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Politik & Regierung

Ost-Wahlen 2026: Was die AfD-Umfragen wirklich sagen

Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorn. Doch Umfrageführung, Sitzmehrheit und Regierungsamt sind drei verschiedene Dinge.

Helle Draufsicht auf Deutschlandkarte, neutrale Stimmzettel, Koalitionsbausteine, Waage und Lupe.
KI-GENERIERT – Symbolbild zu Umfragen, Mehrheiten und Koalitionsoptionen bei den Landtagswahlen im Osten.

Kurzfazit

Das ZDF-Erklärvideo trifft Wahldaten und Umfragen weitgehend korrekt. Präzisierung brauchen die Sitzrechnung, der dritte Wahlgang und die Aussagekraft von Umfragen.

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Bewertet werden konkrete Aussagen nach aktueller Quellenlage. Automatische Transkripte können Fehler enthalten; wörtliche Zitate, Zahlen und zentrale Claims werden vor Veröffentlichung am Originalvideo geprüft.

Die AfD liegt wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen deutlich vorn. Das ZDF-Video fragt deshalb, ob in Magdeburg und Schwerin bald nichts mehr ohne sie gehe. Die zugespitzte Frage ist politisch nachvollziehbar. Für eine belastbare Antwort müssen aber drei Ebenen getrennt werden: Umfragewerte zeigen eine Stimmung, Mandate entstehen erst durch das Wahlrecht, und eine Regierung kommt erst durch Mehrheiten im Parlament zustande.

Der Faktencheck bestätigt den größten Teil der präsentierten Zahlen. Er korrigiert zugleich die Vorstellung, die stärkste Partei habe automatisch Anspruch auf das Regierungsamt. Auch die verfassungsrechtliche Möglichkeit eines dritten Wahlgangs ist kein Selbstläufer. Quellenbasis waren amtliche Wahlseiten, Parlamentsinformationen, der Verfassungsschutzbericht sowie die veröffentlichten Daten und Methoden der Umfrageinstitute.

Die Ausgangslage in Sachsen-Anhalt

Die Wahltermine stimmen

Urteil: richtig. Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026, Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Beide Termine sind auf den amtlichen Wahlseiten Sachsen-Anhalts und beim Landesamt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Das Video erschien damit gut zwei beziehungsweise vier Wochen vorher. Es beschreibt eine hochdynamische Schlussphase, nicht das endgültige Wahlergebnis.

2021 lag die CDU klar vor der AfD

Urteil: richtig. Das amtliche Ergebnis von 2021 nennt 37,1 Prozent der Zweitstimmen für die CDU und 20,8 Prozent für die AfD. Danach regierten CDU, SPD und FDP gemeinsam. Die Zahlen im Video sind korrekt gerundet. Sie zeigen allerdings nur, wie stark sich das Bild seit 2021 verändert hat; sie erklären nicht, warum einzelne Wähler ihre Präferenz wechselten.

Sven Schulze ist Ministerpräsident

Urteil: richtig. Der Landtag wählte Sven Schulze am 28. Januar 2026 zum Nachfolger Reiner Haseloffs. Die Formulierung „inzwischen“ ist wichtig: Bei der Wahl 2021 war Haseloff noch Regierungschef. Schulzes Amtsbonus, Bekanntheit oder Wahlkampfwirkung sind politische Prognosefragen; die im Video genannte Funktion ist ein überprüfbarer Fakt.

42 Prozent sind ein Umfragewert, kein Ergebnis

Urteil: richtig als Momentaufnahme. Das Umfragearchiv DAWUM dokumentiert die INSA-Erhebung von Ende Juli bis Anfang August: AfD 42, CDU 22, Linke 13, SPD 6 und BSW 5 Prozent. Der Abstand ist groß. Dennoch sind die Zahlen weder ausgezählte Stimmen noch eine Garantie für die spätere Beteiligung. Gewichtung, Unentschlossene und kurzfristige Mobilisierung bleiben offen.

41 gegen 42 ist keine fertige Sitzrechnung

Urteil: richtig gerechnet, aber verkürzt. CDU, Linke und SPD kommen in derselben Umfrage rechnerisch auf 41 Prozent und liegen damit einen Punkt unter der AfD. Ob daraus weniger Sitze folgen, hängt auch davon ab, wie viele Stimmen an Parteien unter fünf Prozent gehen und ob Ausgleichsmandate entstehen. Das Landeswahlrecht übersetzt Prozentwerte nicht eins zu eins in Mandate.

