diese Kosten senken, aber nicht fast vollständig beseitigen: Ausfälle, Wartung und regionale Spitzen bleiben.

Neue Anlagen sollen stärker nach Netzlage gebaut werden

Urteil: richtig als Vorhaben, Wirkung offen. Das Kabinett beschloss Ende Juli 2026 eine EEG-Novelle und ein Netzanschlusspaket. Standortsignale, Direktvermarktung und begrenzte Entschädigung in Engpassgebieten sollen Systemkosten reduzieren. Zum Videozeitpunkt war das noch Gesetzgebung. Ob es den Ausbau bremst oder effizienter macht, ist eine Prognose, keine bereits gemessene Folge.

Monopole und regulierte Renditen

Urteil: richtig. Stromnetze sind regionale natürliche Monopole; parallele Leitungsnetze wären meist unsinnig. Deshalb setzt die Bundesnetzagentur Erlösobergrenzen und Eigenkapitalzinssätze, üblicherweise im einstelligen Bereich. Eine Studie mit angeblich 30 Prozent Rendite kann andere Bilanz- oder Cashflowgrößen verwenden und ist nicht direkt vergleichbar. Das ZDF benennt diesen Methodenunterschied selbst. Forderungen nach mehr Kostentransparenz bleiben trotzdem berechtigt.

Steuern, Entlastung und flexible Nachfrage

Knapp ein Drittel für Staat und Umlagen

Urteil: richtig für 2025. Die Mehrwertsteuer beträgt 19 Prozent des gesamten Rechnungsbetrags, grob sechs Cent. Die reguläre Stromsteuer für Haushalte liegt bei 2,05 Cent. BDEW beziffert Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen auf 12,72 Cent beziehungsweise 32 Prozent. Der EU-Vergleich um 29 Prozent ist größenordnungsmäßig plausibel, hängt aber von der jeweiligen Eurostat-Abgrenzung ab.

Großbritannien setzt die Mehrwertsteuer auf null

Urteil: richtig, aber befristet. Die britische Regierung kündigte ab 1. Oktober 2026 null Prozent Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom für ein Finanzjahr an. Für Nordirland war noch eine europarechtliche Abstimmung nötig. Komplett streichen klingt dauerhafter und einheitlicher, als die Entscheidung tatsächlich war.

Stromsteuer nur für Unternehmen gesenkt

Urteil: im Kern richtig. Den EU-Mindestsatz erhielten produzierendes Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft, nicht Haushalte. Zur vollständigen Bilanz gehört aber eine andere Entlastung: Der Bund stellte 2026 insgesamt 6,5 Milliarden Euro zur Senkung der Netzentgelte bereit, wie die Bundesregierung erläutert. Das ersetzt die versprochene allgemeine Steuersenkung nicht.

Speicher und Smart Meter können helfen

Urteil: richtig mit Bedingungen. Für einen dynamischen Tarif wird ein intelligentes Messsystem benötigt. Flexible Haushalte können Verbrauch in günstige Stunden verschieben; die Bundesnetzagentur weist zugleich auf schwankende Preise und Aufklärungspflichten hin. Speicher können Überschüsse verlagern, verursachen aber Kosten und Verluste. Nicht jeder Haushalt hat ausreichend verschiebbaren Verbrauch, um automatisch zu sparen.

Was Haushalte praktisch beachten sollten

Für Verbraucher ist außerdem der Zeithorizont entscheidend. Eine Steuersenkung kann eine Rechnung binnen Monaten verändern, ein Übertragungsnetz braucht viele Jahre. Ein dynamischer Tarif kann schon heute nützen, verlangt aber Smart Meter und verschiebbare Lasten; ein Haushalt ohne E-Auto, Wärmepumpe oder Speicher hat weniger Spielraum. Umgekehrt können langfristige Netzinvestitionen Kosten erhöhen, bevor sie Redispatch und Preisspitzen senken. Wer nur auf den Jahresdurchschnitt schaut, übersieht zudem, dass Neuverträge, Grundversorgung und ältere Bestandstarife unterschiedlich reagieren. Ein seriöser Vergleich darf deshalb kurzfristige Entlastung, dauerhafte Systemkosten und individuelle Tarifwahl nicht zu einem einzigen Versprechen vermischen.