Wer wird Ministerpräsident?

Die stärkste Fraktion regiert nicht automatisch

Urteil: überwiegend richtig. Der Regierungschef wird vom Landtag gewählt. In den ersten beiden Wahlgängen braucht ein Kandidat die Mehrheit der Mitglieder. Die im Video genannten 49 Stimmen beziehen sich auf den damals 97 Sitze großen Landtag. Nach der Wahl kann dessen Größe wegen Überhang und Ausgleich anders ausfallen. Entscheidend ist also eine parlamentarische Mehrheit, nicht der erste Platz bei den Zweitstimmen.

Politische Brandmauern sind keine Gesetze

Urteil: richtig mit Vorbehalt. Die CDU schloss eine Koalition mit der AfD aus und berief sich zugleich auf ihre Beschlusslage gegen Kooperationen mit der Linken. Das sind verbindliche politische Ansagen für die Partei, aber keine verfassungsrechtlichen Verbote. Nach einer Wahl können Minderheitsregierungen, wechselnde Mehrheiten oder neue Parteientscheidungen diskutiert werden. Wer Koalitionsarithmetik erklärt, sollte diese politische Beweglichkeit sichtbar lassen.

Der dritte Wahlgang eröffnet eine Möglichkeit, keinen Automatismus

Urteil: teilweise richtig. Scheitern zwei Wahlgänge, sieht das Verfahren des Landtags eine Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen vor. Dort entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein AfD-Bewerber könnte gewinnen, wenn die konkrete Konstellation es zulässt. Er wird jedoch nicht allein deshalb Regierungschef, weil seine Fraktion bei der Landtagswahl die meisten Stimmen erhält.

„Gesichert rechtsextremistisch“ ist eine amtliche Einstufung

Urteil: richtig. Der Verfassungsschutzbericht 2025 führt den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistische Bestrebung. Genannt werden ethnisch-abstammungsmäßige Volksvorstellungen, Fremden- und Muslimfeindlichkeit sowie Angriffe auf das Demokratieprinzip. Diese Behördenbewertung ist relevant, bedeutet aber weder ein Parteiverbot noch eine Aberkennung von Mandaten. Darüber könnte nur das Bundesverfassungsgericht in einem eigenen Verfahren entscheiden.

Mecklenburg-Vorpommern hat eine andere Mehrheitslage

Die Rückschau auf 2021 stimmt

Urteil: richtig. Laut amtlichem Endergebnis gewann die SPD 2021 mit 39,6 Prozent; die AfD erreichte 16,7 Prozent. Anschließend bildeten SPD und Linke die Regierung. Die gerundeten Angaben im Video sind korrekt. Der historische Vergleich macht den Umbruch sichtbar, darf aber nicht so gelesen werden, als entwickelten sich Wahlen in einer geraden Linie.

36 zu 29 ist transparent erhoben

Urteil: richtig als Umfrage.Infratest dimap veröffentlichte am 9. Juli 2026 für die AfD 36, SPD 29, Linke 12 und Grüne 5 Prozent. Befragt wurden 1.167 Wahlberechtigte telefonisch und online vom 2. bis 6. Juli. Die offene Methodik macht die Zahl überprüfbar. Trotzdem blieb bis zur Wahl genug Zeit für Verschiebungen.

Rot-Rot-Grün hätte rechnerisch eine Chance

Urteil: überwiegend richtig. SPD, Linke und Grüne summieren sich auf 46 Prozent. Weil mehrere kleinere Parteien in der Erhebung unter der Sperrklausel lagen, wäre eine Sitzmehrheit plausibel. Sicher ist sie nicht: Erst gültige Stimmen, Direktmandate und Ausgleich bestimmen das Parlament. Eine solche Dreierregierung wäre ein Novum für das Land, war zum Zeitpunkt des Videos aber weder ausgehandelt noch beschlossen.

Wie viel Unsicherheit steckt in Umfragen?

Die Aussage, Schwankungen von zwei bis drei Prozentpunkten seien normal, trifft als Faustregel zu. Bei rund tausend Befragten liegt die reine Stichprobenunsicherheit großer Parteien häufig in dieser Größenordnung. Sie ist aber keine feste Garantie. Unterschiedliche Gewichtungen, schwer erreichbare Gruppen, die Modellierung der Wahlbeteiligung und echte Meinungsänderungen können größere Differenzen erzeugen. Ein Abstand von 20 Punkten ist deshalb aussagekräftiger als ein Rennen innerhalb von zwei Punkten, aber auch er ist noch kein Wahlergebnis.

Von Prozenten zu einer handlungsfähigen Regierung

Nach der Auszählung beginnt eine zweite politische Phase. Parteien müssen entscheiden, ob sie formelle Koalitionen, eine Minderheitsregierung oder eine Duldung anstreben. Dabei zählen nicht nur rechnerische Mandate. Personalfragen, Haushaltspläne, politische Unvereinbarkeitsbeschlüsse und die Bereitschaft, gemeinsame Gesetze zu tragen, können aus einer rechnerisch möglichen Kombination eine praktisch unmögliche machen. Umgekehrt kann ein knappes Parlament neue Modelle erzwingen, die vor der Wahl ausgeschlossen wirkten.

Auch eine absolute Mehrheit der Sitze wäre nicht mit der Zustimmung einer absoluten Mehrheit aller Wahlberechtigten gleichzusetzen. Stimmen für Parteien unterhalb der Sperrklausel werden bei der Mandatsverteilung nicht berücksichtigt; dadurch kann weniger als die Hälfte der gültigen Zweitstimmen für mehr als die Hälfte der Sitze reichen. Das ist kein Sonderrecht einer Partei, sondern eine Folge der einheitlichen Regeln. Deshalb sollte jede Szenariorechnung den Nenner und die angenommene Hürde offen nennen.

Schließlich sagen Umfragen wenig über Koalitionspräferenzen einzelner Wähler. Wer CDU, SPD oder Linke nennt, stimmt nicht automatisch jeder rechnerischen Dreierkombination zu. Umgekehrt können strategische Wähler kurz vor dem Termin zu einer Partei wechseln, um deren Einzug oder eine bestimmte Mehrheit zu sichern. Gute Wahlberichterstattung zeigt deshalb Bandbreiten und Alternativen, statt aus einer einzigen Sonntagsfrage eine zwangsläufige Regierung abzuleiten.

Gesamtsynthese

Das ZDF-Video zeichnet die Lage weder frei erfunden noch grundsätzlich verzerrt. Beide AfD-Landesverbände standen in den zitierten Umfragen auf Platz eins; in Sachsen-Anhalt war der Vorsprung besonders groß. Ebenso korrekt ist, dass eine regierungsfähige Mehrheit ohne AfD schwieriger werden könnte. Die politische Schwierigkeit entsteht aus Wahlarithmetik und Abgrenzungsbeschlüssen zugleich.

Zu viel Gewissheit entstünde erst, wenn aus diesen Daten eine fertige Regierungserzählung würde. Die 42 Prozent sind keine Mandate, 49 Sitze keine für immer feste Schwelle und der dritte Wahlgang kein automatischer Weg für den stärksten Kandidaten. Mecklenburg-Vorpommern zeigt zudem, warum Rang eins und Macht nicht gleichgesetzt werden dürfen: Dort konnte eine Dreierkombination trotz AfD-Führung rechnerisch eine Mehrheit erreichen.

Fazit

Die Zahlen im Video sind überwiegend sauber. Die entscheidende Korrektur lautet: Umfrageführung schafft politische Möglichkeiten, aber noch keinen Regierungsauftrag mit eingebauter Mehrheit. Wer über die Ost-Wahlen spricht, sollte deshalb Wahlrecht, Koalitionswillen und statistische Unsicherheit immer gemeinsam betrachten.

Geprüfte Aussagen

Bewertungen werden immer mit Text angezeigt und quellenbasiert begründet.