Gesamtsynthese

Die ZDF-Erklärung ist dort am stärksten, wo sie Strukturen statt Schuldige zeigt. Ein billiges Windrad garantiert keinen billigen Haushaltstarif, wenn Börsenbeschaffung, Netzausbau, Engpassmanagement und staatliche Bestandteile hinzukommen. Das Merit-Order-Prinzip erklärt den kurzfristigen Börsenpreis, aber weder die ganze Lieferantenrechnung noch Gewinne. Netzentgelte finanzieren reale Infrastruktur, brauchen wegen Monopolstellung jedoch strenge Regulierung und Transparenz. Steuersenkungen können Rechnungen sofort entlasten, verschieben Kosten aber gegebenenfalls in den Staatshaushalt.

Die schwächsten Stellen entstehen durch fehlende Etiketten: 62 Prozent gehört zu 2024 und zu einer bestimmten Strommix-Definition; 39 Cent ist ein Eurostat-Verbrauchsband; 650 Milliarden sind eine unsichere Investitionsprojektion. Wer diese Herkunft sichtbar macht, muss die gute Grundaussage nicht zurücknehmen. Deutschland hat keinen einzelnen Strompreis-Profiteur, sondern ein komplexes System mit mehreren legitimen Kosten, politischen Entscheidungen und punktuellen Gewinnmöglichkeiten. Günstiger wird es nicht durch eine einzige Maßnahme, sondern durch effizienteren Ausbau, weniger Engpässe, Wettbewerb, gezielte Abgabenreform sowie flexible Erzeugung und Nachfrage.

Fazit

Viele Kernzahlen und die Marktmechanik stimmen. Korrigiert werden müssen vor allem die aktuelle Erneuerbarenquote und der Status einzelner Schätzungen und Reformen. Das faire Urteil lautet deshalb: überwiegend solide erklärt, an entscheidenden Stellen methodisch zu glatt.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte AussageZeitstempel: 00:00:14–00:00:28

Rund 62 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms stammten aktuell aus erneuerbaren Energien.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Irreführend
Originalauszug
mittlerweile berechnen die einem nachts das Mondlicht mit. Aber wie kann das eigentlich sein? Unser Strom kommt mittlerweile zu rund 62 % aus erneuerbaren Energien und Sonne und Wind sind ja kostenlos.
Einordnung

Fraunhofer ISE meldete für die öffentliche Nettostromerzeugung 2024 einen Erneuerbarenanteil von 62,7 Prozent. Für 2025, das das Video bei Preisen und Photovoltaik anschließend verwendet, lag derselbe Wert aber bei 55,9 Prozent. Je nach Nenner, etwa Bruttoverbrauch statt öffentlicher Nettostromerzeugung, entstehen weitere Werte. Rund 62 Prozent ist also kein frei erfundener Wert, aber als mittlerweile im August 2026 ohne Bezugsjahr und Definition missverständlich und im verwendeten 2025-Kontext veraltet.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeFraunhofer ISE
    Abgerufen 22.08.2026
  2. SonstigeFraunhofer ISE
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:00:56–00:01:14

Deutsche Haushalte zahlten im zweiten Halbjahr 2025 rund 39 Cent je Kilowattstunde; innerhalb der EU lag nur Irland höher.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Schauen wir uns zuerst mal die Strompreise für Privathaushalte in Europa an. Im zweiten Halbjahr 2025 haben wir hierzulande im Durchschnitt etwa 39 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Wo stehen wir damit im Vergleich? Nur in Irland war Strom noch teurer. Eine vierköpfige Familie mit 4000
Einordnung

Eurostat weist für das Standardverbrauchsband der Haushalte 38,69 Cent je Kilowattstunde in Deutschland und 40,42 Cent in Irland aus; damit ist Rang zwei korrekt. Destatis nennt über alle Verbrauchsklassen hinweg 40,55 Cent. Die Abweichung ist kein Widerspruch, sondern Folge unterschiedlicher Gewichtung und Abgrenzung. Das Video sollte die Eurostat-Verbrauchsklasse nennen, weil im Durchschnitt nicht alle deutschen Haushalte identisch abgebildet werden und nationale Durchschnittswerte etwas höher ausfallen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
  2. StatistikStatistisches Bundesamt
    Veröffentlicht 31.03.2026Abgerufen 13.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:08–00:01:25