Geprüfte AussageZeitstempel: 00:00:10–00:00:25

Die beiden Landtagswahlen sind für den 6. beziehungsweise 20. September 2026 angesetzt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
rechtsextremistisch [musik] eingestuft ist, nämlich die AfD in Sachsen-Anh. Am 6. September wird in Sachsen-Anheit ein neuer Landtag gewählt und zwei Wochen später am 20. September 2026 in Mecklenburg Vorpommern. Und in beiden Ländern liegt die AfD, also die Alternative für Deutschland in Umfragen
Einordnung

Beide Termine sind amtlich bestätigt. Der Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt nennt den 6. September 2026, das Landesamt in Mecklenburg-Vorpommern den 20. September. Das Video erschien damit gut zwei beziehungsweise vier Wochen vor den Abstimmungen. Die Aussage enthält keine Prognose, sondern zwei festgesetzte Wahltermine; kurzfristige organisatorische Änderungen wären nur in außergewöhnlichen rechtlichen Lagen denkbar und waren nicht angekündigt.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 18.08.2026
  2. BehördeLandeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern
    Abgerufen 18.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:13–00:01:31

Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die CDU 37,1 und die AfD 20,8 Prozent der Zweitstimmen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Starten wir mit Sachsen Anhalt. 2021 bei der vergangenen Landtagswahl gewann die CDU unter Reiner Haseldorf mit 37% deutlich. Die AfD landete bei knapp 21%. Damals bildeten CDU, SPD und FDP die sogenannte Deutschlandkoalition eben unter Haselof. 2026 hat dann Svenn Schulze das Amt des Ministerpräsidenten
Einordnung

Das amtliche Endergebnis weist für die CDU 37,1 Prozent und für die AfD 20,8 Prozent der Zweitstimmen aus. Auch die im Video genannte anschließende Koalition aus CDU, SPD und FDP stimmt. Prozentangaben sind sinnvoll gerundet. Wichtig ist nur: Diese Werte beschreiben die Wahl von 2021 und sind kein belastbarer Ersatz für die politische Stimmung fünf Jahre später.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeBundeswahlleiterin
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:26–00:01:40

Der CDU-Politiker Sven Schulze wurde 2026 zum Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts gewählt.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Damals bildeten CDU, SPD und FDP die sogenannte Deutschlandkoalition eben unter Haselof. 2026 hat dann Svenn Schulze das Amt des Ministerpräsidenten übernommen. 5 Jahre nach der Wahl 2021 ist jetzt aber alles anders. Laut einer aktuellen Inserumfrage steht die AfD bei
Einordnung

Der Landtag wählte Sven Schulze am 28. Januar 2026 zum Ministerpräsidenten; er folgte auf Reiner Haseloff. Damit war Schulze zum Zeitpunkt des Videos Amtsinhaber und CDU-Spitzenkandidat. Die Personalie verändert jedoch nicht rückwirkend das Ergebnis von 2021: Damals führte Haseloff die CDU. Das Video formuliert mit inzwischen korrekt und vermeidet diese mögliche zeitliche Verwechslung. Die amtliche Chronologie ist eindeutig.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. PrimärquelleLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:01:40–00:02:05

Eine Anfang August veröffentlichte INSA-Umfrage sah die AfD in Sachsen-Anhalt deutlich vor der CDU.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
ist jetzt aber alles anders. Laut einer aktuellen Inserumfrage steht die AfD bei 42%, die CDU bei 22%, die Linke 13%, die SPD 6 %, das BSW erreicht 5 % und Grüne und FDP kommen stand jetzt nicht in den Landtag. Was heißt das konkret für die Wahl? Erst einmal, die AfD wäre laut den aktuellen Umfragen mit Abstand die stärkste Partei und zwar mit wirklich großem Abstand. Sie hätte fast doppelt so viele Stimmen wie die CDU und die
Einordnung

DAWUM dokumentiert die INSA-Erhebung vom 31. Juli bis 6. August mit genau 42, 22, 13, 6 und 5 Prozent für die genannten Parteien. Das ist eine Umfrage, kein Wahlergebnis. Ohne Rohdaten lassen sich Gewichtung und mögliche Hauseffekte nur begrenzt prüfen. Die Zahlen belegen eine deutliche Momentaufnahme, nicht die sichere spätere Sitzverteilung. Andere Institute können abweichen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeDAWUM
    Abgerufen 20.05.2026
  2. SonstigeZDFheute
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:02:14–00:02:27

Die drei genannten Umfragewerte summieren sich auf 41 Prozent und liegen damit einen Punkt unter der AfD.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Unter anderem, weil die FDP es nicht mehr in den Landtag schaffen würde. Für die CDU ginge rein rechnerisch vor allem etwas in Richtung Minderheitsregierung. CDU, SPD und Linke hätten zusammen 41%. Keine absolute Mehrheit und politisch ohnehin schwer vorstellbar, denn die CDU lehnt eine Koalition mit der Linken ab.
Einordnung

22 plus 13 plus 6 ergibt 41; die Rechnung stimmt innerhalb derselben Umfrage. Daraus folgt jedoch nicht automatisch eine Sitzminderheit. Stimmen für Parteien unter der Fünfprozenthürde und Direktmandate beeinflussen die Sitzverteilung, zudem haben Umfragewerte Unsicherheiten. Der Vergleich zeigt die politische Enge des Szenarios, ersetzt aber keine modellierte Mandatsberechnung nach dem Landeswahlrecht. Auch Rundungen spielen eine Rolle.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeDAWUM
    Abgerufen 20.05.2026
  2. SonstigeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 04.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:02:32–00:02:53

Eine relative Mehrheit macht eine Partei nicht automatisch regierungsfähig; entscheidend ist die Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
O G deshalb könnte die Regierungsbildung nach der Wahl ziemlich kompliziert werden. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, könnte die AfD denn als stärkste Kraft nicht einfach allein regieren? Dazu muss man sagen, stärkste Kraft allein reicht tatsächlich nicht aus. Die AfD bräuchte entweder die absolute Mehrheit der Sitze. In der laufenden Legislaturperiode sind z. B. 49 Sitze die Mehrheit bei insgesamt 97 Sitzen. Da kommt's bei der Verteidung darauf an, wie viele der kleineren Parteien den
Einordnung

Der Kern stimmt: Eine Partei regiert nicht allein, nur weil sie stärkste Fraktion wird. Der Ministerpräsident wird vom Landtag gewählt; in den ersten beiden Wahlgängen ist die Mehrheit der Mitglieder erforderlich. Die Zahl 49 bezog sich auf den damals 97 Sitze umfassenden Landtag. Nach der Neuwahl kann sich die Parlamentsgröße durch Ausgleichsmandate ändern, weshalb 49 keine dauerhaft feste Schwelle ist.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. SonstigeLandeswahlleiterin Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 04.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:03:05–00:03:35

Die CDU lehnte Koalitionen mit AfD und Linken nach ihrer damaligen Beschlusslage ab.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
schwierig, denn koalieren will mit der AfD aktuell niemand. Die AfD selbst sagt auch, sie möchte allein regieren. Der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU hat eine Zusammenarbeit mit der AfD immer wieder ausgeschlossen. Das Stichwort ist die sogenannte Brandmauer. Habt ihr sicher schon mal gehört. Gemeint ist damit der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU. Keine Zusammenarbeit mit der AfD, aber auch nicht mit der Linken. Sen Schulze bekräftigt das im Vorfeld der Wahl immer wieder. Zitat: "Ich habe nicht vor mit der AfD hier zusammenzuarbeiten. Das Wort Brandmauer benutzt Schulze allerdings nicht. Stattdessen sagt er, es gibt nicht in erster Linie Themen von
Einordnung

Die bundesweite CDU-Beschlusslage schließt Koalitionen und ähnliche Zusammenarbeit mit AfD und Linken aus; Sachsen-Anhalts CDU-Spitze bekräftigte die Ablehnung einer AfD-Koalition. Solche Beschlüsse sind politische Selbstbindungen, keine gesetzlichen Verbote. Nach einer Wahl können Parteien ihre Linie ändern oder Minderheitsmodelle erwägen. Das Video beschreibt den damaligen Stand korrekt, darf daraus aber keine unumstößliche Rechtsregel machen. Das gilt auch für Duldungsmodelle.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeCDU Deutschland
    Abgerufen 23.08.2026
  2. Mediumtagesschau.de
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:04:40–00:05:10

Nach zwei erfolglosen Wahlgängen entscheidet in Sachsen-Anhalt eine Stichwahl der beiden stärksten Kandidaten.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Teilweise richtig
Originalauszug
Wahlziel ist die Abwahl des CDU Amtsinhabers und seine Ersetzung durch einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regiert. Das bedeutet auch mit der AfD. " Lehnen die anderen Parteien das ab, dann kündigt Wagenknecht an. Zitat werden wir uns im dritten Wahlgang enthalten und genau das wäre der entscheidende Punkt, denn im dritten Wahlgang gewinnt, wer die meisten der abgegebenen Stimmen bekommt. Das könnte dann die AfD sein, wenn sich das BSW enthält. Muss es am Schluss aber nicht. Sigmund Chancen wären auf jeden Fall erhöht, aber es würde nur reichen,
Einordnung