Ein Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlte bei deutschem Durchschnittspreis knapp 400 Euro mehr als beim EU-Durchschnitt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
etwa 39 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Wo stehen wir damit im Vergleich? Nur in Irland war Strom noch teurer. Eine vierköpfige Familie mit 4000 Kilowattstunden Stromverbrauch zahlt im Jahr somit knapp 400 Euro mehr als der EU-Durchschnitt. Aber schauen wir uns erst einmal den Energiemix an. 2025
Einordnung

Eurostat beziffert Deutschland auf 38,69 Cent und den EU-Durchschnitt auf 28,96 Cent je Kilowattstunde. Die Differenz von 9,73 Cent multipliziert mit 4.000 Kilowattstunden ergibt 389,20 Euro. Knapp 400 Euro ist damit eine korrekte, transparente Beispielrechnung. Sie ist kein gemessener Mehrbetrag jeder vierköpfigen Familie: tatsächlicher Tarif, Verbrauch, Grundpreis, Bonus und Region können abweichen. Die Haushaltsgröße ist für die Rechnung weniger wichtig als der unterstellte Verbrauch.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
  2. StatistikStatistisches Bundesamt
    Veröffentlicht 31.03.2026Abgerufen 13.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:25–00:01:59

Photovoltaik überholte 2025 Braunkohle; neue Windkraft an Land erzeugt Strom meist deutlich günstiger als ein neues Braunkohlekraftwerk.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
EU-Durchschnitt. Aber schauen wir uns erst einmal den Energiemix an. 2025 erzeugte Photovoltaik aufs Jahr gerechnet zum ersten Mal in Deutschland mehr Strom als Braunkohle. Das ist gut fürs Klima und gleichzeitig sind die Entstehungskosten für Strom aus Erneuerbaren häufig günstiger als für Strom aus fossilen Kraftwerken. Eine Kilowattstunde Windstrom an Land kostet etwa 4 bis 9 Cent. Bei einem neuen Braunkohlekraftwerk betragen die Kosten auch wegen hoher CO2-Zertifikate das Vielfache und liegen etwa bei 15 bis 26 Cent. [musik]
Einordnung

Fraunhofer ISE bestätigt, dass Photovoltaik 2025 in der öffentlichen Nettostromerzeugung erstmals vor Braunkohle lag. Die Stromgestehungskostenstudie ordnet neue Onshore-Windanlagen grob im genannten niedrigen Centbereich ein, während neue fossile Kraftwerke einschließlich Brennstoff- und CO2-Kosten deutlich teurer liegen. Solche Bandbreiten hängen stark von Standort, Auslastung, Finanzierung und CO2-Preis ab. Sie vergleichen Neuanlagen über ihre Lebensdauer, nicht unmittelbar den heutigen Börsenpreis bestehender Kraftwerke.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeFraunhofer ISE
    Abgerufen 22.08.2026
  2. StudieFraunhofer ISE
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:02:00–00:02:32

Beschaffung und Vertrieb machten im deutschen Haushaltsstrompreis 2025 ungefähr 16 von 39 Cent je Kilowattstunde aus.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
26 Cent. [musik] [musik] [musik] Was macht unseren Strom also so teuer? Eins vorab, die Stromerzeugung allein ist es nicht. Der Strompreis setzt sich nämlich aus mehreren Teilen zusammen. Neben den Anlagenbetreibern verdienen auch die Stromanbieter, die Netzbetreiber und der Staat. Den größten Anteil haben Beschaffung und Vertrieb. Das sind rund 16 von uns von 39 Cent. Gemeint ist der Energieeinkauf inklusive dem Kundenservice drum herum. Dabei gibt es nicht den einen
Einordnung

Die BDEW-Strompreisanalyse für 2025 weist bei einem Haushaltsdurchschnitt von 39,80 Cent rund 16,12 Cent für Beschaffung und Vertrieb aus. Der ZDF-Wert ist sauber gerundet. Der Block bündelt allerdings Energieeinkauf, Vertrieb, Service und Marge; er zeigt nicht, wer innerhalb dieses Blocks wie viel Gewinn erzielt. Zudem verändern sich Terminmarktpreise und Neuvertragsangebote laufend. Die Zahl ist eine 2025er Durchschnittsstruktur, kein unveränderlicher aktueller Tarifbestandteil jedes Vertrags.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikBDEW
    Abgerufen 22.08.2026
  2. BehördeBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:02:53–00:03:29

Im Day-ahead-Markt werden Angebote nach Grenzkosten geordnet; das zuletzt zur Deckung der Nachfrage benötigte Gebot setzt grundsätzlich den einheitlichen Marktpreis.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
nach ihren Kosten. Dieses System nennt man Merit Order Prinzip. Und das funktioniert so. Die Kraftwerke speisen der Reihe nach ihren Strom ein. Anfangen dürfen die günstigsten, also Wind und Solar. Reicht das nicht aus, folgen Kohle- und Gaskraftwerke, bis die Nachfrage gedeckt ist. Entscheidend ist, das letzte Kraftwerk, das noch benötigt wird, bestimmt den Preis für alle, auch für die Erneuerbaren. Die Margen für die Stromanbieter, die den Strom an den Börsen einkaufen und dann an den Endkunden verkaufen, sind dabei übrigens nicht exorbitant hoch.
Einordnung

Das ist der Kern der Merit Order: Niedrige Gebote werden zuerst eingesetzt, das marginale akzeptierte Gebot setzt in einer Preiszone den Marktpreis. Häufig sind Gas- oder Kohlekraftwerke preissetzend, aber nicht immer. Der Haushaltsendpreis folgt zudem nicht eins zu eins dem stündlichen Börsenpreis, weil Lieferanten langfristig beschaffen und Netze, Steuern sowie Umlagen hinzukommen. Für eine kurze Erklärung ist das ZDF-Modell korrekt, solange diese nachgelagerten Ebenen sichtbar bleiben.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
  2. SonstigeSMARD / Bundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:03:19–00:03:33

Stromlieferanten erzielten üblicherweise nur einstellige prozentuale Margen und seien daher keine außergewöhnlichen Profiteure.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Unbelegt
Originalauszug
bestimmt den Preis für alle, auch für die Erneuerbaren. Die Margen für die Stromanbieter, die den Strom an den Börsen einkaufen und dann an den Endkunden verkaufen, sind dabei übrigens nicht exorbitant hoch. Meist liegen sie im einstelligen Prozentbereich. Zudem tragen die Anbieter das Risiko von
Einordnung

Die BDEW-Aufteilung fasst Beschaffung, Vertrieb und Marge in einem einzigen Block zusammen. Daraus lässt sich keine durchschnittliche Nettomarge der Lieferanten berechnen. Einzelne Unternehmensberichte können operative Margen zeigen, sind wegen Beschaffungsstrategie, Kundensegment und Bilanzierung aber nicht ohne Weiteres vergleichbar. Dass Lieferanten Preisrisiken tragen, ist richtig. Die pauschale einstellige Marge kann plausibel sein, benötigt jedoch eine klar definierte Kennzahl und einen repräsentativen Datensatz, die das Video nicht nennt.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikBDEW
    Abgerufen 22.08.2026
  2. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:03:41–00:04:15

Netzentgelte machten 2025 rund elf Cent aus; der Investitionsbedarf der Stromnetze bis 2045 werde auf etwa 650 Milliarden Euro geschätzt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Preisschwankungen. Kommen wir zum zweiten Kostenfaktor. Ein beträchtlicher Teil unserer Stromkosten geht an die Betreiber der Stromnetze in Deutschland. Rund 11 Cent von den 39 Cent pro Kilowattstunde entfallen auf Netzentgelte. Mit diesem Geld wird unter anderem der Ausbau der Stromnetze finanziert und der ist ganz schön teuer. Bis zum Jahr 2045 sollen rund 650 Milliarden Euro in den Netzausbau fließen, unter anderem um den Strom der Erneuerbaren vom Norden in den Süden zu transportieren.
Einordnung

BDEW weist 2025 rund 10,96 Cent Netzentgelte aus. Die 650 Milliarden Euro stammen aus einer Studienrechnung der Hans-Böckler-Stiftung mit etwa 328 Milliarden für Übertragungs- und 323 Milliarden für Verteilnetze. Auch die Monopolkommission nennt Schätzungen oberhalb von 650 Milliarden, betont aber große Unsicherheit. Es handelt sich um kumulierten Investitionsbedarf über zwei Jahrzehnte, nicht um eine bereits feststehende staatliche Rechnung, die vollständig zusätzlich auf heutige Haushalte umgelegt wird.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StatistikBDEW
    Abgerufen 22.08.2026
  2. StudieHans-Böckler-Stiftung
    Abgerufen 22.08.2026
  3. SonstigeMonopolkommission
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:04:15–00:05:09