Die Landesverfassung verlangt zunächst zweimal die Mehrheit der Landtagsmitglieder. Scheitert das, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den höchsten Stimmenzahlen statt; dort entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein AfD-Kandidat könnte deshalb theoretisch gewinnen, aber nicht schlicht automatisch als Kandidat der größten Fraktion. Nominierungen, Gegenkandidat, Enthaltungen und konkrete Sitzverteilung bleiben entscheidend. Das bleibt ein mögliches Szenario.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. SonstigeLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. PrimärquelleLandtag Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:05:25–00:06:02

Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt führt den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistische Bestrebung.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Zur Einordnung, warum das alles so verhärtet und kompliziert ist und niemand von CDU, SPD oder den Linken mit der AfD koaliieren will, der Verfassungsschutz in Sachsenanhalt stuft den AfD Landesverband, wie vorhin schon erwähnt, offiziell als gesichert rechtsextremistisch ein. Der Verfassungsschutz stützt sich dabei vor allem auf zwei Punkte. Das völkischnationalistische Weltbild von führenden Vertretern der AfD in Sachsen-Anhalt und die migrationspolitischen Forderungen des Landesverbands, Stichwort unter anderem Remigration. Auf der Website des Landesverbands kann man sich das noch einmal genauer durchlesen. Beides steht aus Sicht der Verfassungsschützer im Widerspruch zum Grundgesetz und zur freiheitlich demokratischen Grundnung. Die AfD protestiert immer wieder gegen
Einordnung

Der Verfassungsschutzbericht 2025 bezeichnet den Landesverband als gesichert rechtsextremistisch und beschreibt ethnisch-abstammungsmäßige Volksvorstellungen, Fremden- und Muslimfeindlichkeit sowie Angriffe auf das Demokratieprinzip. Das ist eine behördliche Bewertung, die als solche benannt werden muss. Sie ist kein Parteiverbot und ersetzt kein Urteil des Bundesverfassungsgerichts; das Video hält diese Ebenen im Wesentlichen auseinander. Rechtsmittel gegen Bewertungen bleiben möglich.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeMinisterium für Inneres Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeLand Sachsen-Anhalt
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:06:12–00:06:30

Die SPD erreichte 2021 in Mecklenburg-Vorpommern 39,6 Prozent, die AfD 16,7 Prozent der Zweitstimmen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
nach Mecklenburg Vorpommern. [schnauben] Hier wird am 20. September 2026 gewählt. 2021 kam die SPD unter Manuela Schwesig auf fast 40%. Die AfD lag damals bei 17%. Seitdem regiert die SPD-Ptitikerin Manuela Schwesig mit der Linken in einer rotroten Koalition. Laut einer Umfrage von Infratest DMAP veröffentlicht am 9.
Einordnung

Das amtliche Ergebnis bestätigt die gerundeten Angaben: 39,6 Prozent für die SPD und 16,7 Prozent für die AfD. Die SPD bildete anschließend eine Koalition mit der Linken. Wie in Sachsen-Anhalt sind historische Resultate nur Ausgangspunkt. Zwischen 2021 und 2026 veränderten sich Parteienangebot, Bundespolitik und Kandidaten, weshalb der direkte Vergleich keinen linearen Trend garantiert.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. BehördeLandesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeLandeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern
    Abgerufen 18.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:06:26–00:06:52

Eine Infratest-dimap-Erhebung vom Juli 2026 sah die AfD in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Richtig
Originalauszug
Manuela Schwesig mit der Linken in einer rotroten Koalition. Laut einer Umfrage von Infratest DMAP veröffentlicht am 9. Juli könnten sich die Verhältnisse hier allerdings bald auch ändern. Die AfD wird nach den Umfragen stärkste Kraft mit 36%. Die SPD steht bei 29, die Linke bei 12, die CDU nur noch bei 9 und die Grünen wären mit 5% wieder im Landtag, das BSW mit 4% draußen. Und das hätte folgen. Das derzeitige rotrote Bündnis hätte keine Mehrheit mehr. Allerdings könnte eine Koalition aus SPD, Linken
Einordnung