Netzengpässe erzwingen Redispatch und Entschädigungen, die über Netzentgelte refinanziert werden; Netzausbau kann diese Kosten senken.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Aber es ist auch teuer, den Stromausbau nicht voranzutreiben. Warum? Wenn die Stromnetze überlastet sind, müssen einige Kraftwerke ihre Leistung runterfahren. Das nennt man Redispatch. Betroffene Anlagenbetreiber erhalten einen gesetzlich geregelten finanziellen Ausgleich und bezahlt wird das am Ende von den Stromkunden über die Netzentgelte. Was stimmt mit euch nicht? [musik] Ich schwöre, diese Preise von Strom sind nicht mehr normal, Digger. Darum ist es so wichtig, das Stromnetz weiter auszubauen, dann entstehen diese Kosten fast nicht mehr. Die schlechte Nachricht ist allerdings, bisher geht es mit dem Netzausbau zu langsam voran. Schon 2023 waren wir 7 Jahre in Verzug gegenüber den Plänen des Bundes. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat nun einen Plan, wie wir Redispatch-Kosten künftig senken können.
Einordnung

Die Bundesnetzagentur beziffert das Netzengpassmanagement 2025 auf etwa 3,06 Milliarden Euro. Redispatch, Gegenhandel und Reservekraftwerke werden über Netzentgelte refinanziert. Fortschritte im Netzausbau können Engpässe und damit Kosten reduzieren. Der Satz, dann entstünden diese Kosten fast nicht mehr, geht aber zu weit: Wartung, Ausfälle, Prognosefehler, regionale Erzeugungsspitzen und neue Lasten können auch in einem besser ausgebauten System Eingriffe erfordern. Belastbar ist Senkung, nicht nahezu vollständige Abschaffung.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
  2. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:05:10–00:05:46

Die 2026 beschlossene Reformagenda will neue Wind- und Solaranlagen stärker nach Netzkapazität steuern, um Redispatchkosten zu verringern.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Redispatch-Kosten künftig senken können. [musik] [musik] [musik] Die geplante EEG-Reform soll Anreize schaffen, neue Wind- und Solaranlagen vor allem dort zu bauen, wo das Stromnetz ausreichend Kapazität hat oder der Netzausbau schon weiter fortgeschritten ist. So sollen die teuren Netzengpässe vermieden werden. Einige Experten befürchten allerdings, dass dadurch der Ausbau der Erneuerbaren ausgebremst wird. Der Ausbau der Netze geht in Deutschland viel zu langsam voran. Darum plant Wirtschaftsministerin Katharina Reiche ein neues Netzpaket, mit dem sie das Ausbautempo von Solar- und Windkraftanlagen reduzieren will. Ja, ihr habt richtig nicht Das wäre genauso, [musik]
Einordnung

Das Bundeskabinett beschloss Ende Juli 2026 EEG-Novelle und Netzanschlusspaket. Geplant sind stärkere Standortsignale, Direktvermarktung und begrenzte Entschädigungen für Abregelung in Engpassgebieten. Ziel sind geringere Systemkosten bei fortgesetzten Ausbaupfaden. Zum Veröffentlichungszeitpunkt des Videos war das noch keine vollständig umgesetzte Rechtslage; tatsächliche Preis- und Ausbauwirkungen sind offen. Befürchtungen einer Bremswirkung sind politische und ökonomische Prognosen, keine bereits messbare Folge des Pakets.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
  2. GesetzBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:05:46–00:07:03

Stromnetze sind regionale natürliche Monopole; die Bundesnetzagentur begrenzt Erlöse und setzt regulierte Eigenkapitalzinssätze im einstelligen Prozentbereich.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
ihr habt richtig nicht Das wäre genauso, [musik] [musik] [musik] wie wenn wir die Neuzulassung von PKWs begrenzen, bis wir alle maroden Straßen und Brücken saniert haben. Apropos Netzausbau. Die Netzbetreiber haben in den jeweiligen Regionen ein Monopol. Das ergibt ja keinen Sinn, mehrere Kabel nebeneinander zu verlegen, die dann miteinander konkurrieren. Damit die Preise fair bleiben, regelt die Bundesnetzagentur, wie viel die Betreiber über die Netzentgelte einnehmen dürfen. Vorgesehen sind dabei Eigenkapitalrenditen im einstelligen Prozentbereich. Wer besonders effizient ist und seine Kosten senkt, kann zusätzliche Gewinne erzielen. Die Bundesnetzagentur passt ihre Vorgaben immer wieder an. Eine Studie kommt allerdings jetzt zu ganz anderen Werten und berichtet von hohen Renditen von durchschnittlich 30 %. Verdienen die Netzbetreiber also mehr als erlaubt? Ganz so einfach ist es nicht. Die Stromnetzbetreiber argumentieren, dass es sich um verschiedene Kennzahlen handelt, die eine unterschiedliche Berechnungsgrundlage haben, also die nicht direkt miteinander verglichen werden können. [musik] So oder so zeigt die Debatte, die Kosten und Gewinne der Betreiber müssen transparenter werden. Damit kommen wir zum dritten
Einordnung

Parallele Konkurrenznetze wären meist ineffizient, deshalb unterliegen Betreiber einer Anreizregulierung mit Erlösobergrenzen. Die Bundesnetzagentur legt dafür Eigenkapitalzinssätze fest, die je nach Periode, Neuanlage und Steuerbetrachtung im einstelligen Bereich liegen. Eine Studie mit rund 30 Prozent kann andere Bilanz- oder Cashflow-Kennzahlen verwenden und ist nicht direkt mit der regulatorischen Verzinsung gleichzusetzen. Das Video weist auf diesen Methodenunterschied selbst hin. Transparenzbedarf bleibt dennoch berechtigt.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
  2. SonstigeMonopolkommission
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:07:11–00:08:03

Mehrwertsteuer, Stromsteuer und weitere staatlich veranlasste Bestandteile machten 2025 knapp ein Drittel des deutschen Haushaltsstrompreises aus.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Auch der Staat kassiert. Auf jeder Stromrechnung finden sich Steuern, Abgaben und Umlagen, die zum Teil direkt in die Staatskasse fließen. Von den 39 Cent entfallen rund 6 Cent auf die Mehrwertsteuer. Diese liegt für Strom bei 19 %. Die Strommehrwertsteuer ist in Deutschland nicht ermäßigt, obwohl Strom zum Grundbedarf gehört. Anders ist es etwa bei Brot oder Büchern. Dazu kommt auch noch eine Stromsteuer. Hier zahlen wir 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt liegt unser Steuern und Abgabenanteil am Strompreis bei satten 32 %. Also bei knapp einem Drittel. Damit liegen wir mal wieder überm EU-Durchschnitt von rund 29 % Steueranteil. Dass es auch anders geht, zeigt z. B.
Einordnung

Die Mehrwertsteuer beträgt 19 Prozent und wird auf den gesamten Rechnungsbetrag erhoben; bei rund 39 Cent sind das ungefähr sechs Cent. Die reguläre Stromsteuer für Haushalte liegt bei 2,05 Cent je Kilowattstunde. BDEW beziffert Steuern, Abgaben und Umlagen 2025 zusammen auf 12,72 Cent beziehungsweise 32 Prozent. Der EU-Vergleich um 29 Prozent ist größenordnungsmäßig plausibel, hängt aber von Eurostat-Definition und Förderkomponenten der einzelnen Länder ab.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. StatistikBDEW
    Abgerufen 22.08.2026
  2. BehördeBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
  3. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:08:01–00:08:14

Die britische Regierung beschloss 2026, die Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom auf null zu setzen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Kontext fehlt
Originalauszug
EU-Durchschnitt von rund 29 % Steueranteil. Dass es auch anders geht, zeigt z. B. Großbritannien. Das Land hat gerade beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Strom komplett zu streichen.
Einordnung

Die britische Regierung kündigte am 21. Juli 2026 an, die Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom ab 1. Oktober für ein Finanzjahr auf null zu setzen. Für Nordirland war wegen des EU-rechtlichen Rahmens noch eine Abstimmung nötig. Das Video beschreibt die Entscheidung richtig, erweckt mit komplett streichen aber leicht den Eindruck einer dauerhaften landesweit identischen Reform. Für den Vergleich mit Deutschland sollten Befristung, geografische Umsetzung und das unterschiedliche Tarifsystem genannt werden.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeUK Government
    Abgerufen 22.08.2026
  2. SonstigeEurostat
    Veröffentlicht 05.05.2026Abgerufen 05.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:08:15–00:08:52

Die Bundesregierung senkte die Stromsteuer 2026 nicht für Haushalte, sondern dauerhaft nur für produzierende Unternehmen sowie Land- und Forstwirtschaft.