Infratest dimap weist für den 9. Juli genau diese Werte aus; zusätzlich lag die CDU bei 9 und das BSW bei 4 Prozent. Befragt wurden 1.167 Wahlberechtigte telefonisch und online vom 2. bis 6. Juli. Das sind transparente Umfragedaten, aber keine Vorhersagegarantie. Vier Wochen vor der Wahl konnten Mobilisierung, taktisches Wählen und Ereignisse die Lage noch verändern.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikInfratest dimap
    Abgerufen 23.08.2026
  2. BehördeLandeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern
    Abgerufen 18.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:06:45–00:07:07

Die drei Parteien summierten sich in der Umfrage auf 46 Prozent und könnten rechnerisch eine Sitzmehrheit erreichen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
Grünen wären mit 5% wieder im Landtag, das BSW mit 4% draußen. Und das hätte folgen. Das derzeitige rotrote Bündnis hätte keine Mehrheit mehr. Allerdings könnte eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen eine Mehrheit erhalten. Es wäre die erste drei Parteienkoalition in der Geschichte des Bundeslandes. Untermich kann man auf jeden Fall sagen, wenn es ungefähr so kommt, wie die Umfragen das momentan vorher sagen, dann dürfte es in Mecklenburg Vorpommern
Einordnung

29 plus 12 plus 5 ergibt 46 Prozent. Weil mehrere kleinere Parteien in dieser Umfrage unter fünf Prozent lagen, wäre daraus plausibel eine Sitzmehrheit entstanden. Die endgültige Verteilung hängt jedoch von gültigen Stimmen, Direktmandaten und Ausgleich ab. Eine solche SPD-Linke-Grüne-Regierung wäre die erste Dreierkoalition in Mecklenburg-Vorpommern; politisch beschlossen war sie zum Videozeitpunkt nicht. Parteien müssten darüber noch verhandeln.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikInfratest dimap
    Abgerufen 23.08.2026
  2. SonstigeLandeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
    Abgerufen 23.08.2026
Geprüfte AussageZeitstempel: 00:07:15–00:07:30

Umfragewerte können wegen Stichprobenfehlern und Modellentscheidungen um mehrere Punkte vom tatsächlichen Ergebnis abweichen.

Originalstelle öffnenKontext öffnenPrüfstatus: Transkript geprüft
Überwiegend richtig
Originalauszug
überall in der Bundesrepublik Deutschland verfolgt. Aber Vorsicht, alles ist noch nicht sicher. Die Schwankungen bei den Umfragen, die liegen meistens bei 2 bis 3% Punkten und es ist alles nur eine Momentaufnahme. Passieren kann bis zu den Wahlen in Sachsen Anheit und Mecklenburg Vorpommern noch einiges. Ob die AfD
Einordnung

Bei einer einfachen Zufallsstichprobe von rund tausend Befragten liegt die statistische Unsicherheit großer Parteien häufig in einer Größenordnung von etwa zwei bis drei Punkten. Tatsächliche Gesamtabweichungen können größer sein, weil Gewichtung, Erreichbarkeit, Wahlabsicht und kurzfristige Entscheidungen hinzukommen. Die Faustregel ist deshalb nützlich, aber keine feste Fehlergrenze für jede Partei und jede veröffentlichte Umfrage. Kleinere Parteien haben andere Fehlerspannen.

Quellen zu dieser Aussage (2)
  1. StatistikInfratest dimap
    Abgerufen 23.08.2026
  2. SonstigeBundeszentrale für politische Bildung
    Abgerufen 23.08.2026

Transparenzhinweis

Dieser Faktencheck wurde redaktionell mit KI-Unterstützung aus Volltranskript und dokumentierten Quellen erstellt.

Die Bewertung bezieht sich auf die dokumentierte Quellenlage am 23. August 2026.

Neue Daten, Urteile oder amtliche Veröffentlichungen können Bewertungen verändern.

Gesamtfazit

Die Umfragedaten stimmen, doch eine führende AfD regiert nicht automatisch. Erst Wahlergebnis, Sitzverteilung, Kandidaten und Koalitionsentscheidungen bestimmen, wer in Magdeburg und Schwerin eine Mehrheit erhält.