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Kontext fehlt
Originalauszug
Eine Möglichkeit wäre, die Steuern auf Strom zu senken. Die aktuelle Bundesregierung hatte eine Stromsteuersenkung in ihrem Koalitionsvertrag sogar schon vereinbart. Also wir haben heute gute Nachrichten für die Stromkunden in Deutschland. Ab Januar nächsten Jahres werden die Strompreise um durchschnittlich 9 % gesenkt. gesenkt. gesenkt. [jubel] [jubel] [jubel] Am Ende gab es die Steuersenkung aber nur für produzierende Unternehmen und die Landwirtschaft. Um auch die Verbraucher zu entlasten, reichte das Geld nicht.
Einordnung

Die Bundesregierung verstetigte die Absenkung auf den EU-Mindeststeuersatz für rund 600.000 Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft; Haushalte blieben beim regulären Satz. Damit stimmt der Kern. Allerdings erhielten Haushalte 2026 eine andere Entlastung: Ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro senkte die Netzentgelte. Das ersetzt die versprochene allgemeine Stromsteuersenkung nicht, gehört aber in eine vollständige Bilanz staatlicher Preismaßnahmen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundesregierung
    Abgerufen 22.08.2026
  2. BehördeBundesministerium der Finanzen
    Abgerufen 22.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:08:51–00:10:02

Speicher, Smart Meter und flexible Tarife können günstige Erzeugungsstunden besser nutzbar machen; der hohe Endpreis entsteht aus mehreren Kostenblöcken statt einem einzelnen Profiteur.

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Überwiegend richtig
Originalauszug
Verbraucher zu entlasten, reichte das Geld nicht. Was den Strom auch billiger machen würde, wenn wir mehr von der günstigen Solar- und Windkraft speichern könnten, anstatt Anlagen abzuschalten. Dafür brauchen wir mehr große Batteriespeicher. Auch mehr digitale Stromzähler in den Haushalten würden helfen. helfen. helfen. Das ist Smart und das ist groß. Mit solchen Smartmetern können wir den Strom dann nutzen, wenn er günstig produziert wird. So können Verbraucher ihre Wäsche waschen oder ihr Auto laden, wenn der Strom am günstigsten ist. Fest steht, es gibt nicht den einen großen Profiteur am Strommarkt. Der hohe Strompreis entsteht durch ein Zusammenspiel von Kosten für Energieerzeugung und Netzausbau, Marktregeln und staatlichen Abgaben. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Windkraft und Solarenergie sind ja in der Erzeugung billiger als grauer Strom, der immer [räuspern] noch gut ein Drittel unseres Strommixes ausmacht. Wenn wir also erst einmal genug Stromnetze und Speicher haben, [musik] [musik] [musik] dann profitieren wir am Ende richtig von den günstigen Erneuerbaren. Was meint ihr? Sinkt unser Strompreis demnächst [musik] wieder? Schreibt uns in die
Einordnung

Smart Meter ermöglichen dynamische Tarife, bei denen flexible Verbraucher Last in Stunden mit niedrigen Börsenpreisen verschieben können. Speicher können Überschüsse zeitlich verlagern und Abregelung reduzieren, lösen aber nicht kostenlos alle Netzengpässe; Anschlusspunkt, Betriebsweise, Verluste und Investitionskosten zählen. Die Preiszerlegung bestätigt mehrere Blöcke und keinen einzigen Empfänger der gesamten Differenz. Der Schluss ist daher fair, solange er mögliche Übergewinne einzelner Unternehmen oder Perioden nicht grundsätzlich ausschließt.

Quellen zu dieser Aussage (3)
  1. SonstigeBundesnetzagentur
    Abgerufen 22.08.2026
  2. GesetzBundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Abgerufen 22.08.2026
  3. StatistikBDEW
    Abgerufen 22.08.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung aus Volltranskript und dokumentierten Quellen erstellt.

Die Bewertung bezieht sich auf die dokumentierte Quellenlage am 22. August 2026.

Neue Daten, Urteile oder amtliche Veröffentlichungen können Bewertungen verändern.

Gesamtfazit

Das ZDF trifft die zentrale Aussage: Hohe Strompreise entstehen aus mehreren Kostenblöcken, nicht durch einen einzigen Profiteur. Korrigiert werden müssen die 62-Prozent-Quote im 2025er Kontext sowie fehlende Hinweise zu Verbrauchsband, Studienprojektion und noch nicht bewiesenen Reformwirkungen.